Affäre LandbauerNazi-Texte: Offener Brief von Uni-Professoren an Kanzler Kurz

Universitätsprofessoren fordern, dass Kanzler Kurz die Zusammenarbeit mit rechtsextremen Burschenschaftern beendet. Für Innenminister Kickl sind Ermittlungen gegen Landbauer "ziemlich ausgeschlossen." Hausdurchsuchung bei "Germania".

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Kanzler Sebastian Kurz © Ballguide / Pajman
 

Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz verlangt für die Verantwortlichen des antisemitischen und rassistischen Liederbuchs der Burschenschaft des niederösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer die volle Härte des Gesetzes. Kurz: "Es ist gut, dass die Staatsanwaltschaft bereits aktiv geworden ist. Wer für so etwas verantwortlich ist, solche Lieder singt oder diese Inhalte verbreitet, der agiert nicht nur abscheulich antisemitisch und verhetzerisch, sondern macht sich in unserem Land auch strafbar."

International geht angesichts der österreichischen Nazi-Affäre ein Raunen durch den Blätterwald. Der österreichische Hollywood-Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, verurteilte via Twitter das widerliche und nicht akzeptable antisemitische Gedankengut im Liederbuch der Germania und lobte Bundeskanzler Kurz für seine klare Haltung in der Causa.

Mehrere Universitäts-Rektoren und -Professoren wenden sich in der Causa rund um das NS-verherrlichendes Liederbuch an Bundeskanzler (ÖVP). "Das ist ein Aufruf zum Massenmord, der als solcher behandelt werden muss", heißt es darin und weiter: "Beenden Sie die Zusammenarbeit mit allen, die Mitglieder rechtsextremer Burschenschaften in ihren Büros beschäftigen."

Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom Präsidenten der Universitätenkonferenz (uniko), Oliver Vitouch, sowie etlichen namhaften Kolleginnen und Kollegen. Darin heißt es auch: "Die Normalisierung des Rechtsextremismus schreitet in Österreich voran." Ohne eine Beendigung der Zusammenarbeit mit allen, "die in rechtsextremen Medien publizieren oder bei rechtsextremen Veranstaltungen auftreten" wirkten jegliche Reaktionen wie "augenzwinkernde Distanzierungen".

SPÖ beruft Sicherheitsrat ein

Die SPÖ beruft in der Causa den nationalen Sicherheitsrat ein, der binnen zwei Wochen tagen muss. "Wir haben ganz stark den Eindruck, dass in dieser Bundesregierung aufgrund ihrer personellen Zusammensetzung diese Dinge nicht mit aller Härte verfolgt werden", sagte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und verweist auf die Mitgliedschaft führender FPÖ-Politiker in Burschenschaften. "Wir wollen sicherstellen, dass aufgrund der personellen Verstrickungen vieler Regierungsmitglieder in anderen Burschenschaften nichts unter den Teppich gekehrt wird."

Der Sicherheitsrat im Kanzleramt ist ein vertrauliches Beratungsgremium der Regierung in Angelegenheiten der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Vertreten sind neben den zuständigen Regierungsmitgliedern auch Vertreter aller im Hauptausschuss des Nationalrats vertretenen Parteien - also auch von SPÖ, NEOS und Liste Pilz.

Hausdurchsuchung bei der "Germania"

Die Polizei hat am Mittwochabend eine Hausdurchsuchung bei der Wiener Neustädter Burschenschaft Germania durchgeführt. Wie die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt der APA sagte, wurden dabei auch 19 "Liederbücher" und zwei Ordner mit Unterlagen sichergestellt. Eine erste Beschuldigteneinvernahme im Skandal um Nazi-verherrlichende Burschenschaftergesänge soll es am Freitag geben.

Die Liederbücher werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nun von Experten des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung geprüft. Der von der Burschenschaft als Hauptverantwortlicher für ihre Neuauflage im Jahr 1997 Identifizierte soll am Freitag befragt werden.

Zu prüfen wird in dem Verfahren allerdings auch sein, ob die Vorwürfe bereits verjährt sind. Denn nationalsozialistische Wiederbetätigung nach Paragraf 3g des NS-Verbotsgesetzes verjährt nach zehn Jahren, das Liederbuch wurde aber bereits 1997 veröffentlicht. Geklärt werden muss also, ob die fraglichen Lieder seither propagandistisch verwendet wurden.

Laut dem stellvertretenden Obmann der Burschenschaft, Philip Wenninger, hat das für die Neuauflage des Liederbuches 1997 verantwortliche Mitglied bereits am Mittwochabend eine Stellungnahme für die Behörden verfasst. Seinen Angaben zufolge soll bis Herbst eine Neuauflage des Buches in Angriff genommen werden, die dann auch offiziell bei der Nationalbibliothek hinterlegt werden soll. Die Neuauflage sei ohnehin schon seit Jahren geplant, so Wenninger gegenüber der APA: "Vielleicht schaffen wir eine größere Finanzierung durch die Medienberichterstattung."

"Vizeobmann muss es gewusst haben"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen glaubt nicht, dass der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer nichts von den Nazi-verherrlichenden Liedern der Burschenschaft "Germania" gewusst habe. "Das müssen ja alle Mitglieder dieser Burschenschaft gewusst haben, was in diesem Liederbuch gestanden ist, auch der Vize-Obmann muss das gewusst haben", so Van der Bellen in Straßburg.

Für Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka muss jetzt auch "politisch gehandelt werden". Die Burschenschaft Germania suchte und fand indes einen Verantwortlichen - und suspendierte ihn. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hält Ermittlungen gegen den niederösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer angesichts der Vorwürfe gegen die Burschenschaft Germania für "ziemlich ausgeschlossen", relativierte allerdings später: "Die Aussagen bezogen sich darauf, dass nach meinem Wissensstand aktuell gegen unbekannte Täter ermittelt wird und nicht gegen Landbauer". Es sei ihm um die Schilderung der Faktenlage gegangen, er bedaure die "medial Missinterpretation" seiner Aussagen.

"Augen nicht getraut"

Er habe seinen "Augen nicht getraut", als er diese Texte gelesen habe und dass es möglich sei "auf diese Weise in einem Lied den Massenmord zu verhöhnen", sagte der Bundespräsident gegenüber dem ORF am Rande eines Besuchs im Europarat. Die Frage nach einem Rücktritt Landbauers bezeichnete er als "eine wichtige Frage", aber genauso wichtig seien die Fragen, "was ist das überhaupt für ein Verein, wie viel Wiederbetätigung liegt hier vor?". Er wolle sich nicht in den niederösterreichischen Landtagswahlkampf einmischen, so Van der Bellen. "Mir geht es um übergeordnete Fragen, wie ist es möglich, dass heute in einem regulären Verein ein solches Gedankengut offensichtlich vertreten wird."

Im Netz kursiert inzwischen ein Inserat, über das Landbauer 2010   in der rechtsextremen Zeitschrift "Aula" ein "Liederbüchlein für unterwegs" bewarb, das "traditionelle Lieder der Jugendbewegung, Soldaten- und Volkslieder" enthalte und ein "robuster Begleiter gerade für junge Menschen" sein soll.

Herausgegeben wurde dieses Büchlein von den "Jungen Patrioten", einem "Verein zur Erziehung zu politischer Verantwortung", der vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem klassifiziert und 2011 aufgelöst wurde. Das Liedgut soll zum Teil ident sein.

"Auch nicht im Umfeld dulden"

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka nahm in einem sehr beachtlichen Interview im ORF-Morgenjournal klar Stellung: Er wurde gefragt, ob er sich, wie Kanzler Sebastian Kurz, darauf zurückziehe, dass die Bestimmungen des Verbotsgesetzes einzuhalten seien. Sobotka: "Der Parlamentspräsident hat eine andere Funktion als der Kanzler. Er  hat darauf zu sehen, dass die im Parlament vertretenen Parteien sich ganz klar in ihrer Haltung zum Verbotsgesetz bekennen und dass die Parteien auch in ihren Umfeldern nicht dulden, dass solche Themen gespielt werden, unter der Hand oder wo auch immer. Dass die Parteien selbst einen Beitrag zu leisten haben zur Aufarbeitung der Geschichte Österreichs aber auch ihrer eigenen Organisationen."

PK INNENMINISTERIUM ZU ANTI-TERROREINSAeTZEN: SOBOTKA
Ex-Innenminister Wolfgang Sobotka: "Dafür sorgen, dass solche Themen nicht gespielt werden, auch nicht unter der Hand oder wo immer" Foto © APA/HANS PUNZ
 

Heute tagt die Präsidiale, das Gremium der Klubobleute im Parlament. Auch dort werde er das zum Thema machen. Er gehe davon aus, dass sämtliche Klubobleute dazu eine klare Haltung haben.

Sobotka wurde auch gefragt, ob er, als studierter Historiker  - die Meinung des niederösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer  teile, wonach das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ein Teil jener "linken Meinungsdiktatur" sei, die man nicht ernst nehmen müsse. Sobotka: "Ich habe selbst einige Monate dort gearbeitet, die Quellen benutzt. Die Arbeit des Dokumentationsarchives ist ganz wichtig, um ein klares Bild zu bekommen von unserer Geschichte."

Verantwortlichen identifiziert und suspendiert

Die Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt hat inzwischen den für die Erstellung des Buches Verantwortlichen identifiziert und suspendiert. Der Mann werde sich den Behörden stellen, teilte die Burschenschaft der APA Donnerstagfrüh mit.

Der Verantwortliche wurde bei einer Versammlung Mittwochabend identifiziert. Die Burschenschaft betonte erneut, dass bei allen Liederbüchern, die sich im Besitz des Vereins befinden, die entsprechenden Liedtexte geschwärzt seien. "Dennoch bleibt weiterhin Gegenstand der Untersuchung, warum es offensichtlich dieses vorliegende Liederbuch gibt."

Die Burschenschaft bezeichnete die NS-Texte als "widerlich, abartig und jenseitig und lehnt jegliche Verherrlichung und Verharmlosung von Verbrechen der NS-Diktator ab. Die Verbindung unterstützt jede Maßnahme der Behörden, die zur Aufklärung beitragen", so der stellvertretende Obmann Philip Wenninger.

Kickl: Keine Ermittlungen gegen Landbauer persönlich

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hält indes Ermittlungen gegen den niederösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer persönlich angesichts der Vorwürfe gegen die Burschenschaft Germania für "ziemlich ausgeschlossen".

"Er hat seine Position klargelegt. Er war zu diesem Zeitpunkt, als dieses Buch in Umlauf gebracht wurde, glaube ich, elf Jahre alt. Er ist viel später in diese Verbindung eingetreten und hat sich auch ab dem Moment, wo er von diesen Dingen Kenntnis erhalten hat, unmissverständlich und klar distanziert. Da hat er ja nichts an Klarheit vermissen lassen", sagte Kickl.

Der Innenminister betonte, es sei "festzuhalten, dass diese Texte selbstverständlich völlig inakzeptabel sind. Das hat auch die Freiheitliche Partei in der Vergangenheit immer gesagt". Es gebe "null Toleranz gegenüber Rechtsextremismus und Nationalsozialismus". Später ergänzte er, er bedaure die "mediale Missinterpretation seiner Aussagen". Er habe nur die aktuelle Faktenlage beschreiben wollen, wonach derzeit gegen unbekannte Täter ermittelt werde. Die Opposition, allen voran SPÖ-Geschäftsführer Max Lercher, hatte scharfe Kritik  "am Versuch von FPÖ-Innenminister Kickl, sich in das Verfahren in SachenUudo Landbauer einzumischen" geübt.

Niemals verwerfliche Lieder gesungen

Landbauer  bekräftigte indes seine Position, niemals in der Burschenschaft "Germania" NS-verherrlichende Lieder gesungen oder solche in seiner Anwesenheit gehört zu haben. Jegliche Rücktrittsforderung wies er zurück. Er sei nicht mehr Mitglied in der Burschenschaft, antwortete er auf die Frage von "ZiB2"-Moderator Armin Wolf. Ob ruhende Mitgliedschaft oder Austritt sei Wortklauberei.

PK FPOe NIEDEROeSTERREICH „DER NIKOLO DARF NICHT STERBEN!: LANDBAUER
Udo Landbauer, FPÖ-Spitzenkandidat in Niederösterreich Foto © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Landbauer verlangt Aufklärung, Prüfung und gegebenenfalls Sanktionen. In seiner Zeit habe es nie rassistische Vorkommnisse gegeben, die nicht zu Konsequenzen geführt habe, sagt der FPÖ-Politiker. Landbauer moderierte den Stellenwert von Liedgut herunter. Es werde nicht bei jedem Treffen gesungen. Er selbst sei "nie ein guter Sänger gewesen" und habe sich deshalb nicht mit dem Buch befasst.

 

Udo Landbauer: Kenne das Liederbuch so nicht

Am Donnerstagabend wurden Vorwürfe laut, wonach FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Gast bei der 100-Jahr-Feier der Germania gewesen sei und von dieser ein Ehrenband überreicht bekomme habe. Strache ließ allerdings dementieren - es habe sich um die Veranstaltung der Dachorganisation gehandelt. Strache selbst ist bekanntlich Mitglied der Mittelschulverbindung "Vandalia".

Kommentare (99+)
3GXD3JEOE2FPOHCG
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create

In dem Sinn hast du recht, du fragst ja WARUM. Ich kann mir vorstellen, dass die Durchorganisierung unserer Welt, der Reiz des "Verbotenen" etwas mit Radikalisierung (in jeder Art) zu tun hat.
Warum es grade der Nationalsozialismus ist, der die Menschen immer noch anzieht, wird dadurch freilich nicht beantwortet. Die Angst vor dem Fremden spielt das sicher eine Rolle, nur grade bei den "Burschen" die ja alle zumindest auf einer höheren Schule waren, dürfte das eigentlich keine Rolle spielen. Der Antisemitismus ist ja nicht auf Österreich beschränkt (liegt nach neuen Studien in Westeuropa bei 24% (Österreich ca. 28%) und in Osteuropa bei über 30%. Aber auf das WARUM Menschen antisemitisch eingestellt sind, habe ich auch keine Antwort. Rassismus hat wohl auch was mit Erziehung zu tun.

X22
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Vielleicht kann dir diese Doku, gestern in Orf2 eine Antwort geben. "Das radikal Böse"

"Der Oscar Gewinner Stefan Ruzowitzky erzählt spannend und bewegend von den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen: Das Töten unschuldiger Menschen. Massenerschießungen von jüdischen Zivilisten. Das ist das ultimative Grauen, das uns heute unvorstellbar erscheint.
Wie kann ein Mensch so radikal böse werden? Wie konnten Einsatzgruppen und Soldaten im Zweiten Weltkrieg die Massenexekutionen durchführen und danach weiterleben? Wie konnten sie zu ihren Familien als Väter und treusorgende Ehemänner zurückgehen, mit dem Wissen, Frauen und Kinder getötet zu haben?"

tvthek.orf.at/profile/Das-radikal-Boese/13888352/Das-radikal-Boese/13962857/Das-radikal-Boese/14226800

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Und wenn ich meinen zweiten Satz

nochmal genau betrachte, erkenne ich durchaus Ansätze ...

cleverstmk
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Armutszeugnis

Es ist ein absolutes Armutszeugnis für einen Kanzler, wenn ihm nur diese Ausflüchte zum täglichen braunen Sumpf einfallen.
Klare Worte schauen anders aus , siehe VdB!!!
Aus Machtgeilheit Kanzler zu werden und damit alles andere zuzulassen ist zum fremdschämen.

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Kurzens Ausflüchte

"Wer für so etwas verantwortlich ist, solche Lieder singt oder diese Inhalte verbreitet, der agiert nicht nur abscheulich antisemitisch und verhetzerisch, sondern macht sich in unserem Land auch strafbar."
Was soll er noch machen, Landbauer verhaften lassen? Ihn foltern lassen, bis er zugibt mitgesungen zu haben?
Strache in den Gulag schicken? Auswandern?
Bitte erklär mir, was angemessen ist?

X22
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Angemessen reagieren darauf,

"wir müssen dem einen Riegel vorschieben, wir werden dem ein Ende setzen und die Regeln genauer definieren", oder so ähnlich, neue Rechte haben andere Feindbilder und dies gehört genauso aufgearbeitet, nur auf den Antisemitismus hinzielen ist meiner Meinung zu wenig.

Lodengrün
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Ach @Gerhard

Ihre tuerkis/blaue Brille wird schon langsam unertraeglich. Wer hat von Verhaftung gesprochen. Es waere schon einmal ein erster Schritt wenn HC dem Schilehrer einmal die Kanditatur entzieht und wenn der es nicht macht Herr Kurz dies Herrn Strache unmissverstaendlich nahe legt.
Aber wie @cleversteiermark richtig schreibt, die Machtgeilheit verschliesst diesen beiden Herren Auge, Mund, Ohr.

Legu
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Leider...

wurde das Problem nicht sofort mit der Installierung der Politiker nach Kriegsende in Angriff genommen ???
Wieviele Nazis wurden bestellt: als Richter, Staatsanwälte, in den Ministerien ( bis zum Hofratl/ Sektionscheferl etc. u.a. ) Polizei und, und, und Halböffentlichen und Öffentlichen Landes-Bundesdiensten/ Verwaltungen/ Betrieben ???
so konnte dieses braune Supperl bis heute dahinköcheln...

3GXD3JEOE2FPOHCG
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Lodengrün

Das kann Strache nicht. Das kann nur die FPÖ NÖ. Wir sind eine Föderation, Lodengrün. Aus gutem Grund.
Schau mal: Gegen den SPÖ LH von Kärnten ermittelt die Staatsanwaltschaft. Soll Kurz den jetzt auffordern zurückzutreten. In einer Republik muss man sich auch an die Regeln halten. Hat mit türkiser Brille nix zu tun.

6N90XN8ZW1THYHOG
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gerhard, Sie wollen aber nicht wirklich das "Finanzverbrechen", wessen der LH beschuldigt wird,


mit der Verantwortung eines Vizepräsidenten einer Burschenschaft für die Verbreitung von Na.zi-Gesangsliteratur vergleichen?
Etwas Anderes ist, dass es für den Kurz jetzt immer "enger" wird, denn die Zeit der schönen Sprüche und des "unschuldig-angepatzt-werdens" ist nun vorbei: Das freut mich ein wenig ;-)

"Messt die neue Regierung an ihren Taten" - ja, das werden wir alle, in Österreich und in Europa, wenn nicht am ganzen Globus!

Irgendeiner
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Dorthin

Wo sie gegen Arme eifern,
gegen Minderheiten geifern,
wo man böse Reime spinnt,
damit echtes Blut dann rinnt,
wo die Gier ein Ehrenzeichen,
wo die Herzen nie erweichen,
wo ein jeder Sündenbock,
Stockerl ist zum nächsten Trog.
wo die klaren Worte fehlen,
wo mit fremdem Geld sie hehlen,
wo ein Kopf niemals ein Leser,
nur ein Stück für Ohrenbläser,
wo, wenn Wasser einen frißt,
eine Seefahrt lustig ist
dorthin, zum Parolenlallen,
bist Du durch Geburt gefallen.

Irgendeiner
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Es ist Zeit! Ein neuer Stil!

Wie die Alten sungen! Man lacht!

UHBP
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Was nun?

Die FPÖ überlegt wahrscheinlich gerade, welche Linkslinken ihr bzw. der Burschenschaft diese Bücher "untergeschoben" haben und
Kurz schreibt schon an einem Strategiepapier wie er die Wähler bei der nächsten Wahl wieder vera.. kann. Als Farbe wird derzeit holzgrau favorisiert.
Man muss vorbereitet sein, weil die nächsten Wahlen kommen möglicherweise früher als man glauben möchte.

Sepp57
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Der Strache

hat eigentlich von diesem rechtslastigen Getue die Schnauze voll. Er ist ja mittlerweile auch schon etwas im höheren Alter, hat an Gewicht zugelegt, trägt Trachtenjanker, also rundum etwas gemäßigter halt. Möchte lieber ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft sein. Im Wirtshaus sitzen, sein Gulasch essen, sein Bier trinken und seine Ruah haben.
Aber geht nicht! Weil er halt die Geister, die er vorher gerufen hat, nicht mehr los wird. Das ganze braune Gewürm, das zum FPÖ-Honigtopf gekrochen ist, weil man halt früher die einschlägigen Sprüche abgelassen hat!

Planck
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Ach.

Ist das so?

Sepp57
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Das ist

vermutlich so. Wos Genaues woaß ma net.
Aber Strache hat sich definitiv gegen den Nationalsozialismus gewandt, so weit ich das beurteilen kann, glaubhaft. Er will eine Annäherung an Israel. Er hat eine gemeinsame EU-Armee angeregt (zum Entsetzen seiner Partei).
Strache gehört in der Partei nicht (mehr) zu den Rechts-Fundamentalisten, er ist eher ein Realo-Pragmatiker. So wie das alte FPÖ-Establishment (etwa Norbert Steger, war unter Sinowatz ebenfalls Vizekanzler).
Natürlich sind Zweifel berechtigt. Vielen ist Strache immer noch zu sehr "patriotisch".

checker43
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Er

trägt noch häufig Coleur und geht dieses Jahr auf den Burschenschafter/Akademikerball. Ihre Vermutung geht an den Tatsachen vorbei.

3GSTDTIYBPV9V9FE
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BP Van der Bellen

glaubt dem Landbauer nicht, dass dieser die Lieder seiner Vereinigung nicht gekannt habe. Ich kann dies nicht beurteilen und maße mir das auch nicht an, dazu gibts den Verfassungsdienst und die Gerichte. Den Herrn Bundespräsidenten möchte ich aber schon fragen, ob er als Mitglied des grünen Klubs auch nichts von den "Aktivitäten" seines Klubbruders Peter Pilz gewußt hat und dazu bewußt geschwiegen hat. Den Vogel aber schießt der oberste "Nichtswisser " Kern ab, der von moralischer Verantwortung spricht , selbst der flachste in dieser Disziplin ist, sonst wäre er schon längst zurückgetreten. Zum Abschluß für Alle, die nun über mich herfallen werden: ich bin absolut kein Rechter oder Judenhasser, aber ich mag keine Scheinheiligkeit!

Mein Graz
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@neudorf12

Du bist kein Rechter oder Judenhasser, hasst du also einfach nur alles, was Links ist?
Oder wie ist deinen Scheinheiligkeit zu verstehen, denn alles was vor einem "aber" kommt wird durch eben dieses Wort völlig unglaubwürdig.

Irgendeiner
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Äh, naja,erstens wissma natürlich nicht nachweislich obs Landbauer,der Mickl-Leitner

als Moslemmama ausstaffierte das personlich kannte oder nicht,wasma wissen ist, daß einer da ist ders herausgab, ein Pensionist,der hat sich offenbar jetzt gemeldet und der hat wohl ein einsames Geschäft verrichtet,denn eine Vereinigung von 70 Hanseln hat das kollektiv nicht gekannt.Womit sich die Abfolge so darstellt,einer, nennma in Mr.X wollte ein gar böses Liederbuch herausgeben und 70 Mitglieder habens gesponsert, wollten es aber nimmer sehen.Und dann bekam der Sünder später Bedenken und hat das niemandem bekannte Druckwerk auch noch ganz allein eingeschwärzt,keiner frug was er da tut,muß ein ungeheuer einsamer Mensch sein.

Planck
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Es ist durchaus nicht ohne Witz,

wenn einer sich bemüßigt fühlt, zu eröffnen, was er denn >nicht< sei *gg
Im Regelfall kommt dann irgendwann ein "aaaaaber", und das bedeutet mit Sicherheit, dass der Witz, den die Sache hat, dem Delinquenten absolut und auf die finsterste Weise verborgen bleibt.

Nein, kleiner Freund, Sie sind nicht nur nicht kein Rechter und kein Judenhasser, Sie sind ganz was anderes.
Von Ihnen gibt es mehrere.

mapem
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Na ja, Scheinheiligkeit magst (teilweise) nicht …

weil: sind die drei Affen der blauen Begründungsautomatik nicht auch sowas wie Scheinheiligkeit?
Okay – ein Rechter bist natürlich nicht - aber auf den Whatsaboutism stehst – gell?!
Beste Grüße nach Neudorf 12!

sageni
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kanzler kurz ...

... verantwortung wahrnehmen und nicht die situation „aussitzen“!!!!!!!!
das ist ihre verantwortung- stellen sie sich dieser!!!!!

f5b432e6f365193666f52e88f391c6e6
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Der Kurz und der Strache rauchen Grad eine,

Und diskutieren, wie sie da wieder raus kommen ;-)

Sepp57
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Ist Landbauer

ein Alien? Der kann ja als Double von Florian Silbereisen gehen. Also, wenn der sonst auch so dünn ist . . .

bmn_kleine
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Re Alien

Also ausserirdisch sind seine Ansichten jedenfalls...

Sepp57
2
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Ich würde sagen,

unterirdisch . .

bmn_kleine
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@sepp57

Stimmt!

Apulio
5
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Hat Innenminister Kickl

auch das Justizministerium übernommen??

blackpanther
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Hat er nicht gewusst

Er kann halt noch nicht wissen, welches Ministerium er da bekommen hat! Als Laie muss er sich da erst einlesen. Kurz hat bereits nach wenigen Wochen das Heft vollkommen aus der Hand gegeben!

voit60
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die Verantwortung für diese Regierung

trägt leider der Kurz und sonst niemand.

hermannsteinacher
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Ministerverantwortung

hat der jeweilige Bundesminister!

voit60
3
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ohne Kurz

gäbe es keinen blauen Minister

SoundofThunder
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🤔

Das sagt auch schon die Zürcher Zeitung . Diese Affäre schlägt schon im Ausland hohe Wellen.Österreichs Ansehen im Ausland sinkt.

hfg
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Vizebürgermeister von Graz

Ist natürlich auch Burschenschafter - wieviele andere Politiker aus allen Lagern - jetzt werden vermutlich überall nicht nur vom Falter - alle Liederbücher und sonstigen Materialien durchforstet.
Das aufgetauchte Liederbuch wird nicht das einzige Problem sein. Es gibt ja noch mehrere Wahlen - anschwärzen wird wieder modern.

Mein Graz
0
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@hfg

Nicht "anschwärzen", sondern "schwärzen" in Büchern. Und das Rausreißen von Seiten, so dass jeder behaupten kann: das hab ich nicht gewusst!

hfg
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Schwarzenegger

Wieviele Todesurteile wurden unter seiner Amtszeit grausam vollstreckt? Wieviele Gnadengesuche hat er abgelehnt?
Wieviele Unschuldige waren rein statistisch dabei?
Seine Moral (Betrug der Ehefrau, Hummerfahren, Motorradfahren ohne Führerschein (oder ist das Wort FÜHRERSCHEIN auch Nazidiktion) und seine Kommentare sind entbehrlich.

Aurelia22
11
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Total richtig..

sehe das genauso.

Lodengrün
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Am Ende des Tages

sind wir die Dodeln. Strache wird das schon so managen das alles Hysterie und Absicht der Linken war. Kurz wird ihm im Lichte Kanzler sein zu dürfen alles glauben.

schteirischprovessa
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Der Aufruf der wahrscheinlich linken Professoren ist etwas übertrieben,

da würden eine Menge Akademiker, die sich persönlich nichts zuschulden kommen lassen haben, quasi gemobbt bzw. in der Ausübung ihres Berufes eingeschränkt werden. Nur dass gegen all jene, die an der Verfassung und Verbreitung dieses Liederbuches oder ähnlicher Schriften beteiligt sind, entsprechend den Gesetzen vorzugehen ist, versteht sich von selbst. Da bin ich aber auch überzeugt davon, dass dies geschehen wird.

pink69
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Fasten- u. Schweigezeit

sollte vorüber sein Hr. Kanzler Kurz. Jetzt kommt genau das zum Vorschein was viele prophezeit haben, Ihre Unerfahrenheit ! Was da in den letzten Tagen in und um Ihrem Regierunsgteam abläuft, nun nun die angebliche Abhöraktion von Hr. Strache, stinkt zum Himmel. Hier sind Sie nun ganz mächtig gefordert ordentlich Stellung zu beziehen und nicht halbherzig über Ihre Sprecher irgendwelche Statements abzugeben.

penunce
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Was haben die Wähler gemacht ?

Sie haben Rot und Schwarz abgewählt, denn sie wollten dass die Regierung arbeitet und nicht andauernd im Streit über sich selbst ist.

Jetzt vor der Wahl in NOE werden die Roten munter und natürlich erneut über den Falter.

Was der Falter noch über die FPOE hat, das weiß man nicht, aber es dürfte ein sehr langer Kampf gegen diese Regierung werden.

Eyeofthebeholder
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@penunce: Von welcher Wahl sprichst Du?

Schwarz und Rot hatten bei der letzten NR-Wahl jedenfalls jeweils mehr Stimmen als bei der Vorletzten. Die Wähler haben also eindeutig Schwarz/Rot wiedergewählt! Dass Kurz den Wählerwillen mit Füßen tritt ist hingegen ein anderes Thema.

bmn_kleine
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@penunce

Wenn der Falter noch einiges über die FP haben sollte, dann wahrscheinlich deshalb, weil anscheinend einiges über die FP existiert.

Nebenbei: Kein Wähler kann etwas "abwählen". Man kann nur eine Partei wählen. Welche Koalitionen dann gebildet werden, kann der Wähler/die Wählerin wohl eher nicht bestimmen.

gerry2kzf
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Die SPÖ als Verliererpartei hört nicht auf mit der Anpatzerei.

Die können wirklich nicht verlieren und versuchen es weiterhin mit allen Mitteln.

H260345H
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BLAU-gerry, lange wirst du dich

über die BLAUEN in der Regierung nicht mehr freuen können, die ruinieren sich gerade selbst!

Aurelia22
4
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Die Spö war zweitstärkste..

Partei bei den Wahlen. Nur weil Kurz mit ihnen nicht arbeiten will, kam es dazu das die FPÖ jetzt mitregiert. Aber es ist eh nur mehr eine Frage der Zeit und die müssen endlich wieder gehen. Rücktritt ist das beste so schnell wie möglich bevor diese Partei noch mehr Schaden anrichten kann.

paulrandig
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gerry2kzf

Schon komisch. Da suhlt man sich gemütlich in der braunen Brühe, schreit aber laut "Anpatzer", wenn jemand sagt, man sei dreckig.

knapp
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KANZLER - MACH WAS

Now it's on you.... Mr. Kurz.

isogs
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Verantwortung

Wer Verantwortung für einen Club trägt muss sie auch wahrnehmen wenn man auch nicht alles weis. Daher bleibt wohl nur ein Rücktritt von seinen Ämtern.
Verantwortung kann man nicht wegschieben wenn's brenzlig wird.

altbayer
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Ich bin ganz ihrer Meinung

Für DAS stehen die Clubchefs ja im Rampenlicht - die Verantwortung sollen sie auch übernehmen.

Zitat:
"Wer Verantwortung für einen Club trägt muss sie auch wahrnehmen wenn man auch nicht alles weis. Daher bleibt wohl nur ein Rücktritt von seinen Ämtern.
Verantwortung kann man nicht wegschieben wenn's brenzlig wird."

Was war mit den Silberstein?
- Herr Magister Kern bitte deshalb auch zurücktreten!

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