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''Fracht kommt zu spät''Von der Leyen übt Kritik an Staus an Grenzen

Die deutsche Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock warnte davor, die Errungenschaften des Schengenraums aufs Spiel zu setzen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen © APA/AFP/ARIS OIKONOMOU
 

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich besorgt über die Megastaus wegen der neuen Grenzkontrollen in Europa. Tausende Menschen seien gestrandet, sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

"Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen." Die deutsche Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock warnte davor, die Errungenschaften des Schengenraums aufs Spiel zu setzen.

Comeback für Grenzkontrollen

Mit dem Schengen-Abkommen fielen am 26. März vor 25 Jahren die Grenzkontrollen zwischen Deutschland und sechs anderen Staaten. Heute umfasst der Schengenraum 26 europäische Länder. Doch zur Eindämmung der Coronavirus-Krise hatten etliche von ihnen in den vergangenen Tagen wieder scharfe Kontrollen eingeführt, auch Österreich.

Von der Leyen sagte, Gesundheitsschutz sei zwar richtig. "Aber wir müssen gemeinsam Lösungen finden, die unseren Binnenmarkt in Gang halten", fügte sie hinzu. Die Situation habe sich seit Beginn der Woche etwas gebessert. Die Kommission arbeite daran, dass alle EU-Bürger sicher nach Hause zurückkehren könnten und die Volkswirtschaft keinen gravierenden Schaden nehme. An diesem Freitag werde die zuständige EU-Kommissarin Ylva Johansson erneut mit den EU-Innenministern beraten.

Von der Leyen hatte Leitlinien für einheitliche Verfahren und "grüne" Spuren für Lastwagen mit wichtiger Fracht vorgeschlagen und auch Zustimmung der EU-Staats- und Regierungschefs bekommen. Die Umsetzung ist aber schleppend.

"Schengen hat unser Leben besser gemacht"

Baerbock betonte: "Schengen hat unser aller Leben besser gemacht. Frei reisen, frei handeln, sich frei bewegen, das gehört zur Stärke Europas." Die kilometerlangen Staus und die vielen Stunden Wartezeit zeigten, worauf man ohne diese Abkommen verzichten müsste.

In der Corona-Krise sei es natürlich sinnvoll, den Reiseverkehr und Tourismus auszusetzen. Aber in den vergangenen Jahren habe man auch erfahren, dass "keine der großen Errungenschaften der Einigung in Europa mehr selbstverständlich" sei, sagte Baerbock.

Kommentare (9)

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duerni
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Die EU wird in die Geschichte eingehen als...........

…. "Organisationsmonster ohne positiven Einfluss auf Europa". Die Nationalstaaten auf unserem Kontinent eignen sich nicht für ein United Europe. Eine Wirtschaftsunion Europa - WE - könnte extrem schlanker sein und würde bewirken, was in Europa möglich ist - und mehr geht ohnehin nicht.
Oder wollen wir ein allgemeines Sozialsystem, das an die Möglichkeiten Bulgariens angepasst wird?
Die Briten sind ausgestiegen - werden 3, 4 herausfordernde Jahre erleben - dann aber wesentlich besser aufgestellt sein als die bis dahin abgewirtschaftete EU.
Italien erlebt mit Corona ein Disaster - und warum? In der Lombardei haben sich Chinesen eingenistet, die mit CHINESISCHEN Arbeitskräften, die zu Hungerlöhnen Textilien herstellen, die wir Europäer arbeiten dann zu Spotpreisen kaufen können. Und die CHINESISCHEN Untergeber verdienen daran. Das Corona Distaster in Italien ist hausgemachte Globalisierung.
Mir ist egal, dass ich hier als Globalisierungsgegner gelte, der die Realität verleugnet - ich bin alt genug, um das noch bevorstehende Dilemma gelassen zu sehen. Unsere Jugend, mit fehlendem Weitblick und mangels an Erfahrung, wird ein böses Erwachen erleben - und das sollte uns zumindest zum Nachdenken anregen.

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Civium
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Ich fühle mich von

BRÜSSEL im Stich gelassen, alles was getan was zum Schutz getan wurde ist national getan worden.
Frau von der Leyen, lassen sie uns zur Zeit mit Schengen in Ruhe!!

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grazspotter
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Die gute alte EU

Immer öfter zeigt sich......................niemand braucht sie wirklich! Kaum gibt es eine Krise dauert es ewig bis die Bürokraten in Brüssel mal in die Gänge kommen.
Da wird diskutiert, verhandelt und weiter diskutiert. Hätten die Mitgliedstaaten bei der aktuellen Corona-Krise auf Brüssel gewartet, gäbe es in ganz Europa bereits Zustände wie in der Lombardei. Auch die Aussagen von Ursula von der Leyen bzgl. Wiederöffnung der Binnengrenzen zeigen deutlich, wie unfähig und geradezu naiv in Brüssel mit Problemen umgegangen wird. Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass die EU in ihrer bestehenden Form gescheitert ist.

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melahide
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Die EU

ist -leider muss man sagen - tot. Ein System, in dem nationalstaatliche Interessen mehr zählen als die Gesamtheit kann eben nicht funktionieren.

Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten. A) Die EU reformieren und aus den Nationalstaaten Bundesstaaten machen. Mit einem vom Volke gewählten Präsidenten und Parlament
B) die EU reformieren und daraus einen losen Staatenbund machen, der den Austausch von Waren und Dienstleistungen regelt.

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shaba88
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van der leyen

Was für eine Enttäuschung diese Frau ist, D ueberlaesst Franzosen Intensivbetten, und blockiert für Österreich medizinische Ausrüstung, auch manche onlinehändler liefern solche Artikel nicht mehr nach Österreich. Bayern und Macron führten noch Kommunalwahlen durch, unfassbar. mit Van der Leyen, Macron und ausgebrannter Merkel, die nicht und nicht loslässt, wird die EU zum degenerierten Auslaufmodell.

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Karl Paseka
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Freier VIRENAUSTAUSCH !

Ist doch klar das sich dadurch auch der Virus über die Grenzen verbreitet und das müsste man ihnen nicht Extra schreiben, doch SIE hätten die Warenverfügbarkeit erhöhen können in dem man den Frächtern die Förderung streicht und die FRACHT AUF die BAHNVERLADET. DIE KÖNNEN 24 std. Durch fahren und man muss nur an den Zielbahnhöfen die Verteilung besser Organisieren. OCH Tschuldigung das ist für SIE ein Fremdwort und ob sich da die Richtigen Berater finden lassen ? SIE sollten den job zurück legen als Kommisarspräsidentin er überfordert SIE.

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Reipsi
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Wo bleibt die EU

in diesem Fall , schreiben uns ja so auch verschieden Blödsinn vor , aber jetzt ist Funkstille und von ganz Oben hört man auch nix , jetzt müsst reagiert werden, bewegt Euch bitte dafür seid ihr da.

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tomtitan
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Vom LKW auf die Schiene - ups, geht ja nicht

da ist die Frächterlobby viel zu mächtig...

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redniwo
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Wer im Glashaus sitzt

Wenn sich die deutschen Nachbarn vielleicht dazu herablassen könnten, sich für die Blockade der medizinischen Ausrüstung zu entschuldigen, wäre das evtl ein Beitrag um die Spirale der Abschottung zu beeinflussen.

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