Eine Tafel, so lange, dass der handelsübliche Zollstab nicht ausreicht, um ihre Länge zu messen. Auf der einen Seite der russische Präsident Wladimir Putin, auf der anderen seine Gesprächspartner. Dazwischen: viel Abstand. So empfängt Putin nicht nur ausländische Staatsgäste wie den deutschen Kanzler Olaf Scholz, sondern auch seine eigenen Berater. Der Machthaber lässt im wörtlichen und im übertragenen Sinn nur wenige an sich heran. Ist der Abstand also als Indikator für die Beziehung Putins zu seinen Gesprächspartnern zu interpretieren? Nein, sagt Russlandexperte Gerhard Mangott von der Uni Innsbruck. Putin dürfte es tatsächlich um die Befürchtung gehen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren: "Ich glaube nicht, dass es da um ein Signal geht."