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Ernüchternde BilanzZehn Jahre nach Arabellion graben sich Machtmissbrauch und Misere im Nahen Osten immer tiefer ein

Vor genau zehn Jahren begann in Tunesien der Aufstand gegen die autoritären Herrscher in der arabischen Welt. Geblieben ist nicht viel vom Aufbruch der Jugend.

© dapd
 

Ein Jahrzehnt ist es her, dass der Millionen-Jubel vom Boulevard Habib Bourguiba in Tunis über den Tahrir in Kairo bis an die Corniche von Bengasi zog. Fasziniert verfolgte die Welt, wie ein arabisches Volk nach dem anderen mit heroischem Mut versuchte, seinen Diktator abzuschütteln. Ins Rollen kam das kollektive Aufbegehren am 17. Dezember 2010 in Tunesien, ausgelöst durch den Gemüsehändler Mohamed Bouazizi, der sich aus Verzweiflung anzündete und drei Wochen später starb. „Wer wissen will, wie Hoffnung aussieht, der schaue sich die Straßen Ägyptens an“, jubelte damals die bekannte ägyptische Schriftstellerin Ahdaf Soueif.

Kommentare (2)
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zweigerl
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Der Bankrott Arabiens

Der Bericht liefert den Befund für den Bankrott aller arabischen Staaten. Die Liste einer unfähigen Politik liest sich nicht nur ernüchternd, hier werden chaotische Perspektiven an die Wand gemalt, die allein den Schluss zulassen, dass entweder von dieser Region ein atomarer Krieg entfesselt wird oder Migrationsströme ohne Ende gegen Europa anbranden werden. Am schlimmsten ist die Verwendung der EU-Hilfen für den schäbigen Clansreichtum der Machthaber, die davon nichts an die darbende, in entmündigenden "Allah ist groß"-Spintisierereien sich ergehende Bevölkerung weitergibt. Eine in schwindelerregenden Reproduktionsraten sich kräftig vermehrende Bevölkerung steht somit Despoten gegenüber, die wie Assad in einem 1 Milliarden-Dollar-Palast Hof halten und das eigene Volk mit der Hilfe des Autokraten Putin aus dem Land bomben. Kein Versuch wird von diesen verschanzten Autokraten unternommen, die Millionen Vertriebenen wenigstens ansatzweise zurückzuholen. Der Machterhalt ist ihnen wichtiger.

Hildegard11
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7
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Der Islam scheint keine ....

....Religion der Nächstenliebe und Solidarität zu sein. Den monströsen Führern kriecht der Westen sonstwo hinein.