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IrreführungTwitter beschuldigt Boris Johnsons Partei und warnt vor Konsequenzen

Twitter hat der Partei des britischen Premierministers Boris Johnson vorgeworfen, die Öffentlichkeit im Wahlkampf getäuscht zu haben.

Boris Johnson
Boris Johnson © (c) APA/AFP/JONATHAN HORDLE
 

Twitter hat der Partei des britischen Premierministers Boris Johnson vorgeworfen, die Öffentlichkeit im Wahlkampf getäuscht zu haben. Die Konservativen hätten während des TV-Duells von Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn am Dienstag eines ihrer Twitter-Konten geändert, um es wie einen Fakten-Check-Service aussehen zu lassen, erklärte der Kurznachrichtendienst am Mittwoch.

Twitter habe aber globale Regeln, die Irreführung verbieten würden. Jeder weitere Versuch, Menschen durch die Bearbeitung von Konten zu täuschen - wie während des TV-Duells geschehen - werde ernste Konsequenzen haben.

Getürkter Faktenchecker

Die Pressestelle der Wahlkampf-Kampagne der Konservativen hatte den Namen ihres Twitter-Kontos, dem fast 76.000 Nutzer folgen, während der TV-Debatte in "factcheckUK" geändert und war erst danach wieder zur regulären Bezeichnung "CCHQPress" zurückgekehrt. Über das Konto wurden in dieser Zeit Grafiken gesendet, die Aussagen von Johnson unterstützten und von Labour-Chef Corbyn infrage stellten. Der Chef der Konservativen, James Cleverly, verteidigte das Vorgehen und erklärte, man habe klargestellt, dass es sich um eine Website der Partei gehandelt habe.

Twitter hatte vor wenigen Wochen mitgeteilt, jegliche Form politischer Werbung stoppen zu wollen. Die Wahlen in Großbritannien werden damit als erster großer Test für die neue Firmenpolitik angesehen.

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