Trotz OmikronMartin Polaschek: "Die Schulen werden am Montag aufsperren"

Im Ö1-Morgenjournal versprach der Bildungsminister eine Öffnung der Schulen am Montag. Ziel sei es, den Präsenzunterricht trotz Omikron in den kommenden Wochen aufrechtzuerhalten.

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Martin Polaschek
Polaschek: "Die Schulen werden am Montag aufsperren" © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Das Infektionsgeschehen in Österreich wird sich aufgrund der Omikron-Variante von Tag zu Tag beschleunigen. Am Montag tagte die Expertenkommission "Gecko", am morgigen Feiertag wird über neue Maßnahmen entschieden.

Doch wie gut sind die Schulen für Omikron gerüstet? Dazu sagte Bildungsminister Martin Polaschek im Ö1-Morgenjournal: "Die Schulen werden am Montag aufsperren, egal, wie hoch die Zahlen dann sind." Doch auf die Frage, ob und wie lange sie geöffnet bleiben, wollte sich der Minister nicht festlegen: "Wir werden sehen, wie sich das entwickeln wird, es spielen viele Faktoren zusammen, wie zum Beispiel das Infektionsgeschehen in den einzelnen Regionen oder die Auslastung in Spitälern."

Ganz wichtig für den Start am Montag sei es, dass die Kinder am Wochenende zu Hause von den Eltern noch einmal getestet würden. In den kommenden Wochen werden dann pro Woche zwei PCR-Testungen in den Klassen durchgeführt.

Kommunikation verbessern

Auf die Frage, wie der Minister dem Vorwurf der Planlosigkeit in den vergangenen Monaten entgegenzutreten gedenke, antwortete dieser: "Sollte es zu einer Neubewertung der Lage kommen, werden wir uns bemühen, die Schulen rechtzeitig zu informieren. Wir müssen uns anschauen, ob man an den Kommunikationswegen etwas verbessern kann."

Zur Forderung von Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS), bei Omikron-Fällen die Quarantäneregeln an den Schulen zu lockern um großflächige Klassenschließungen zu verhindern, verwies Polaschek auf die Gesundheitsbehörden. Er könne nicht sagen, ob diese auf Basis von Expertenempfehlungen eine Neubewertung vornehmen werden. "Ich bin aber guten Mutes, dass, nachdem viele Lehrerinnen und Lehrer geimpft sind, alle getestet werden, Masken getragen werden, die Fälle in den Schulen nicht so hoch sein werden."


Angesichts der ansteckenderen Omikron-Variante rechnen Experten mit hohen Personalausfällen in der kritischen Infrastruktur, auch in Schulen. Wie viele Ausfälle das Schulsystem abfangen könnte, ist laut Polaschek nicht zu beziffern. Das hänge sehr davon ab, wie viele Klassen und ob Fächer betroffen sind, die auch kurzfristig durch andere suppliert werden können. "Wir haben auf jeden Fall zahlreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen, um kurzfristige Ausfälle abfangen zu können."

Konkret wurde laut Ministerium etwa der Pool aus Lehramtsstudierenden reaktiviert, die ausgefallene Pädagogen ersetzen können. Hier stehen 1.200 Personen zur Verfügung. An kleineren Standorten, in denen mehrere Lehrer sich mit Corona infizieren, könne aber auch punktuell ein Wechsel in den Fernunterricht nötig werden.

Kommentare (35)
Laser19
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"Die Schulen werden am Montag aufsperren" und am Dienstag explodieren die Neuinfektionszahlen.

Beides wird jedoch keinen realen Effekt haben.

Engelchen
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Gott sei Dank ein Unterrichtsminister mit Verstand!

Was unsere Kinder jetzt brauchen ist Stabilität und einen „normalen“ Alltag. Einzig das ständige Masken tragen ist ein Albtraum - vor allem für die Kleinsten. Schade finde ich nur, dass so ein fähiger Mann den Job des Unterrichtsministers angenommen hat. Seine Tage dort sind gezählt, sowie jene der restlichen Regierung inkl. Oppositions- ob er dann seinen Traumjob als Uni Rektor wiederbekommt steht in den Sternen.

peter800
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is doch dummsinn

montag aufzusperren damit alle elter sich darauf einstelen das offen ist, um dann dienstag/Mitwoch wieder zuzusperren damit alle eltern schreien warum ist jetzt zu`, was sollen wir tun..

2 Wochen jetzt zum Peak noch zulassen und gut is

schteirischprovessa
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Der Vorteil durch die hohe Testfrequenz ist, dass viele Infektionen früh erkannt werden.

Der Nachteil ist, dass der Virus in den Schulen ideale Bedingungen findet und von den Kindern rasch verbreitet wird.
Wenn die armen Kinder im Sommer neun Wochen Ferien ohne Schule aushalten können, sollten zwei oder drei Wochen Fernunterricht zum Höhepunkt einer Welle auch zumutbar sein.

cockpit
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und am Dienstag zu

.

wiwo64
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"Die Frage wird sein wie lange die Schulen offen halten"

Nun ich wage einmal einen Blick in die Zukunft.
Die PCR Tests sollen flächendeckend erfolgen 2 mal pro Woche. Bei der hochinfektiösen Omikron Variante wird es nicht lange dauern, dass viele SchülerInnen und auch LehrerInnen ebenfalls positiv getestet sind und daher nicht mehr in die Schule dürfen (je nach bisheriger Information für 5-10 Tage Quarantäne) Es wird in der Folge zu Klassenzusammenlegungen kommen und das Spiel geht einfach weiter,
aber
auch die Eltern der infizierten Kinder bzw. die Kinder der infizierten LehrerInnen deren im gleichen Haushalt lebenden weitere Personen werden als K1 Personen in Quarantäne müssen.
Das heißt, nicht nur die Schulen, sondern rundherum wird es an Personal vor Ort mangeln.
Und darauf sollten wir uns ehebaldigst einstellen.
Das ganze gleicht einem Schneeball der in Windeseile sich zu einer massiven Lawine auswächst.
Eine Lösung habe ich da auch nicht, außer dass was ich immer schon propagiere: Hirn einschalten und alles tun um eine Ansteckung und Weiterverbreitung so weit wie möglich zu vermeiden. (Masken, Abstand, Hygiene, Impfen und Testen auch für geimpfte oder genesene Personen).
Wir werden damit die Welle weder brechen noch werden wir die Ausbreitung des Virus verhindern. Aber wir könnten dazu beitragen, dass wir die Welle eventuell flacher halten, auch wenn es dadurch länger dauern würde und könnten eventuell die kritische Infrastruktur länger am Laufen halten und da meine ich jetzt nicht nur die Spitäler und Pflegeeinrichtungen.

Bobby_01
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Da aktiviert

Der Bildungsminister noch den turbo.
Es muss doch zu schaffen zu sein das Land an die Wand zu fahren.

gonzolo
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Neuer Minister – altes Schema: „Die Schulen MÜSSEN auf jeden Fall offen bleiben – egal wie und was!“

Und wenn dann ab Montag wieder eine gute Million täglich unterwegs ist, ist´s wohl so etwas wie ein Brandbeschleuniger für das Infektionsgeschehen – ob man mit solch einer Politik den Peak der Infektionen niedrig halten und zeitlich in die Länge ziehen kann, bis eine Durchseuchung dann mal erfolgt ist, können vermutlich schon Volksschüler beantworten.

Warum man nicht gleich generell das home-schooling – mit der Option, dass Schüler in die Schule kommen können, die zuhause nicht betreut werden können (das war ja von Anfang an auch immer möglich) – ansetzt, ist ein Rätsel.

Dass man den gesamten Schul- und Bildungsbereich stets immer so behandelt, als wär er überhaupt nicht von Covid betroffen und als hätte die Schule auch keine Auswirkungen auf den Infektionsverlauf, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Pandemie … und auch der neue Minister scheint weiter nach diesem Schema vorzugehen.

Oft meint man, dass ein Unterrichtsminister gleich grundsätzlich im vorauseilendem Gehorsam genau so handelt, um sich wohl ja nicht den Zorn der Eltern einzuhandeln, die wiederum weniger die Gesundheit ihrer Kinder im Kopf zu haben scheinen, als vielmehr das (Horror?) Szenario, dass dann die lieben Kleinen wohl unerträglich viel Zeit zuhause wären?!

Balrog206
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Da

Würde wohl jemand gern um Pyjama seine Stunde abhalten ! Lächerlich dieses Panik Orchester!
Übrigens hast du Erfahrung mit Kindern im Home schooling gemacht ?

checker43
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Was

würde denn Home-Schooling vermeiden? Glauben Sie, Omikron würde dann diese Kinder nicht erwischen?

gonzolo
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Du nennst dich ja checker …

also solltest den ersten Absatz oben ja wohl auch checken – oder?!

checker43
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Verstehe

ich, ja. Sie meinen also, die Infektionen in den Schulen würden Ältere außerhalb der Schulen gefährden? Und diese Gefährdung könnte durch Home-Schooling signifikant verringert werden?

Das mag bei Delta gestimmt haben, bei Omikron nicht mehr.

gonzolo
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ad checker: Genau deshalb, weil Omikron wohl jeden früher oder später mal erwischen wird,

wäre es sinnvoll sofort das Home-Schooling anzufahren – erstens, um gleich das dann einzige mögliche System des Unterrichts schon am Laufen zu haben – und zweitens, um die wohl unumgängliche Durchseuchung zeitlich in die Länge zu ziehen, damit nicht in einigen bzw. vielen Bereichen die gesamte Infrastruktur zusammenbricht … flache verteilte Welle, anstatt Tsunami-Walze …

Wenn sich dann ab Montag - zusätzlich zum Normalbetrieb des alltäglichen Lebens - mehr als eine Million Menschen täglich auf den Weg machen, wird es den Infektions-Peak kurz darauf ordentlich in die Höhe schnalzen - und dann herrscht eine unabsehbare Kollaps-Gefahr in vielen Bereichen ...

Vielleicht kann man es mit dem System des Wildwasserverbaus vergleichen ... das Home Schooling wäre dann sowas wie ein breites Auffangbecken für die anrollende Walze und der dosierte Weiterfluss ließe im Ort wenigstens die Brücken stehen ...

checker43
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gonzolo

Es ist g'hupft wie g'hatscht.

Kein Home-Schooling: Kinder werden infiziert und gehen in Quarantäne, lernen daheim weiter.

Home Schooling: Kinder werden dennoch infiziert und gehen in Quarantäne, lernen daheim weiter.

Auf die anrollende Welle und die Kollaps-Gefahr in Elektrizitätsbetrieben, Lebensmittelversorgung usw. hat Home Schooling ja/nein null EInfluss. Da hilft nur die Kasernierung der Mitarbeiter wie es Stromversorger bereits machen.

Balrog206
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Gonzo

Und Irgi wären jetzt nicht einmal in der Antarktis sicher wie man gehört hat.

gonzolo
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Tja – unser kleines Forum-Balli …

päppelt halt so gerne hier mit seinen Mickey-Mouse-Postings durch die Gegend … süß issa …

NORX
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Das Problem

ist weniger die Schule, sondern heillos überfüllte Öffis auf dem Weg dorthin. Die Kinder sind zusammengepfercht wie die Ölsardinen weil die Verkehrsbetriebe und die Politik es nicht schaffen/wollen dieses Problem zu lösen. Das Beispiel beruht auf dem Transport einer ländlichen Gemeinde in die Stadt.

Rinder
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Schule

Am Wochenende werden mit den Kindern sicher noch viele Abenteuer unternommen und die Menschen werden sich drängeln . Dann Kinder testen wird es nicht bringen. Noch keine Anzeichen. In der Schule wird die Krankheit dann verbreitet. Wenn die Lehrer und Schüler in der Überzahl erkrankt sind, wird man einzelne Schulen und Kigas trotzdem schließen müssen. Macht man das jetzt schon, ist wieder die Regierung schuld. Es gibt im Moment Niemanden der es richtig machen würde. Und leider ist man sich immer selbst am nähesten

goje
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Nicht die Verkehrsbetriebe

Die Politik ist hier allein zuständig. Solange es die Vorgabe gibt, dass ein Platz für 2 Kinder ausreichend ist, wird sich an der Anzahl der Busse nichts ändern. Es sei denn der Druck von Eltern und Direktor:innen ist erfolgreich und das Land sichert die Kosten zu. So geschehen Graz -> BG Rein. Hier fährt zusätzlich ein Flixbus. Zwar nur ein Tropfen, aber immerhin einer...

AIRAM123
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Home schooling im jänner

Und gut is

lexi
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Und dann

Was machen wir dann im Februar? Und wer betreut die Kinder beim Homeschooling? Es werden schon genügend Arbeitskräfte durch Infektion und Quarantäne ausfallen.

PinkPanther
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Abhängig vom Alter

Wäre in der Oberdtufe zB wohl nicht das Problem... Aber Schule heißt offenbar, alle in einen Topf zu werfen.
Für die Politik ists besser, relativ unproduktiven Unterricht (Quarantäne, krank, supplierung...) in offenen Schulen zu haben. Viel Aufwand einiger für wenig Erfolg insgesamt.

Ifrogmi
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Sind gefährdete Kinder und das Lehrpersonal...

... weniger schützenswert?
Bzw. warum findet Schule auf jeden Fall statt, andere Dinge werden auf Biegen und Brechen verhindert weil man nur so alles in den Griff bekommt?

Rinder
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Schulen

Den Eltern passt es so und so nicht. Immer wird die Schule schuld sein. Hier sind nur mehr die Eltern die Experten, und die setzen dem Personal gewaltig zu.

PinkPanther
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Bissi eigenartig....

Lehrer durften im Lockdown privat zwar solidarisch ihre Kontakte reduzieren, aber mussten mit hunderten Schülern, Kollegen bei der Arbeit Kontakt haben.
Seit September sind die Klassen für Distance Learning gerüstet... der Gesundheitsminister ruft zu Homeoffice wo möglich auf - und Lehrer müssen in den Präsenzunterricht! Fast a bissl pervers...

checker43
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Weil

Lehrer geimpft sind, wenn sie es wollten, und Kinder nicht zur Überlastung von Spitälern führen. Wenn in den Schulen viele Ungeimpfte ab 50 Jahren zusammenkämen, sähe es anders aus.

 
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