Christiane DrumlBioethikkommission-Chefin: Auch Nichtstun kann unethisch sein

Zur geplanten Impfpflicht sagte Druml in der "ZiB2", es sei "sehr schade", dass für bestimmte Berufsgruppen wie Pädagogen oder das Gesundheitspersonal keine Impfung als Voraussetzung für die Berufsausübung vorgesehen ist.

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CORONAVIRUS: PK 'PRO UND CONTRA ZUR OeFFNUNGSSTRATEGIE': DRUML
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Vorsitzende der Bioethikkommission, Christiane Druml, hält angesichts der bevorstehenden Omikron-Welle rasches Handeln für geboten. "Auch Nichtstun kann unethisch sein", sagte die Juristin, die auch Mitglied in der neuen gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko) ist, am Montagabend in der ZiB2 des ORF. "Zu handeln, reflektiert zu handeln, ist immer am besten". Sie verwies auf die erste Gecko-Sitzung am Dienstag, dann werde man hören, "wie es weitergeht".

"Auch Nichtstun ist eine Entscheidung. Aber ich denke doch, dass die Regierung etwas plant", sagte Druml. Laut ZiB2 und der Wiener Zeitung sollen nach der ersten Tagung des neuen Gremiums am Dienstag dann am Mittwoch auch die Bundesländer mit "Gecko" Bekanntschaft machen. Für diesen Tag ist ja ein Gespräch der Bundesregierung mit den Landeshauptleuten zur Corona-Situation geplant. Daran sollen auch die beiden Gecko-Leiter, Chief Medical Officer Katharina Reich und der stellvertretende Generalstabschef, Generalmajor Rudolf Striedinger teilnehmen, so die Wiener Zeitung.

Ethikerin Druml zur Impfpflicht

Zur geplanten Impfpflicht

Zur geplanten Impfpflicht sagte Druml in der "ZiB2", es sei "sehr schade", dass für bestimmte Berufsgruppen wie Pädagogen oder das Gesundheitspersonal keine Impfung als Voraussetzung für die Berufsausübung vorgesehen ist. Es sei schon ein "gewisser Widerspruch per se", dass zwar einerseits (ab Februar) seitens des Staates die Verpflichtung zu Impfung vorgesehen ist, andererseits aber jene, die dieser Pflicht nicht nachkommen (und die Strafen zahlen, Anm.), im Beruf "sich selbst und andere gefährden". Druml betonte aber, dass die Begutachtung des Gesetzes noch nicht zu Ende ist: "Lassen wir uns überraschen, wie das weitergeht."

Kommentare (4)
Ogolius
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Österreichs

Diskrepanz ist die warnende Wissenschaft und die politische Unfähigkeit. Politik muss über Schatten springen, anzuordnen und handeln, unabhängig von Beeinflussung eines Wählerstimmenverlustes und monetären Unzulänglichkeiten. Solange die wichtigsten Entscheidungen in einer Pandemie in den Händen der Politik liegen, werden wir das Dilemma nie beendet wissen.

selbstdenker70
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...

Gegenfrage... warum setzt Österreich als einziges Land die Impfpflicht um? Weil in Österreich die besten Experten der Welt das sagen haben und in den anderen Ländern in der EU oder dem Rest der Welt nur Lehrlinge sitzen? An der Impfquote, die plus/minus 5% innerhalb der EU differiert kann es nicht liegen. Von der Impfquote weltweit sprechen wir erst gar nicht.

samro
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machen sie sich keine sorgen

die impfpflicht kommt noch in der ganzen eu!

a4711
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Covid-Krisenkoordination (Gecko)

"Lassen wir uns überraschen, wie das weitergeht"
so die Bioethikkommission-Chefin
Intensivmediziner Walter Hasibeder warnt vor Omikron.
Bei uns in Tirol landeten jeden Tag Maschinen aus London, schon als noch kein PCR-Test Pflicht bei der Einreise war. So wird sich die hochinfektiöse Variante schnell ausbreiten.

Herbert Saurugg, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge .
Wir haben aus der Pandemie bisher so gut wie nichts gelernt.
Wir stehen vor einer möglichen Versorgungskrise der Bevölkerung.
Neben dem schon überlasteten Gesundheitssystem wären dann auch "Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung und die entsprechende Logistik" in Gefahr.
Könnte es sein dass auch diesmal Zitat:
Wenn auch nur ansatzweise was aus Wien kommt, werden die uns so richtig kennen lernen", Christoph Walser-ÖVP-Politiker,Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. "Ständig zeigt man mit dem Finger auf Tirol", wütete er, "wir haben es satt, uns verurteilen zu lassen."
„Man darf in Tirol spazieren gehen in freier Natur, das ist auch gut so, wir haben eine wunderbare Landschaft“,
„Eine Übertragung des Omikronvirus ist aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich.
Wir haben alles richtig gemacht 1111
und hat damit einmal mehr bewiesen wer in Österreich das Sagen hat.
Profitgier kommt vor der Gesundheit der Bürger auch Dank eines total unfähigen Gesundheitsministers !!