Coronavirus in Österreich1121 Neuinfektionen, Anstieg bei Spitalspatienten

Derzeit befinden sich 334 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, 69 auf Intensivstationen.

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CORONA: LABORER�FFNUNG - ´ALLES GURGELT´
© (c) APA/HERBERT NEUBAUER
 

1.121 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden sind am Sonntag verzeichnet worden. Das liegt zwar unter den Zahlen der letzten Tage, aber deutlich über dem Wert der vergangenen Sonntage. Weiter gestiegen sind laut Innen- und Gesundheitsministerium die Patienten, die mit Covid-19 in Spitälern behandelt werden müssen. Aktuell sind 334 Covid-19-Patienten stationär aufgenommen, um acht mehr als am Samstag und um 109 mehr als am vergangenen Sonntag.

Zahl der Spitalspatienten in 14 Tagen verdoppelt

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten und behandlungsbedürftigen Spitalspatienten hat sich damit innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt. Am 8. August hielt man noch bei 146. 40 Covid-Patienten lagen damals auf Intensivstationen - aktuell sind es 69, die meisten davon in Wien (18), gefolgt von Niederösterreich (14) und der Steiermark (elf).

Was die Infektionszahlen betrifft, liegt der Schnitt der vergangenen sieben Tage bei 1.113. Vergegenwärtigt man sich die Zahlen der vergangenen Sonntage, macht das deutlich, wie steil die Kurve nach oben geht. Am vergangenen Sonntag wurden 891 Neuinfektionen gemeldet, am vorvergangenen Sonntag 553. Gegenüber dem 25. Juli, dem letzten Sonntag des Vormonats, sind die Neuansteckungen beinahe um das Dreieinhalbfache gestiegen. Damals waren 322 neue Fälle gemeldet worden.

Die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz - die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner - liegt derzeit bei 87,3. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Wien mit 114,7, gefolgt von Oberösterreich, Vorarlberg und Salzburg (104,7, 97,7 bzw. 94,3). Danach folgen Tirol (75,8), die Steiermark (71), Niederösterreich (70,3), Kärnten (54,6) und das Burgenland (50,3).

Derzeit 12.200 aktive Corona-Fälle

Mit Sonntag gab es in Österreich 12.200 aktive Fälle, um 452 mehr als am Samstag. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 653.564 Personen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden galten 668 als wieder gesund. Einen weiteren Corona-Toten gab es seit Samstag, womit Corona in der vergangenen Woche in Österreich sechs Personen das Leben gekostet hat. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.762 Tote in Österreich gefordert.

I4.618 Schutzimpfungen gegen Covid-19 wurden am Samstag österreichweit durchgeführt. Das entsprach nicht ein Mal der Hälfte der Impfungen, die zwei Wochen zuvor durchgeführt wurden. Am 7. August hatten sich 29.303 Personen immunisieren lassen. Mitte Juli lag man an den Samstagen sogar noch deutlich über 50.000.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 68 Prozent. In Niederösterreich sind 63,7 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 61 Prozent. Nach Tirol (60,1), Wien (59,3), Vorarlberg (58,9), Kärnten (57,4) und Salzburg (57,2) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 56,4 Prozent.

Was das Testen anlangt, wurden in den vergangenen 24 Stunden 391.601 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 34.022 aussagekräftige PCR-Tests. Die Positiv-Rate der PCR-Tests betrug 3,3 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt signifikant über dem Schnitt der vergangenen Woche, als durchschnittlich 1,9 Prozent der PCR-Tests positiv ausfielen.

Impfstatus von Spitalspatienten sollte verfügbar sein 

Unterdessen forderte NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker am Sonntag in einer Presseaussendung Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) dazu auf, "eine ordentliche Datenbasis auf die Beine zu stellen" und weitere wichtige Informationen - etwa Daten zum Impfstatus der Corona-positiven Spitalspatienten - verfügbar zu machen. "Gerade jetzt, da sich die vierte Welle immer mehr aufbaut, wäre es enorm wichtig, dass die Bundesregierung anhand von eindeutigen Zahlen und Fakten klar und deutlich zeigt, wie gut die Impfung gegen schwere Erkrankungen wirkt", meinte Loacker.

Und weiter: "Wir lesen täglich in den Zeitungen, dass die Infektionszahlen steigen und steigen und sich die Krankenhäuser wieder mit Covid-Patientinnen und -Patienten füllen. Aber die Regierung schafft es nicht, zu sagen, wie viele davon geimpft sind und wie viele nicht." Dabei könnten "diese harten Fakten" den "zögerlichen Impfmuffeln, die die Impfung nicht grundsätzlich ablehnen, sie aber bisher aus verschiedenen Gründen vor sich hergeschoben haben", den "notwendigen Schubs" geben, meinte Loacker.

Kommentare (3)
UHBP
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Locker kann man wohl nur zustimmen.

Das die Kurz Regierung selbst das, nach fast eineinhalb Jahren, nicht einmal ansatzweise hinbekommt, sagt wohl alles.

mahue
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Manfred Hütter

wenn man selbst ein kurzdenker ist, sollte man nicht immer in jeden kommentar "BK Kurz" erwähnen.

Flogerl
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Keine Regierung der Welt ...

.... könnte angesichts solcher Dauerraunzer, Nörgler und Vernaderer wie sie sich hier ständig geben, irgendetwas hinbekommen ! Schönen Tag noch !