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Groß angelegte Studie der Uni SalzburgWie geht es den Kindern in der Krise?

Die Uni Salzburg hat bisher rund 1800 Kinder und Jugendliche befragt, wie es ihnen mit der Coronakrise geht. Bis 10. März läuft die Umfrage noch, dann sollen Handlungsempfehlungen an die Politik erfolgen. Der erste Ausblick ist laut dem Studienleiter "alarmierend".

© Helmuth Weichselbraun
 

"Kinder und Jugendliche werden zu wenig gehört und miteingebunden, dabei tragen sie sehr viel mit", stellt Manuel Schabus, Psychologe an der Uni Salzburg, fest. Mit seinen Kollegen führt Schabus als Studienleiter derzeit eine groß angelegte Umfrage mit dem Titel "Jetzt sprichst du" unter den Betroffenen durch.

"Wir fragen zum Beispiel wie belastet die Jungen sind, was ihnen am meisten abgeht oder wie sehr sie sich selbst vom Virus bedroht fühlen", erklärt Schabus. Aus den bisherigen Rückmeldungen leitet er einen "alarmierenden Ausblick" ab: Die Teilnehmer würden die Schule vermissen, sich weniger bewegen und viel Zeit vor dem Handy oder dem Tablet verbringen. Besonders überrascht habe Schabus, dass bisher auch die optionalen Textfelder in der Umfrage vollgeschrieben wurden. "Das passiert normalerweise nie. Da stehen teilweise herzergreifende Geschichten drin. Es ist ein Wahnsinn, was sich da an Problemen aufgestaut hat und wie sehr die Kinder und Jugendlichen gehört werden wollen", so Schabus.

Handlungsempfehlungen: "Politik muss Auffangnetz bauen"

Seit etwa zwei Wochen läuft die Umfrage. Bereits innerhalb der ersten 48 Stunden hätten schon 1500 Betroffene teilgenommen. Aktuell liegt die Zahl der Teilnehmer bei 1800, das Ziel sind etwa 2500. Bis zum 10. März soll die Umfrage offen bleiben.

Zur Umfrage

Die Umfrage richtet sich an Kinder und Jugendliche ab acht Jahren, dauert etwa zehn bis 15 Minuten und ist unter folgendem Link zu erreichen: www.JetztSprichstDu.com

 

Aus den Ergebnissen der Studie wollen die Experten Handlungsempfehlungen für die Politik ableiten. "Die Politik ist gut beraten, wenn sie sich vorbereitet. Da wird etwas Großes auf sie zukommen", zeigt sich Schabus besorgt. Er weist darauf hin, dass psychische Krisen meist erst nach einer gewissen Zeit, etwa nach einem halben Jahr, für die Gesellschaft sichtbar sind und konkrete Auswirkungen haben.

Mögliche Schritte zur Prävention könnten der Ausbau des schulpsychologischen Angebots, der Krisentelefone und der Familienberatung sein. "Es muss ein Auffangnetz gebaut werden. Damit die Kinder gar nicht erst bei der Psychiatrie aufschlagen", sagt Schabus.

Kommentare (2)
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dieRealität2020
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1
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sorry, da kann ich nur den Kopf schütteln

Aus den Ergebnissen der Studie wollen die Experten Handlungsempfehlungen für die Politik ableiten. Und wieder zum 1.129x neunmalkluge Besserwisser.
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Sie denken das es in der Politik und im Gesundheitsministerium nur Deppen gibt die keine Ahnung haben, was die Pandemie bei Kinder nach einiger Zeit für Probleme hervorruft? Sie denken da muss, wer aus der Universität Befragungen machen. Weil diese einen Überblick aus der Realität geben?
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Da man bei derartigen Fragestellungen in 10-15 Minuten bei Kinder "die Wahrheit" erfährt? Hatten sie schon je direkten Kontakt mit Kinder aus vergleichbaren Lebenssituationen, damit sie das beurteilen können? Auf das hat die Politik schon lange gewartet.
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"Die Politik ist gut beraten, wenn sie sich vorbereitet. Da wird etwas Großes auf sie zukommen", zeigt sich Schabus besorgt. Er weist darauf hin, dass psychische Krisen meist erst nach einer gewissen Zeit, etwa nach einem halben Jahr, für die Gesellschaft sichtbar sind und konkrete Auswirkungen haben.

dieRealität2020
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1
Lesenswert?

wenn ich dabei sowas lesen muss kann ich nur den Kopf schüttel

Sie wollen mir weismachen das sie mit Prämien ehrliche Antworten erhalten? Das das Wohlgefühl der Kinder nicht nur während der Pandemiezeit schon weitaus früher von den Eltern und Erziehungsberechtigten selbst abhängig und durch ihre Erziehung, dürfte bei ihnen noch nicht angekommen sein.
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So kann man halt auch nicht nur bei Erwachsenen, sondern durch die Prämien auch Umfragen bei Kinder beeinflussen. Kinder sind unabhängig der Eltern oft schon cleverer als Erwachsene.