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Überprüfung angeordnetAufregung um Politiker-Impfung im Pflegeheim

Neben 16 Bewohnern und Mitarbeitern wurden 30 externe Personen im oberösterreichischen Pflegeheim Eberschwang geimpft, darunter der Bürgermeister - Heimaufsicht überprüft Vorwürfe.

© APA/Georg Hochmuth
 

Die Corona-Impfung im Alten- und Pflegeheim Eberschwang (Bezirk Ried im Innkreis) Anfang Jänner hat am Wochenende für Aufregung gesorgt. Wie die "Kronen Zeitung" in ihrer Sonntagsausgabe berichtete, sollen nur 16 Personen aus dem Heim dafür aber 30 externe Leute geimpft worden sein - darunter auch der Bürgermeister sowie zwei Vizebürgermeister.

In dem Pflegeheim wurden nur acht Bewohner und acht Mitarbeiter geimpft, weil am geplanten Impftag viele Menschen krank waren. Bürgermeister Josef Bleckenwegner (SPÖ) und zwei Vizebürgermeister von der SPÖ und der FPÖ wurden in dem Heim geimpft, aber auch drei Angehörige von Senioren, sowie der Hausarzt und die Ordinationsmitarbeiter.

Verhalten entspricht nicht Vorgaben

Vom Krisenstab des Landes hieß es auf APA-Anfrage, dieses Verhalten sei durch die Vorgaben des Landes nicht gedeckt. In Alten- und Pflegeheime sollte der Impfstoff prioritär an die Bewohner, Mitarbeiter sowie externe Dienstleister, die in den Einrichtungen regelmäßig arbeiten, verimpft werden. Nur wenn Restimpfdosen verbleiben, könnten Angehörige geimpft werden. "Die Berufsgruppe der Politiker fällt grundsätzlich unter die Phase 2 der Impfstrategie", schreibt der Krisenstab.

"Fürs Heim systemrelevante Personen"

Bürgermeister Bleckenwenger erklärte in der "Kronen Zeitung" sein Vorgehen mit der Vorbildwirkung für Menschen, die an der Impfung zweifeln. "Ich hab' schon daran gedacht, in der nächsten Gemeindezeitung über meine Impfung zu schreiben." Er verstehe nicht, warum das eine "Staatsaffäre" sein soll. Kommunalpolitiker seien als "fürs Heim systemrelevante Personen" eingestuft worden, meint der Bürgermeister.

ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer sieht Erklärungsbedarf bei der für Alten- und Pflegeheime zuständigen Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ), warum in Eberschwang fast zwei Drittel aller Impfungen an heimfremde Personen gegangen sind. Für Hattmannsdorfer ist es unverständlich, dass "derart fahrlässig" mit den Impfdosen umgegangen werde.

Vorgang soll überprüft werden

Die Heimaufsicht werde den Impfvorgang in Eberschwang überprüfen, teilte der Sprecher von Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) auf APA-Anfrage mit. Es gebe ganz klare Vorgaben. "Wichtig ist, dass diese Landesvorgaben eingehalten werden, weil der Impfstoff knapp ist." Gerstorfer wird über die Heimaufsicht kontrollieren lassen, warum der Impfstoff an hausfremde Personen verabreicht worden ist, um sicherzustellen, dass alles korrekt gelaufen sei.

Kommentare (14)
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dieRealität2019
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Es ist nun einmal Tatsache, dass Impfdosen trotz Organisation und Logistik

geliefert werden, aber es keine Möglichkeit gibt (durch die Veränderungen bei der Anzahl von impfwilligen Personen ((u.a. durch Krankheiten)) dann muss der Impfstoff aufgrund der eingeschränkten Haltbarkeit raschest verbraucht werden.
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Wie wir inzwischen täglich aus den Medien sehen können, gibt es trotz vorbereiteter Organisation und bester Logistik u.a. österreichweit immer wieder bei den Tests große Veränderungen zwischen Prognosen und tatsächlichen Teilnehmer.
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Wer dann alternativ geimpft werden kann wird einfach vor Ort zu bestimmen sein.

PiJo
1
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Nur noch Schwarz oder Weiss

Bei vielen Postern hier im Forum gibt es anscheinend nur Schwarz oder Weiss
Es ist schon interessant, das jeder der einer Partei seine Stimme gibt gleich als Beführworter oder Verweigerer bezeichnet wird.
Solche Zustände hat es schon einmal gegeben aber ich hoffe so etwas kommt nie wieder
Das selbständige Denken ist anscheinend nicht mehr vorhanden sonst würden manche Kommentare unterbleiben.

dieRealität2019
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die typisch österreichischen charakterlichen Verhaltensweisen, nichts Aufregendes noch Neues,

dass der Impfstoff wen einer übrigbleibt, kurzfristig verwendet werden muss ist festzuhalten, Menschen in Pflegeheimen werden eben überraschend krank, dann können sie nicht geimpft werden. Es treffen hier beide typisch österreichische Verhaltensweisen zusammen.
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Denunzianten die nicht der tatsächliche Sachverhalt interessiert, ich hoffe sie fühlen sich jetzt besser. Nutznießer, hier wird nicht unbedingt nach gesetzlichen Richtlinien vorgegangen, falls die Zeit für den Verfall des Impfstoffes nicht ausreicht.
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Ja und dann das menschlich verständliche und übliche politische Statement: "Ich hab' schon daran gedacht, in der nächsten Gemeindezeitung über meine Impfung zu schreiben." Er verstehe nicht, warum das eine "Staatsaffäre" sein soll.

blackpanther
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Ein FPÖler wurde auch geimpft!?

Obwohl die FPÖ alles unternimmt um gegen die Impfung zu hetzen und die Leute als Coronaleugner auf die Straßen zu hetzen, nimmt ein FPÖ Politiker sehr gerne eine Bevorzugung an und läßt sich impfen und gleichzeitig rät die FPÖ von Impfungen ab - nach dem Motto Wasser predigen und Wein trinken!

dieRealität2019
1
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hier hat aber nicht nur die FPÖ mit ihren Mitglieder dieses Anrecht

@blackpanther "...nach dem Motto Wasser predigen und Wein trinken!....", sondern ist halt eine menschliche Denk- und Verhaltensweise von einzelnen Personen bis in die höchsten politischen Kreise bis zu den Führer eines Staates, sie erinnern sich noch? auch unseres Landes.
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Hier möchte ich sinngemäß größtenteils in Ansehung der christlichen Ausrichtung der Kleinen Zeitung antworten: "wer tatsächlich ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein".

Hafjo
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Meine Meinung

Ist ja sehr iteressant das Fpö Politiker diese Corona leugnern und Impfgegner sich gleich als erster anstsllen dürfen?

gb355
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na ja..

.... na und?
Hauptsache ,der Impfstoff ist angewendet.
Wenn sich so manches Pflegepersonal (!!!) gegen die Impfung ausspricht,
nimmt man halt die nächstbesten Impfwilligen her.

tannenbaum
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Schau, Schau,

Ein FPÖLER hat sich auch vorgedrängt! Folgt jetzt ein Parteiausschluss wegen verlassen der Parteilinie?

UHBP
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Um mit gutem Beispiel voranzugehen, will sich die Landesregierung im Februar gemeinsam gegen Corona impfen lassen. Auch Klubchefs und Abgeordnete sollen miteinbezogen werden. Es gehe um die Vorbildwirkung, so LH Hermann Schützenhöfer (VP) ....

Die Idee ist anscheinend nicht neu.

satiricus
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Wer immer diese Personen sind, es....

... lässt sich dies sehr einfach ermitteln, wenn die Leute in 3Wochen wiederkommen müssen, um Teil2 der Impfung zu erhalten.

Mein Graz
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Bei entsprechender Organisation

hätten nur 2 Impfdosen übrig bleiben dürfen. Wenn an mehreren Tagen geimpft wurde - bei schlechter Organisation - könnten vielleicht ein paar mehr übrig geblieben sein.
Solche übrig gebliebenen Impfdosen MÜSSEN selbstverständlich verimpft werden!
Dass aber 30 Personen, die nicht einmal in direktem Zusammenhang mit dem Heim stehen, eine Impfung erhalten ist sehr eigenartig und muss aufs Genaueste überprüft werden.

Leider lehrt mich die Erfahrung, dass bei so einer Überprüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Fehlverhalten aufgezeigt wird.
Denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Immerkritisch
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Korruption und Freunderlwirtschaft

wieder Tür und Tor geöffnet!

Klgfter
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spö

sehr hat dievrendi persönlich geimpft ?

Mein Graz
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@Klgfter

Unnötiger Kommentar.