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CoronaIschgl-Kellnerin am 8. März positiv getestet

AGES ist um Aufklärung im Zahlenchaos bemüht. Fall der infizierten Kellnerin wurde anhand von PCR-Methode retrospektiv abgeklärt. In Tirol konnte man mit dem Fall der Kellnerin weiter wenig bis nichts anfangen.

CORONAVIRUS - TIROL BEENDET WINTERSAISON FRUeHZEITIG
© APA/JAKOB GRUBER
 

Nach dem Zahlen-Chaos vom Vortag hat sich die AGES um weitere Aufklärung in der Ischgl-Causa bemüht. Bei jener einheimischen Kellnerin aus dem Wintersportort, die als erster gesicherter Corona-Fall in Tirol gilt, wurde demnach ein Beginn der Erkrankung am 8. Februar ermittelt. Ihr positiver Test erfolgte am 8. März.

Dies erfolgte via PCR-Test, der direkt nach dem Erbgut von SARS-CoV-2 sucht. Bei der epidemiologischen Abklärung hat die AGES (Agentur für Ernährungssicherheit) einen standardisierten Fragebogen verwendet, der von den jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden zur Erhebung verwendet wird. Der diesbezügliche Fragebogen wurde am 11. März von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde an die AGES übermittelt.

Die Analyse der Daten erfolgt retrospektiv. Die Frau gab an, respiratorische Erkältungssymptome und Druck auf dem Brustkorb bereits am 8. Februar gehabt zu haben. Die Tatsache, dass PCR-Testungen auch noch Wochen nach Genesung positive Resultate erbringen können, sei nicht ungewöhnlich, schrieb die AGES. Die Methode weise nicht ansteckungsfähige Viren nach, sondern Virusbestandteile, wie sie sich noch bei vielen Genesenen finden.

Wie die AGES am Freitag betonte, wurde im Fall der Abklärung der Fälle von "Cluster S" die Nachverfolgung der Übertragungsketten von einem qualifizierten AGES-Mitarbeiter, eines Absolventen der Europäischen Krankheitsdetektivausbildung EPIET (European Programme for Intervention Epidemiology Training), durchgeführt.

Die AGES hatte am Donnerstag zuvor irrtümlich angegeben, dass eine Kellnerin aus der Schweiz bereits am 5. Februar in Ischgl die sogenannte Patientin Null gewesen sei. In diesem Fall habe es einen Übertragungsfehler der lokalen Bezirksbehörden gegeben. Hier hätte sich der Eingeber der Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) im Monat geirrt, hieß es wenig später.

In Tirol konnte man mit dem Fall der Kellnerin am Freitag weiter wenig bis nichts anfangen. "Das mag wissenschaftlich begründet sein, entspricht aber nicht der faktischen Datenlage", argumentierte Landesamtsdirektor Herbert Forster.

Kommentare (11)

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Bergziege1
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Am Schauplatz

Vollkommen richtig zyni!!
Dieses eigeschweisste geldgierige Bergvolk soll ordendlich aufgemacht werden.
Danke ORF sie haben den Anfang getan!

Wenn man sich diese Seilbahngang angesehen hat dann ist alles klar,Geld steht im Vordergrund und das gehört in diesem Fall hinterfragt und zwar lückenlos.

Sege
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bei einem positiven

Test bestand schon Meldepflicht für den der das Ergebnis erhalten hat und auch das Labor welches den positiven Test ausgegeben hat an die Gesundheitsbehörde. Punkt
das Testergebnis hat ein Datum, die Meldung hat auch ein Datum, die Reaktion der Behörde hat auch ein Datum
und diese Daten sollten eigentlich leicht zu erheben sein. Punkt

zyni
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Die Sendung „Am Schauplatz“,

hat das System aufgezeigt. Danke dem ORF, dass die Doku gezeigt werden durfte. Der ORF hat jetzt wohl Einreiseverbot nach Tirol. 😉

lizard75
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Besonders erhellend an der Sendung:

Wie alle Gemeinderatsmitglieder offenbarten, dass sie bei der Seilbahn arbeiten... und dann das Sprechverbot mit Medien durch den Bürgermeister.

Sowas hätte nicht mal der Felix Mitterer erfinden können!

schuwo
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Kellnerin

Ist man ich jetzt einig wann die getestet wurde? Feber oder März oder wird sie erst getestet?
So sieht man wie man von unserer Regierung verarscht wird.

checker43
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Es

ist keine Verarsche der Regierung, sondern ein Kommunikationsfehler. Wann die Kellnerin getestet wurde, steht im Artikel, am 8.3.

schuwo
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checker43

Du checkst auch alles. :-) Hinterher kann man sich alles schön reden.
Und leider sind so viele wie ihr die das alles glauben. Das die was tun mussten ist klar und auch gut. Aber so fadenscheinige Ausreden..... Und ich weis eurer Meinung nach ist 1 plus 1 gleich 3

pit2016
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keine Verarsche

sie sind ziemlich unsicher und machen das zum ersten mal durch wie wir alle
ich lobe das bemühen der regierung, aber für personen mit weitblick ist der fall sowieso klar - testungen beatmungsgeräte ischgl - schließungen etc... es ist ein wirrwar resultierend aus stress - der weg ist dennoch der richtige und bin froh in österreich zu leben....bspl aus russia gefällig?
bevor du außer haus gehen darfst muss du die behörden kontaktieren dann bekommst du einen QR-Code der läuchtet 1 stunde grün - solltest du zu spät nach hause kommen bekommst du einen Erlagschein.....

schuwo
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Daumen nachunten

Ja is ja gut die Daumen nach unten. Ich glaube aber ihr habt nie Nachrichten geschaut. Der Gesundheitsmin. hat ja Händeringend eine Ausrede gesucht weil die Daten nicht stimmen. In so einer Situation gehen der Regierung die Daten verloren und die wollen regieren.

checker43
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schuwo

Wuhu, wuhu, es ist alles eine böse Verschwörung.

zyni
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Ungute Sache natürlich und

peinlich gerade in dieser Situation.
Wäre Ihnen die Vorgängerin lieber gewesen in dieser Krise? Diese Krise hat niemand auf der Welt für real gehalten. Die Welt wird daraus lernen.