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Viele offene FragenSommerzeit endet am Sonntag: Eine Stunde mehr Schlaf

Die Zeiger werden am Sonntag um eine Stunde - von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr - zurückgestellt. Wie es mit der Zeitumstellung in der EU weitergeht, das ist derzeit noch völlig unklar.

© Sebastian Kahnert / dpa / pictur
 

An diesem Sonntag (27. Oktober) endet die Sommerzeit. Noch einmal werden die Zeiger um eine Stunde - von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr - zurückgestellt. Morgenmuffel bekommen so eine zusätzliche Stunde Schlaf. Doch wie es mit der Zeitumstellung in der EU weitergeht, das ist derzeit völlig unklar.

Bei einer EU-weiten Online-Umfrage hatten sich 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Die meisten votierten 2018 für eine dauerhafte Sommerzeit. 4,6 Millionen Antworten, davon allein drei Millionen aus Deutschland, gingen ein - ein Rekord, aber immer noch weniger als ein Prozent der EU-Bürger.

Selbst entscheiden

Die EU-Kommission hatte daraufhin vorgeschlagen, ab 2019 Jahr den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abzuschaffen. Die Staaten sollten stattdessen selbst entscheiden können, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben wollten. Doch aus vielen Ländern kamen Bedenken gegen diesen Plan, da u.a. für die Wirtschaft eine einheitliche Zeitzone wünschenswert erscheint, zumindest in Mitteleuropa. Andernfalls würden zwischenstaatliche Zeitunterschiede den Handelsverkehr noch mehr beeinträchtigen.

Das Europaparlament hat ebenfalls für eine Abschaffung und zwar nach 2021 votiert. Dem müssen die Mitgliedsstaaten jedoch mehrheitlich noch zustimmen, damit dies Realität werden kann. Das offizielle Österreich bevorzugt eine ständige Sommerzeit als Standardzeit.

Doch noch sind die Beratungen im Rat der EU-Staaten am Laufen, sagte Erik Asplund, Zuständiger bei der Ständigen Vertretung Finnlands in Brüssel. Das skandinavische Land hat derzeit den Ratsvorsitz inne. An den Positionen habe sich nichts geändert. Vor allem haben die Staaten ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht, dass es dem Kommissionsvorschlag an einer Folgenabschätzung fehlt, betonte der Diplomat.

Energie sparen

In der gesamten EU wurde bisher am letzten März-Sonntag an der Uhr gedreht - und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück. Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter - auf Dauer erfolgloser - Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

 

Kommentare (18)

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aknaus
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Sommerzeit ganzjährig

Die Abstimmung war so schlecht kommuniziert, nur wenige haben davon gewusst und man musste aktiv danach suchen.
Also ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis der gegen die ganzjährige Sommerzeit wäre. Wer würde die ausgedehnten Sommerabende nicht vermissen. Und der
Unterrichtsbeginn wäre sowieso besser um 8.45 Uhr weil
Kinder vorher eh nicht wirklich wach sind. Wenn man schon das Umstellen unbedingt beibehalten will dann die Sommer-
zeit verlängern und schon am 1. Februar starten, da ist schon um eine Stunde länger Tageslicht.

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Butterkeks
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...

Es gibt auch Menschen, die nicht erst um 8 anfangen zu arbeiten, sondern deutlich früher. Nein danke, ich brauche keinen Winter in dem erst nach 8 überhaupt erst mal anfängt hell zu werden.

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lege
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Fort mit der Sommerzeit

Hunderte von Jahren wurde nach der Normalzeit gelebt und es hat tadellos funktioniert. Im ersten und im zweiten Weltkrieg wurde die Sommerzeit kurzfristig eingeführt (Energiesparmaßnahmen), nach den Kriegen wieder abgeschafft.
Seit 1979 in Österreich, eine energiepolitische Reaktion auf die Ölkrise von 1973.
Was hat sie im Endeffekt gebracht? Meines Wissens nicht das was man sich davon erwartet hat.
Was natürlich die Folge ist, ist der gestörte Biorhythmus bei Mensch und Tier.
Also von mir aus wieder zum alten System der Normalzeit.

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derdrittevonlinks
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Ja,..

... das Kreuz mit den Längengraden in dieser Breite.

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paulrandig
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derdrittevonlinks

Hehehe, das sickert langsam, aber hartnäckig... (sogar das Kreuz)!

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elkekb
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Beibehalten!!!

Es ist perfekt, so wie es jetzt ist. Im Sommer hat man mehr vom Tag und im Winter ist die helle Zeit perfekt auf den Tag verteilt. Und wenn mir jemand weismachen will, dass damit gesundheitliche Probleme und Depressionen verbunden sind, nur wegen der Umstellung von einer Stunde dann sage ich: der Mensch lebt von der Einbildung und vieles spielt sich wirklich nur im Kopf ab. Habt ihr keine anderen Probleme????

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rkobald
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Schon langsam wird es langweilig..

.... zweimal im Jahr diese belämmerte Frage zu stellen

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rkobald
10
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beibehalten wie

es ist.....

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fans61
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Wozu ändern?

Die Sommerzeit hat ihre Vorteile und die Zeitumstellung zweimal im Jahr - wem tat's weh?

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vorderleitner
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Zeit ist es!!!

Gottseidank ist diese sinnlose Sommerzeit wieder zu Ende. Wir mussten eh alle in der schönsten Zeit des Jahres eine Stunde früher ins Bett. Dieses sinnlose, wertlose und gesundheitsschädliche Sommerzeit gehört für immer abgeschafft.

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beobachter2014
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Österreich will einheitliche Sommerzeit

Hat jemand schon zB. nachgedacht, was das in der Praxis bedeutet? Im Dezember, Jänner wird es um 9 Uhr hell! Toll für die Schulkinder und allgemein für die Verkehrssicherheit ....

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Gedankenspiele
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Bzgl. die Verkehrssicherheit muss man festhalten...

Wenn es früher hell wird, wird es auch früher dunkel. Dann nimmt die Verkehrssicherhiet nach Ihrer Logik halt am Abend ab, wenn die müden Berufstätigen und Schüler am Nachhauseweg sind.

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Gedankenspiele
4
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Und bei ständiger Winterzeit...

...geht im Sommer die Sonne um 03:54 in der Nacht auf.
Auch nicht gerade sinnvoll, wenn die Sonne scheint und die meisten Leute noch mehrere Stunden schlafen.

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manschau
1
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@beobachter2014

*Snif* die armen Kinder ...
Sonnenaufgang (Normalzeit) am 23. Dezember:
Wien: 7:42
Bregenz: 8:06
Graz: 7:41
Nur einmal kurz angeschaut, Annahme ein Schulweg von 40 Minuten, Schulbeginn 08:00. Damit es ein perfekt hell erleuchteter Schulweg wäre, sollte also die Sonne bis spätestens 07:20 aufgegangen sein (wir nehmen einmal an, es gäbe in Städten keinen elektrischen Strom für Beleuchtung...). Damit ergeben sich folgende Anzahlen an Schultagen, an denen man "im Dunklen" zumindest einen Teil des Schulweges auf sich nehmen müsste (Ferientage abgezogen):
Wien: 32 Tage
Bregenz: 76 Tage
Graz: 37 Tage

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redbull
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Stimmt

Deshalb bin ich für die Beibehaltung: Im Sommer ist es Abend länger hell, im Winter wird es trotzdem nicht zu spät hell...

Nachteil bei ganzjähriger Sommerzeit: Im Winter ist es am Morgen zu lange finster.
Nachteil bei ganzjähriger Winterzeit: Im Sommer wird es früher finster als jetzt.

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selbstdenker70
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...

Da sind die Wiener im Vorteil, die schlafen bis 10, aber das ist eine andere Geschichte, egal. Der Rest ist um 9 sowieso schon in der Arbeit bzw Schule, steht somit im finsteren auf und kommt im finsteren heim, bzw wenn man um 16 Uhr Schluss hat, könnte man bei dauernder Sommerzeit noch einen Funken Tageslicht abbekommen.

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Isabella1986
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Und wer geht um 16:00 Uhr nach Hause?

Die meisten Menschen arbeiten von 8:00 bis 17:00 Uhr. Da is nix mit Licht im Winter - trotz Sommerzeit. Des Weiteren arbeiten viele Menschen Schicht. Das bedeutet, einmal geht's um Mittag nach Hause (da kümmert die Sommer- oder Normalzeit auch niemanden), dann geht's spät abends nach Hause (da ist es erst wieder finster, gleichgültig irgendwelcher Sommer- oder Normalzeiten).

Fernerhin verstehe ich nicht, weshalb es so schwer ist, unsere Normalzeit zu akzeptieren. Im Hochsommer wäre es trotz Normalzeit um 20:00 Uhr noch hell.

Und dann denke man erst einmal an all die chronisch Kranken - oder diejenigen mit Winterdepressionen. Klasse, wenn solche Menschen sehnsüchtig den Morgen herbeisehnen, da sie dann den Sonnenaufgang bewundern und neue Kraft tanken dürfen. Eine Stunde länger hell am Morgen hilft weitaus mehr, als abends. Ich spreche aus persönlicher Erfahrung sowie Eindrücken von Verwandten.

Für mich steht eines fest: Entweder Normalzeit oder keine Veränderung der Zeitumstellung.

Und überhaupt: Gab es eine dezidierte Befragung des österreichischen Volkes (die EU-Befragung einmal außer Acht gelassen), wonach sich die Mehrheit Sommerzeit wünscht?

Ich kann mich nicht daran zurückerinnern.

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manschau
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@Isabella1986

Wie Sie richtig schreiben, bei Schichtarbeit trifft es einen einmal so und einmal so, also statistisch egal. Soll auch Menschen geben, die vor 8 Uhr arbeiten beginnen im Regelfall... und warum sollte ich dann auf die länger helle Zeit am Abend verzichten müssen? Ich erwarte beispielsweise nicht immer sehnsüchtig den Morgen, denn da gehe ich arbeiten :) Und ich darf dann aber daraus Kraft tanken, dass es am Abend länger hell ist in der Freizeit.

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