Der letzte Tag des Jahres verdient ein besonderes Bergerlebnis. Den Silvestertag mit einer nächtlichen Winterwanderung zu verbinden, kann ein unvergessliches Abenteuer sein. Sternenklare Winternächte haben mich schon als Kind begeistert. Wenn der Schnee bei jedem Schritt knirscht und die Eiskristalle im Mondlicht funkeln, fühlt man sich in eine Märchenwelt versetzt. Und wenn die weiße Oberfläche das Licht der Sterne reflektiert, ist es sogar so hell, sodass man meist ohne das zusätzliche Licht einer Stirnlampe auskommt. In den Rucksack gehört sie aber dennoch auf alle Fälle – weitere Tipps im Infokasten unten.

Die Route auf das Roßfeld
© KLZ/Infografik

Eines meiner Lieblingsziele zu Silvester ist das Roßfeld. Erreichbar ist der sanft geschwungene Bergrücken von der Bergstation der Hochwurzen aus. Die Hochwurzenbahn ist zu Silvester in Betrieb, somit erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung schnell und bequem. Aber natürlich kann man auch ohne Seilbahn entlang des Winterwanderwegs vom Hotel Winterer aufsteigen.

Von der Bergstation auf der Hochwurzen geht es mit Schneeschuhen hinunter zur "Kleinen Wurzenhütte" und weiter, dem Winterwanderweg folgend, in Richtung zum Hüttecksattel. Nach etwa 15 Minuten zweigt die Route vom breiten Winterwanderweg links ab. Wir folgen dem schmalen Pfad zum nahen Hüttecksattel. Von hier geht es romantisch durch einen Hochwald aufwärts. Kurvenreich wandern wir zwischen den verschneiten Bäumen hindurch.

Stimmungsvolle Silvesterwanderung aufs Roßfeld
© HERBERT RAFFALT

Nach etwa einer Stunde erreichen wir bereits den breiten Rücken am Roßfeld und folgen diesem bis zum höchsten Punkt. Hier steht eine Holzskulptur, die das Wappen von Rohrmoos zeigt. Mit einem grandiosen Blick über die Hochwurzenhütte zum Dachstein darf ich an dieser Stelle all meinen Leserinnen und Lesern ein wanderreiches Bergjahr 2023 wünschen.