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Was wir nach zwei Jahren über Risiken und Nebenwirkung der Impfung wissen

Vor zwei Jahren wurden in Österreich die ersten Covid-Vakzine verabreicht. Seitdem wurden unzählige Studien veröffentlicht. Was wir über das Sicherheitsprofil dieser Impfstoffe wissen.

© IMAGO/ZUMA Wire
Martina Marx
Redakteurin Steiermark-Ressort, Gesundheit

Mehr als 13 Milliarden Dosen an Covid-19-Impfstoffen wurden weltweit bislang verabreicht. In Österreich waren es mit Stichtag 23. Dezember 19,9 Millionen Dosen, 56 Prozent der österreichischen Bevölkerung gelten als grundimmunisiert, das bedeutet, sie haben jeweils drei Dosen erhalten.

Aus der schieren Menge an verabreichten Dosen konnten Fachleute bislang eine Vielzahl an Daten generieren, welche in Studien die unterschiedlichsten Aspekte der Wirkweise der unterschiedlichen Covid-19-Vakzine beleuchtet haben. „Wir haben diese Impfstoffe so oft verabreicht, dass wir sagen können, sie sind sicher und wirksam“, sagt Markus Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Universität Wien. Wirksam auch immer noch gegen die aktuell dominierenden Omikron-Varianten.

Impfreaktionen und Nebenwirkungen

Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden – auch medial – breit diskutiert. Nebenwirkungen, bei denen wohl ein kausaler Zusammenhang mit der Impfung besteht, sind zum einen Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und zum anderen eine bestimmte Art von Thrombosen. Eine Übersichtsstudie (April 2022) zeigte eine Häufigkeit von 18 Fällen einer Myokarditis pro einer Million mRNA-Impfungen. Männer waren öfter betroffen als Frauen, langfristige Folgeschäden wurden kaum dokumentiert. Thrombosen traten selten nach der Verabreichung von Vektorimpfstoffen auf, die aber kaum bzw. nicht mehr eingesetzt werden. „Schwere Nebenwirkungen sind selten bis seltenst“, sagt Zeitlinger.

Besteht der Verdacht einer Nebenwirkung, sollte diese beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitsweisen (BASG) gemeldet werden. Bis Ende Dezember 2022 gab es 1619 Anträge auf Leistungen nach dem Impfschadengesetz. In 50 Fällen, also im Promillebereich, wurden Impfschäden anerkannt. 38 Betroffene erhielten eine einmalige Entschädigung in der Höhe von rund 2.000 Euro, zwölf eine monatliche Rente in der Höhe von etwa 700 Euro, bestätigte das Gesundheitsministerium.

"Das sind zum Beispiel Patienten, die aufgrund einer Herzmuskelentzündung sowie einem vorbestehenden Herzschaden eine dauerhafte Leistungseinschränkung haben. Oder das sind Patienten, die aufgrund einer Thrombose zum Beispiel einen Nervenschaden oder eine Gehbeeinträchtigung erlitten haben", sagte Katharina Reich, Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit im "Ö1"-Morgenjournal. Somit wurde in 0,008 Prozent ein Antrag auf Impfschäden gestellt. Es gab mitunter auch Anträge, die ohne ärztlichen Befund gestellt wurden.

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