Eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) scheint die Hauptursache für die Ausbildung einer Multiplen Sklerose (MS) zu sein. Dieser Zusammenhang wurde nun in einer umfassenden Studie bestätigt, die im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht wurde. "Die Autoren kommen zum Schluss, dass das Risiko, an MS zu erkranken, 32-fach größer ist bei Menschen, die vom Virus infiziert wurden, als bei Menschen, die das Virus nicht tragen, was eine erhebliche Zahl darstellt. So ein hohes Risiko kennt man zum Beispiel für Rauchen und Lungenkrebs", unterstreicht Henri-Jacques Delecluse, Leiter der Arbeitsgruppe Pathogenese infektionsbedingter Tumoren, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg die Aussagekraft der Daten.