Start am DonnerstagWie die Impfstudie in Schwaz aufgebaut sein wird

100.000 Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffs werden in Schwaz verimpft, um die südafrikanische Variante des Coronavirus einzudämmen. Die Impfaktion wird durch eine Studie begleitet.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Impfaktion, Schwaz
Am Donnerstag soll die Impfaktion in Schwaz anlaufen © (c) AFP (JEAN-FRANCOIS MONIER)
 

100.000 Impfdosen des Vakzins von Biontech/Pfizer wurden zur Eindämmung der südafrikanische Variante dem Land Tirol zur Verfügung gestellt. Verimpft werden diese im Bezirk Schwaz, begleitet wird die Impfaktion durch eine Studie. Diese wird die Auswirkungen des Biontech/Pfizer-Impfstoffes auf die Ausbreitung bzw. die Eindämmung der Variante B.1.351 des Sars-CoV-2-Virus untersuchen. 

"Es wird auch wichtig sein zu untersuchen, inwieweit die Impfung in der Lage ist, schwere Verläufe zu verhindern", sagte Studienleiter Peter Willeit von der MedUni Innsbruck am Mittwoch im Zuge einer Pressekonferenz. Man gehe natürlich mit der Erwartung in die Studie, dass mit der Impfung ein starker Rückgang der Infektionszahlen einhergehe. Angelegt ist die Studie auf sechs Monate, vom Land Tirol sind Kosten von 400.000 Euro dafür vorgesehen. 

Das Studiendesign

Starten wird die Impfaktion am morgigen Donnerstag. Die Durchimpfung mit der ersten Dosis wird voraussichtlich fünf Tage andauern. 48.500 von rund 64.000 infrage kommenden Personen hatten sich bis Dienstag für die Impfung angemeldet, das sind 76 Prozent. "Die Impfaktion ist unabhängig von der Studie zu sehen", sagte Willeit. Das bedeutet, die Bewohnerinnen und Bewohner von Schwaz können sich impfen lassen, müssen aber nicht an der Studie teilnehmen. 

Das Studiendesign sei "in Rekordzeit aus dem Boden gestampft worden", sagte Wolfgang Fleischhacker, Rektor der MedUni Innsbruck. Auch internationale Experten wir Florian Krammer hätten ihre Expertise eingebracht. Sein Vorschlag des "Draufimpfens", also der Kombination zweier unterschiedlicher Vakzine, wird aber in dieser Studie noch nicht untersucht. "Wir gehen nach der Empfehlung des Impfgremiums vor", sagte Franz Allerberger von der österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (Ages). Diese besagt, das Vakzin von Biontech/Pfizer in zwei Dosen mit dem Abstand von einigen Wochen zu verimpfen. 

Aktuelle Zahlen aus Tirol

Und so sieht die aktuelle Lage in Tirol aus: Die Anzahl der aktiv Positiven beträgt 1.401. Bei den Südafrika-Mutationsfällen gab es erneut einen Rückgang: Die Anzahl der aktiv positiven bestätigten Fälle und Verdachtsfälle auf die Südafrika-Variante sank um elf auf nunmehr 47.

Die meisten Fälle gab es aktuell im Bezirk Lienz mit 252, gefolgt vom Bezirk Kufstein mit 222. Der wegen der Südafrika-Mutation besonders im Fokus stehende Bezirk Schwaz lag mit 181 aktuell Infizierten hinter den Bezirken Innsbruck-Land (203) und Imst (194) nur mehr an fünfter Stelle. In der Landeshauptstadt Innsbruck gab es 133 positiv Getestete. In Tirol wurden bisher 608.527 PCR-Tests durchgeführt. Hingegen wurden in Niederösterreich sechs weitere Fälle gemeldet, die sich mit B.1.351 infiziert haben. 

Kommentare (4)
blackpanther
0
4
Lesenswert?

Schwachsinn

Hier geht es einzig darum, dass Kurz seinen Übervater Platter, der ihn stark unter Druck gesetzt hat, besänftigt, indem er Tirolern Impfungen zukommen lässt, die ihnen derzeit noch lange nicht zustehen. Dafür müssen alte Menschen und relevante Berufsgruppen weiter warten. Wegen Sonderkontingent: offenbar gibt es irgendwo in der EU geheime Lager, denn wo kommen die Dosen sonst her? Die EU beteuert ja immer, zu wenig Lieferungen zu bekommen! Impfstudie ist wieder ein verblödender Marketingtrick! Aber wenigstens können die Hoteliers wieder zu Ostern, falls die Hotels geschlossen bleiben, jetzt geimpft wieder zum Golfen nach Südafrika fliegen... da geht mir wirklich das (nicht)geimpfte auf!

Franzzz
0
0
Lesenswert?

Themenverfehlung

Die Frage, wie die Studie aufgebaut ist, wird so gut wie gar nicht beantwortet. Ausser dem Prozentsatz und der Zahl der Teilnehmer und der aktuell aktiv mit der B.1.351-Mutante Infizierten, gibt der Artikel keine Auskunft über das Studiendesign und das Ziel der Studie. Die Inzidenz in benachbarten Bezirken hat wohl nichts mit der Impfstudie zu tun.

Gabi68p
0
0
Lesenswert?

🤔

Es soll in der Studie- über 6 Monate - die Wirkung des Impfstoffs für die Bekämpfung/ Ausbreitung der südafrikanischen Variante erforscht werden.
Lt Heutigen Nachrichten nehmen 5000 Schwazer /innen daran teil.
Aktuell gibt es 47 Fälle der südafrikanischen Variante.
Wie soll mit 5000 Teilnehmern und 47 Fällen die Studie ablaufen?

hfg
0
6
Lesenswert?

Auf zum impfen

Dann geht sich noch ein toller Osterurlaub aus - Südafrika und die Golfclubs rufen - aber auch andere Destinationen und einige Vergünstigungen gegenüber auf die Impfung wartenden sind möglich.
Das mit der Studie ist eine gute Alibiaktion. Für den Rest der Bevölkerung heißt es bitte warten. Toller Impfplan und super konsequente Umsetzung.