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Bildschirmarbeit Was gestressten Augen hilft

Trockene Raumluft, endlose Videokonferenzen: Unsere Augen leiden momentan besonders. Was dagegen hilft und warum Pausen so wichtig sind.

© Ralf Geithe - stock.adobe.com
 
  1. Stellt das vermehrte Online-Arbeiten eine Zusatzbelastung für unsere Augen dar?

    Stundenlange Videokonferenzen, Videotelefonieren mit Freunden: Auch für Menschen, die sonst keine Bildschirmarbeiter sind, hat die Corona-Pandemie die Zeit des angestrengten Schauens auf digitale Geräte gesteigert. Das beobachtet auch Yosuf El-Shabrawi, Vorstand der Augenabteilung im Klinikum Klagenfurt – und unterstreicht, dass diese Zeit des Jahres für unsere Augen ohnehin schon belastend ist. „Durch das Heizen wird die Luft trocken, das trocknet auch die Augen aus.“

    Langes Starren auf Bildschirme verschlimmert die Situation, denn wir blinzeln weniger, der schützende Film aus Flüssigkeit, Eiweißen und Lipiden, der das Auge überzieht, reißt auf und das Auge trocknet schneller aus. Die Symptome: rote, brennende Augen, verschwommenes Sehen, rasche Ermüdung, Kopfschmerzen.
  2. Was hilft trockenen Augen wirklich?

    Zunächst sollte man laut El-Shabrawi vorhandene Sehschwächen gut einstellen lassen: „Je mehr sich die Augen anstrengen müssen, desto schneller trocknen sie aus“, sagt der Experte. Speziell für Kontaktlinsenträger, aber auch für alle anderen empfiehlt El-Shabrawi befeuchtende Augentropfen. Diese können bis zu stündlich eingetropft werden.

    Und: Augen brauchen Pausen. „Je mehr Naharbeit (Lesen, Bildschirmzeit) unsere Augen verrichten müssen, desto eher neigen wir zur Kurzsichtigkeit“, sagt der Augenarzt. Daher sollten auf 50 Minuten Naharbeit zehn Minuten Pause folgen – die man am besten in der frischen Luft verbringt, dabei in die Ferne schaut und etwas trinkt.
  3. Heimunterricht führt zu mehr Bildschirmzeit bei Kindern: Wie gefährlich ist das?

    Die Empfehlungen der WHO sagen: Bis zum 2. Lebensjahr sollten Kinder überhaupt nicht am Bildschirm sein, zwischen 2 und 4 Jahren sollte die Bildschirmzeit maximal eine Stunde betragen.

    Auch für Schulkinder empfiehlt El-Shabrawi maximal 30 bis 45 Minuten vor Bildschirmen – in Zeiten des Homeschoolings sollte die sonstige Zeit vor TV und Co. entsprechend geringer ausfallen. „Gerade bei Kindern ist es wichtig, Sehschwächen zu korrigieren, denn unscharfes Sehen führt zur Kurzsichtigkeit.“
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