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Medizinethikerin im GesprächAlena Buyx: "Sonst gibt man die Jüngeren einfach dem Virus preis"

Alena Buyx ist eine viel gehörte Stimme in der Pandemiebekämpfung in Deutschland. Die Medizinethikerin im Gespräch über das Impfangebot für Kinder, die schwindende Solidarität mit jungen Menschen und den Diskurs Impfbefürworter gegen Impfskeptiker.

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Alena Buyx, Vorsitzende Deutscher Ethikrat aufgenommen bei der Vorstellung des gemeinsamen Positionspapiers Wie soll de
Neben Christian Drosten ist die Stimme von Alena Buyx eine jener, die in dieser Pandemie in Deutschland sehr häufig gehört wurde © (c) imago images/photothek (Felix Zahn/photothek.net via www.imago-images.de)
 

Die Diskussion rund um die Covid-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche wird in Österreich und Deutschland sehr unterschiedlich geführt. In Österreich wird die Impfung für über Zwölfjährige mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer allgemein empfohlen, in Deutschland empfiehlt die Stiko diese für eine eingeschränkte Gruppe. Wie empfinden Sie die Diskussion und wieso glauben Sie, dass diese so unterschiedlich geführt wird?
ALENA BUYX: Die Diskussion in Österreich habe ich nicht im Detail verfolgt, ich kenne aber das Ergebnis. Ich halte die Empfehlung des österreichischen Gremiums in der jetzigen Lage für eine gute. Denn Sars-CoV-2, und hier besonders die Delta-Variante, wird sich dort ausbreiten, wo Menschen ungeschützt sind. Ich persönlich würde auch bei Jugendlichen das berechenbare Risiko der Impfung dem unberechenbaren Risiko der Infektion vorziehen. Es gibt inzwischen viel Erfahrung mit diesem Impfstoff, mehrere Millionen Geimpfte zwischen 12 und 15 Jahren. Bislang ist kein Signal aufgetreten, dass die Risikoabwägung deutlich verändern würde. Auch die seltenen Herzmuskelentzündungen, die aufgetreten sind, scheinen in der Regel milde zu verlaufen. Ich glaube, da kann man also zuversichtlich sein.

Kommentare (1)
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Politisch_Unkorrekter
9
21
Lesenswert?

Kluge Frau.

Das liest sich sehr flüssig.