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Tiere einschläfernWann man sein Haustier gehen lassen sollte

Am 13. September ist der Tag des Gedenkens an verstorbene Haustiere. Wann man das Leid von Hund und Katz beenden sollte.

Wann man sein Haustier gehen lassen sollte © Österreichischer Tierschutzverein Büro Wien:
 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Tod? Eine Frage, der sich die meisten Haustierhalter früher oder später stellen müssen. Der Wunsch nach einem natürlichen Tod ist groß. Das Lebensende eines Haustieres ist jedoch oft mit schweren Verletzungen oder Krankheiten verbunden. Sie ermöglichen vielleicht noch ein Existieren, aber kein Leben mehr. Wer klammert und sein vierbeiniges Familienmitglied leiden lässt, der verweigert ihm ein würdevolles Ableben.

Wann beginnt Leiden?

Kranke Tiere werden in der Wildnis schnell zur Beute von anderen. Ein langes Leiden vor dem Tod ist also nicht natürlich. Doch selbst die Diagnose „todkrank“ bedeutet nicht, dass ein Haustier sofort eingeschläfert werden muss. Solange die Fellnase frisst, trinkt, spielt, Lebensfreude ausstrahlt und mehr gute als schlechte Tage hat, sollte die gemeinsame Zeit auf jeden Fall noch genossen werden.

Sobald das jedoch nicht mehr der Fall ist und der Tierarzt trotzdem nicht aufgesucht wird, setzen Tierhalter ihre Lieblinge einem schmerzhaften Schicksal aus. Sich nicht eingestehen und nicht sehen wollen, wie es dem treuen Weggefährten wirklich geht ist egoistisch. Klammern verringert das Leiden eines Tieres kein bisschen.

Loslassen

Rechtzeitig loslassen gehört zu den Qualitäten eines guten Tierbesitzers. Euthanasie kann ein Leid beenden und gibt dem Besitzer die Möglichkeit, sein Tier auf dem letzten Weg zu begleiten. Dieser letzte Dienst sollte den Vierbeinern nicht zu spät erwiesen werden. Viele Tierärzte bieten die Einschläferung Zuhause in gewohnter Umgebung an, um Stress zu vermeiden.

Die letzte Ruhestätte

Auch das geliebte Haustier verdient ein Begräbnis. Für die Besitzer kann es einen heilsamen Prozess innerhalb der Trauerphase anstoßen. Tierfriedhöfe, wie der Tierfriedhof „Waldesruh“ des Österreichischen Tierschutzvereins, bieten Tierliebhabern einen würdevollen Abschied vom vierbeinigen besten Freund. Sowohl eine Kremierung, als auch die Beisetzung in einem Grab sind möglich. Mit den Einnahmen des Tierfriedhofs „Waldesruh“ werden wiederum Tiere in Not unterstützt.

 

Kommentare (14)

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Sandra Schweiger
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abschließende Anregung ...

Frauchen und Herrchen spüren das auch, wenn ihr Tier bereit ist zu gehen. Wenn wir uns die Zeit nehmen und uns ganz in unser Tier einfühlen, ihm in unserem Herzen begegnen, dann haben wir ein recht gutes Gefühl für die Wahrheit, für den Wunsch unseres Lieblings.

Beiden Varianten des Loslassens (natürlicher Tod und Euthanasie) haben Berechtigung – jede zu ihrer Zeit. Wichtig finde ich, dass wir vor allem in der speziellen Sterbephase nicht panisch reagieren, sondern bewusst die Ruhe finden und diese somit auch ausstrahlen können. So schenken wir uns und auch dem evtl. verunsicherten Tier Ruhe, sind stabiler in unserer Mitte, fühlen mehr mit dem Herzen, handeln im Einklang mit dem Herzen und treffen in dieser Verfassung auch sicherer unsere Entscheidungen – im Vertrauen, dass es gut ist, so, wie es ist und so, wie wir uns entscheiden.

Liebe Gedanken an alle Tiere, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Wir sind voller Dankbarkeit miteinander verbunden.

Sandra Schweiger
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wichtige Anregung, sich Gedanken zu machen

Diesen Artikel empfinde ich als sehr hilfreich. Vor allem auch die Erinnerung, dass Tiere in der Wildnis nicht lange leiden würden, weil sie von anderen Raubtieren erlöst werden.

Natürlich sollten wir unseren tierischen Liebling nicht unnötig lange leiden lassen, wenn er nicht mehr gesund wird und große Schmerzen hat; da ist der Besuch des Tierarztes ein Segen für das Tier.

Allerdings gibt es auch Menschen, die ihre Tiere viel zu schnell einschläfern, nur weil sie vielleicht alt geworden sind, weil sie mehr Pflege benötigen, weil sie krank geworden sind. Dies obwohl die Tiere kaum oder keine durchgehenden Schmerzen haben bzw. – wie im Artikel erwähnt – mehr gute als schlechte Tage haben; und sogar obwohl die Möglichkeit besteht, dass sie wieder gesund werden. Manche Tierhalter wollen dann keine Zeit und/oder Energie und/oder Geld mehr aufwenden und sich vielleicht auch nicht mit der Sterblichkeit auseinandersetzen und den Tod lieber selbst kontrollieren. (Dabei durfte ich schon miterleben, wie jede Lebensphase eines Haustieres, und vor allem diese letzte, eine große Chance ist, seinem Tier noch näher zu kommen und auch das eigene Leben bewusster zu erfahren, mit dem Tier zu wachsen.)

Aus meiner Tätigkeit als Tierkommunikatorin weiß ich, dass die meisten Tiere sehr wohl selbst wissen, ob sie gehen möchten und dies auch signalisieren. Frauchen und Herrchen spüren das genauso, aber unbewusst.

lieschenmueller
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Ich wusste nicht, dass der 13. September ein solcher Tag ist

Beim Tippen fließen sofort die Tränen.

"Run free" für alle meine geliebten Tiere hinter der Regenbogenbrücke!

Pelikan22
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Bin vollkommen ihrer Meinung!

Das ist kein Witz!

Mezgolits
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Sich nicht eingestehen und nicht sehen wollen, wie es dem treuen

Weggefährten wirklich geht ist egoistisch. Vielen Dank - das meine ich
auch und: Ab dem 24.09.2020 wird es in Österreich etwas geben - was
es noch - NIE - gegeben hat = die Gleichberechtigung von Mensch und
Tier = Menschen dürfen und sollen unabänderlich leidende Tiere, von
ihren Leiden erlösen und wahlberechtigte Menschen dürfen - anderen
wahlberechtigten Menschen helfen, ihr Leben - SELBST - zu beenden -
falls es für diese Menschen, unabänderlich, unerträglich geworden ist:
Keine Verleitung + keine Nötigung + keine Verfügungsgewalt-Übertra-
gung = wir werden Recht bekommen. Erfinder + Erstantragsteller StM

Hausberger
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Ein Mensch kann sich frei entscheiden!

Aber ein Tier? Ok, der Mensch kann für das Tier frei entscheiden...

tupper10
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Dieser Text...

... ist kein ausgewogener Bericht, sondern ein Plädoyer für die Euthanasie. Kein Experte kommt zu Wort, stattdessen geriert sich der Verfasser selbst als Experte, der noch dazu mit dem moralischen Zeigefinger kommt. Ein Text wie aus einem Werbeprospekt. Einen gut recherchierten Zeitungsartikel stelle ich mir anders vor.

Guccighost
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was wirst damit sagen

versteh ich nicht

tupper10
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Deutlicher geht's wohl nicht

Ich kritisiere die mangelnde journalistische Qualität des Artikels. Der Verfasser bringt lediglich seine persönliche Ansicht zum Ausdruck. Nicht ein einziger Experte kommt zu Wort.

lieschenmueller
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Definieren Sie "Experte" diesbezüglich

Ich habe mich schon von einigen Haustieren verabschieden müssen. Und glauben Sie mir, jemand, der sein Tier jahrelang kennt und es liebt, der sieht den Zeitpunkt gekommen. Das kann ein Befindlichkeitssprung von einem einzigen Tag sein und man weiß "heute"! Obwohl man meistens vorher alles versuchte, was die Veterinärmedizin hergibt.

Jeder verantwortungsbewusste Tierarzt würde sofort widersprechen und verweigern, wäre die Situation nicht an dem Punkt angekommen.

Und Hund oder Katze, sie gehen leicht. Sie schlafen einfach ein nach Verabreichung von dem, was dazu vonnöten ist.

Zurück bleibt man selbst, aufgelöst vom Schmerz. Den das Tier nicht mehr haben muss, das gerade in den Armen seines Besitzers erlöst wurde.

Bereit sich wieder einen Vierbeiner ins Haus zu holen ist man nur deswegen, weil die vielen schönen Jahre mit ihm den letzten, für einen selbst so traurigen Tag, gutmachen.

Pelikan22
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Wozu brauche ich dafür einen Experten?

Experte ist für mich der Tierarzt, der meinen durch Jahre liebgewonnenen "Freund" kennt und bei Krankheit behandelt hat. Wenn mir der sagt, es gibt keine Hilfe, auch keine Schmerzfreiheit, dann muss ich selber entscheiden, was ich mache. Und das sagt mir dieser Artikel! Und eines sag ich ihnen: Es ist schwer genug Abschied nehmen zu müssen!

lieschenmueller
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@Pelikan - schwer genug

Dafür wird man - leider - irgendwann selbst zum Experten.

Und ja, es ist furchtbar.

Manche Menschen haben keine Beziehung zu Tieren - die schaffen sich zum Glück auch keine an. Hoffentlich zumindest.

Bei uns war jedes Familienmitglied und wurde betrauert. Mit der Zeit bleibt die schöne Erinnerung und man kann leichter an den Hund, die Katze, denken.

Aber DER Tag selbst ist ein schwarzer. Und als solcher ins Gedächtnis unlöschbar eingebrannt.

tenke
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Skurril

Bei Tieren darf zu Euthanasie geraten werden. Aber ein Mensch, der muss leiden bis zum bitteren Ende.

GordonKelz
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Tenke....

Schreibe doch mit deinem Namen, warum verbirgst Du gute Gedanken?!
Gordon Kelz