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RatgeberIn fünf einfachen Schritten Fake News enttarnen

Falsche Informationen kann man mit einigen Tricks enttarnen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Faktencheck (für Eltern, Lehrer und Kinder).

Die „menschlichen Katze“: Kann das wahr sein? © Instagram/lairamaganuco
 

Auf unseren Smartphones wimmelt es nur so von Nachrichten, Bildern und Videos. Allerdings entsprechen nicht alle Meldungen tatsächlich der Wahrheit. Vor allem in den sozialen Netzwerken – Facebook, Snapchat und Co. – werden oft Falschnachrichten, sogenannte Fake News, verbreitet. Falsche Informationen kann man mit einigen Tricks enttarnen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Faktencheck (für Eltern, Lehrer und Kinder).

Schritt 1 – Kritisch sein

Um Falschnachrichten zu erkennen, solltest du Meldungen von vornherein hinterfragen. Vor allem schockierende Nachrichten und Bilder können ein Alarmsignal für Falschmeldungen sein.

Beispiel: Die Internetseite „Bambuca News“ hat im Jahr 2017 von einer „menschlichen Katze“ berichtet und dazu auch ein verstörendes Foto veröffentlicht. Kann das wahr sein? Das solltest du überprüfen.

Schritt 2 – Quellen bewerten

Wer hat die Nachricht oder den Artikel geschrieben? Oft ist nicht klar, wer wirklich dahintersteckt. Dazu kontrollierst du am besten das „Impressum“ der Website, die den Artikel veröffentlicht hat. Wenn der Inhaber der Seite nicht aufscheint, oder es gar kein Impressum gibt, herrscht erhöhte Fake-News-Gefahr!

Auf www.hoaxsearch.com kannst du überprüfen, ob die mutmaßliche Falschnachricht schon enttarnt wurde.

Beispiel: Auf der vermeintlichen Nachrichtenplattform bambuca.news, die den Bericht über die „Menschenkatze“ veröffentlicht hat, häufen sich ähnlich verrückte Artikel. Außerdem findet man kein Impressum auf der Website, was ein klares Zeichen für Fake News ist.

Foto © KK

Schritt 3 – Inhalt checken

Woher kommt die Nachricht überhaupt? Um das herauszufinden, hilft dir eine Google-News-Suche. Berichten andere Medien über dasselbe Thema? Wenn keine vertrauenswürdigen Onlinemedien darüber berichten, sondern lediglich anonym betriebene Websites ähnliche Beiträge teilen, handelt es sich wahrscheinlich um eine Falschnachricht.

Beispiel: Durch die Google-News-Suche findest du heraus, dass es keinerlei ähnliche Artikel in vertrauenswürdigen Medien gibt. Allerdings findet man einen Beitrag auf https://www.mimikama.at, einem Verein zur Aufklärung von Internetmissbrauch, in dem der Bericht über die menschliche Katze schon als „fake“ enttarnt wurde.

Foto © Kk

Schritt 4 – Bilder überprüfen

Falschnachrichten rücken Nachrichten mithilfe von dramatischen Bildern in ein falsches Licht. Oft passt die Geschichte gar nicht zum Bild, oder umgekehrt.

Mit der „Rückwärtssuche für Bilder“ (images.google.com) kannst du herausfinden, woher ein Bild wirklich stammt. Einfach die Bildadresse in die Suchfunktion einfügen, auf „Bildersuche“ klicken und schon siehst du eine Liste aller Seiten, die das Bild verwenden.

Beispiel: Das Bild stammt ursprünglich von Laira Maganuco, einer italienischen Künstlerin, die unter anderem Silikonpuppen herstellt. Auch bei der verblüffend realistischen Menschenkatze handelt es sich um eine Attrappe.

Foto © KK

Schritt 5 – Beitrag melden

Wenn die Falschmeldung schließlich enttarnt ist, kannst du auch dazu beitragen, sie aus dem Internet zu verbannen. Einige soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook, bieten eine Meldefunktion für ungeeignete und falsche Inhalte an. Die BetreiberInnen der Plattform werden über gemeldete Beiträge informiert und im besten Fall wird die Falschmeldung ein für alle Mal gelöscht.

Fake News können auch auf Mimikama gemeldet werden. Dort werden sie auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Außerdem gilt: Fake News niemals liken oder teilen, denn so werden sie nur noch weiter verbreitet.

Beispiel: Es handelt sich offensichtlich um eine Falschnachricht. Der Beitrag sollte auf Facebook schnellstmöglich gemeldet und enttarnt werden.

 

Foto © KK

 

Kommentare (3)

Kommentieren
kropfrob
34
3
Lesenswert?

Was ist denn das für ein neuer ...

... journalistischer Stil? ich wusste noch gar nicht, dass die Kleine Zeitung und ich per Du sind.

CuiBono
5
18
Lesenswert?

@kropfrob

Also wirklich, starker Kommentar.
Und so konstruktiv.
Haben Sie zum Thema auch was zu sagen?

Oder war Ihre Wortmeldung "fake"?

Parsec
0
21
Lesenswert?

wer lesen kann...

Unter der Überschrift steht, der Artikel wäre für Eltern, Lehrer, Kinder. Ich interpretiere das so: Der Text richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Weiters soll er für Erwachsene (hauptsächlich solche welche für die Kinder verantwortlich sind und für sie sorgen...) Argumente liefern.
Also ist es ganz in Ordnung, das die Zielgruppe (Kinder) mit Du angesprochen wird.