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Bewerbung fixFavorit Roland Weißmann steigt ins Rennen um den ORF-Chefposten ein

Nach Alexander Wrabetz und Lisa Totzauer kündigte heute auch Roland Weißmann seine Bewerbung an. Der gebürtige Linzer agiert seit 2012 als "Chefproducer Fernsehen" und darf auf Unterstützung der bürgerlichen Stiftungsräte hoffen.

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++ HANDOUT/ARCHIVBILD ++ ORF-WAHL: ROLAND WEISSMANN
Möchte ORF-Generaldirektor werden: Roland Weißmann © APA/ORF/THOMAS RAMSTORFER
 

Schon länger war spekuliert worden, dass Roland Weißmann sich um den Chefsessel am Küniglberg bewerben könnte - favorisiert von der Kanzlerpartei ÖVP. Nun ist es soweit. Wie auch seine Mitbewerber hatte der 53-jährige gebürtige Linzer bisher mehrere gewichtige Positionen im ORF inne. So agiert er seit 2012 als "Chefproducer Fernsehen", womit er das größte Programmbudget im ORF verwaltet. Seit 2017 ist er zudem Vizefinanzdirektor.

Weißmann war 2016 vom damals frisch wiederbestellten ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zunächst sogar als Kaufmännischer Direktor vorgesehen. Nachdem der ÖVP-"Freundeskreis" im obersten ORF-Gremium den Preis für die Zustimmung zu Wrabetz' Direktorenteam aber immer weiter in die Höhe schraubte, wurde es doch nichts mit dem Posten des Finanzdirektors.

Mit "Freundeskreis" in Südfrankreich

Wrabetz machte den am 16. März 1968 geborenen Weißmann schließlich zum stellvertretenden Finanzdirektor, auch weil Weißmann nach dem Ausscheiden des Wrabetz knapp unterlegenen Richard Grasl die Rolle als Verbindungsglied zum türkisen "Freundeskreis" im ORF-Stiftungsrat übernahm. Weißmann nahm etwa an Treffen bürgerlicher Stiftungsräte oder einem Seminar von "Freundeskreis"-Leiter Thomas Zach in Südfrankreich teil - nach vorheriger Genehmigung der Generaldirektion.

Weißmanns Karriere im ORF ist eng mit dem Namen Grasl verbunden. Nach dem Publizistik- und Geschichtestudium landete er 1995 im aktuellen Dienst im ORF-Landesstudio Niederösterreich. Nach Zwischenstopps als Chef vom Dienst bei Ö3 und als stellvertretender Chronikressortleiter in der ORF-Radioinformation, zog es Weißmann, der in seiner Freizeit Ausgleich beim Laufen und Boxen sucht, erneut nach Niederösterreich, wo er ab 2003 stellvertretender Chefredakteur unter Richard Grasl war.

Fachkompetenz und ORF-Player

Ab 2007 war er als Fernsehchef für die tägliche Sendung "NÖ heute" mitverantwortlich. Ab 2010 war Weißmann Grasls Büroleiter in der ORF-Finanzdirektion und beschäftigte sich seitdem intensiv mit wirtschaftlichen und finanziellen Themen. ORF-intern wird dem gelernten Journalisten inzwischen hohe Sachkompetenz in Finanz- und Budgetthemen attestiert. Grasl machte seinen langjährigen Wegbegleiter auch zum "Chefproducer Fernsehen". In dieser Funktion hatte Weißmann ein rund 400 Millionen Euro schweres Budget zu verwalten. 2020 wurde Weißmann von Wrabetz dann auch noch zum dritten Geschäftsführer von ORF.at und Verantwortlichen für die geplante Streamingplattform ORF-Player bestellt.

In seinen niederösterreichischen ORF-Jahren arbeitete Weißmann übrigens nicht nur eng mit Grasl zusammen, sondern auch mit den heutigen Channel Managern von ORF 1 und ORF 2, Lisa Totzauer und Alexander Hofer. Während Hofer noch immer zu den engsten Vertrauten Weißmanns zählt und im Fall von dessen Bestellung zum ORF-Chef als logischer Kandidat für den Job des Programmdirektors gehandelt wird, gilt das Verhältnis zu Totzauer, die mit Weißmann und Wrabetz am 10. August um den Posten des Generaldirektors ringt, als deutlich abgekühlt.

Weißmann dürfte derzeit für die ORF-Wahl am 10. August die besten Karten unter den Bewerbern haben. Der türkise "Freundeskreis" im ORF-Stiftungsrat hat sich laut APA-Informationen vergangene Woche auf die Unterstützung seiner Kandidatur verständigt. Weißmann gilt als gut vernetzt ins bürgerliche Lager und in die ÖVP. Während ihm Kritiker Willfährigkeit unterstellen, beschreiben ihn andere als verbindlich, verlässlich und professionell.

"Die Unabhängigkeit der Redaktion ist für mich das Wichtigste", meinte er erst kürzlich im Zuge einer Debatte um politische Einflussnahme auf die Berichterstattung von ORF.at. Redaktionsvertreter erinnerten Weißmann zuvor, dass es als Geschäftsführer nicht seine Aufgabe sei, im Sinne einer Partei zu intervenieren und Umtitelungen oder Ähnliches zu fordern. Nach einer Aussprache sei die Causa erledigt, so Weißmann.

Kommentare (11)
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BernddasBrot
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Im Wind Schatten von Richard Grasl

..jetzt Kurier...emporgestiegen. Das ist also der Neue. Die Familie hat bereits entschieden. ..

rouge
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Ein echtes

Familienmitglied halt.

kukuro05
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die immer gleichen Typen......

schauen alle gleich aus (denken und tun auch alle gleich - also Vorsicht!)
Kommen die alle aus dem 3D Drucker?

Natur56
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Naja

Und Wrabetz war davor Kandidat der SPÖ. Es wird Zeit für eine Ablöse und das ist gut so. Außerdem sollte sich der ORF wirklich neu aufstellen.

aToluna
9
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Neu aufstellen

Der ist seit der Kurz-Regierung schon neu aufgestellt. Bekanntlich hat die ÖVP schon lang die Mehrheit im Aufsichtsrat.

Natur56
14
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naja

am Rotfunk hat sich aber nichts geändert und wie gesagt ein frischer Wind gehört her.

heri13
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legen sie ihre türkisen Scheuklappen ab.

seit langem ist die Zeit des Rotfunks Geschichte.
noch haben die türkisen nicht den ganzen ORF in orbanmanier umgestaltet.
mit einen reinen Parteigenossen an der spitze wird es schnellstens geschehen.
mit GRAUSEN denke ich an die lindner zeit zurück.
damals bestimmte der molterer was in den Nachrichten gezeigt wurde.

aToluna
12
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Rotfunk

Welchen bitte? Wenn die ÖVP die Mehrhat hat und das "SAGEN". Wenn sich nichts geändert hat, liegt das am Schwarz(Türkies)Funk. Von der Qualität von so manchen Tütkiesen samt seinen Studienabbrecher kann man halt nicht mehr erwarten.

hakre
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!

a toluna hör auf mit deinem Gequatsche. Glaubst du dass jeder fertige Student immer viel besser ist als kein Absolvent eines Studiums?

Gotti1958
12
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Fix

Wozu den ganzen Aufwand, Weißmann ist der Kandidat vom Kanzler und damit ist er es schon. Alles Farce und Komödie.

Gotti1958
11
20
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Fix

Wozu den ganzen Aufwand, Weißmann ist der Kandidat vom Kanzler und damit ist er es schon. Alles Farce und Komödie.