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StaatsopernchefBogdan Roščić: "Das Wiener Publikum lässt sich nichts vormachen"

Das erste Jahr des Wiener Staatsoperndirektors Bogdan Roščić ist von einem geschlossenen Haus geprägt. Ein Interview über den Wert von Theater, über Corona und über praktische Inszenierungen.

Der Direktor der Wiener Staatsoper Bogdan Roščić © LALO JODLBAUER
 

Herr Direktor, im ersten Jahr einer Intendanz geht es auch darum, das Profil zu schärfen. Sie haben für Wien eine Rekordanzahl von Premieren angesetzt, um das Repertoire zu erneuern. Wie hat Corona Ihre Vorhaben beeinträchtigt?
BOGDAN ROŠČIĆ: Einerseits überhaupt nicht, andererseits natürlich zur Gänze. Der „Parsifal“, den wir gerade proben, (die Premiere am 1. April wurde wegen eines Coronafalls verschoben, Anm.) ist schon die siebte Opernpremiere in der Spielzeit. Nach den ersten drei konnte aber niemand diese Premieren im Saal selbst sehen. Andererseits haben wir alle verwirklicht, auf die Bühne gebracht, erarbeitet. Das heißt, wir haben sie jetzt im Repertoire. Im Fernsehen wurden sie von einem Millionen-Publikum gesehen, viel größer als jenes, das wir hier im Haus erreichen können.

Kommentare (1)
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fans61
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6
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Ich habe Herrn Roscic unterschätzt.

Seinem Statement hier kann ich vollinhaltlich zustimmen.

Die Buberl- und Mäderlpartie und dem Kanzlerdarsteller sind Kunst und Kultur geistig zu abstrakt und kompliziert.

Neuwahlen wären die einzige Lösung dieser Misere.