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Interview StaatsoperndirektorBogdan Roščić: "Wir wollen stärker denn je zurückkehren"

Bogdan Roščić ist der neue Wiener Staatsoperndirektor. Am Sonntagabend (26. April) präsentierte er live im ORF sein erstes Programm. Ein Gespräch über Abstandsregeln, künstlerische Ziele und den Opernball.

Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper
Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Der Theaterbetrieb steht still. Wie fühlt es sich an, durch die leere Staatsoper zu gehen?
Bogdan Roščić: Es ist hart, das Haus so zu sehen. Es bewirkt aber auch eine Art Trotzreaktion. Das bündelt sich bei mir konkret in die Vorstellung des allerersten Akkords der ersten Vorstellung nach der Pause. Diese Sehnsucht teile ich mit vielen Kollegen. Der Ehrgeiz, stärker und besser denn je zurückzukommen, ist ungeheuer. Die Staatsoper hat Weltkriege überstanden, ihr kann Corona nichts anhaben.

Das Haus bietet ja den täglichen Live-Stream älterer Produktionen, aber das ist kein wirklicher Ersatz für reales Theater.
Roščić: Die Essenz des Theatererlebnisses ist die physische Nähe, die Gemeinschaft, der Moment. Wenn man diesen Effekt irgendwann digitalisieren kann, dann wird sich das Kulturleben eventuell verändern. Aber jetzt ist er durch nichts zu ersetzen.

Wie plant man eine Saison in Coronazeiten?
Roščić: Es wird viel über Probenmöglichkeiten gesprochen, teilweise eine Scheindebatte, weil der Erlass, der das regeln soll, noch nicht vorliegt. Der nächste Aspekt ist die Verfügbarkeit der Künstler: Oper ist die internationalste Kunst überhaupt. Bis wann und wie kriegt man die Künstler zu den Proben? Und letztlich gibt es die Frage, ob und wie ab September gespielt werden kann.

Kommentare (2)

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Amadeus005
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Wer hat den Herrn eigentlich in die Staatsoper gelassen

Wahrlich kein Freund der österreichischen Kunst und Kultur. Der Niedergang des Austropops klebt an seinen Fingern. Er hat es durch Ö3 gemacht. Mal sehen was er mit der Oper macht.

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Lodengrün
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1
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Viele Künstler

sehen keinen Unterschied zwischen dem Verhalten von Domingo und Weinstein. Beide haben ihre Position in gleicher Weise für die gleiche Zielrichtung ausgenützt. Herr Sonntag ist aber nach wie vor trotz nun auch schon nicht mehr vorhandener Baritonstimme gut für das Geschäft. Da legen sie alle so viel Wert auf die Regie und dann kommen diese Stars ohne szenische Probe in die Vorstellungen. Del Monaco hat das schon in München aufgeregt. Wolfgang Wagner hatte diesbezüglich mit Herrn Domingo auch Ärger.

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