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Heeresgeschichtliches MusumKommission kritisiert: "Feierliche Erinnerung an Feldherren, nicht an ihre Taten"

Verheerender Bericht der Expertenkommission: Kein Gesamtkonzept, keine Darstellung einer modernen Militärgeschichte, fehlende wissenschaftliche Erkenntnisse und die Geschichte werde - unreflektiert - aus Sicht der Herrschenden und Offiziere erzählt. Verteidigungsministerin Tanner reagiert.

++ THEMENBILD ++ HEERESGESCHICHTLICHES MUSEUM (HGM)
"Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sind kaum berücksichtigt", kritisiert die Kommission die Dauerstellung im Heeresgeschichtlichen Museum © APA/HERBERT NEUBAUER
 

"Die Ansprüche an ein modernes militärhistorisches Museum fehlen", erklärte Kommissionspräsident Wolfgang Muchitsch bei der Präsentation zur Evaluierung der Dauerausstellung im umstrittenen Heeresgeschichtlichen Museum.  "Siege überstrahlen alles." Ursachen, Gegner, Beweggründe sowie die Perspeltiven der "einfachen Soldaten oder der Zivilbevölkerung fehlen". "Wenn man durch das Heeresgeschichtliche Museum geht, bekommt man den Eindruck: Kriege bestehen hauptsächlich aus Waffen und Gemälden", umriss Muchitsch die aktuelle Situation. Dass die im Haus gezeigten Gemälde erst viel später entstanden sind - fehlt.