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Klagenfurt

Kunden sind selbst für Wasserzähler verantwortlich

Kein Happy End: Klagenfurter Hausbesitzer muss für fünffachen Wasserverbrauch 1250 Euro nachzahlen. Laut AK Kärnten ist der Fall rechtlich klar. Experten raten zu regelmäßigen Zählerstand-Kontrollen.

© Fotolia/Schuppich
 

Dieser Fall schlägt Wellen: Ein Klagenfurter Ehepaar soll im Vorjahr 3500 Liter Wasser pro Tag verbraucht haben und muss nun 1250 Euro nachzahlen. Als Draufgabe hat der Wasserlieferant, die Stadtwerke Klagenfurt (STW), die Monatsrate von 34 auf 135 Euro erhöht – obwohl der Verbrauch in den letzten 15 Jahren fast immer gleich war. Wie es dazu kam, ist unklar. Die STW vermuten eine Versickerung, das Ehepaar gibt dem im Vorjahr eingebauten Zähler die Schuld.

Kommentare (19)
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noodleover
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Die Eigentümervertreterin der STW sollte hier im Zweifel für den Kunden entscheiden

Nun könnte die Fr. Bürgermeisterin zeigen, dass sie hinter den Bürgern steht und dem Wasserkunden im Zweifel glauben. Der Häuslbesitzer zahlt sowieso die monatliche Bereitstellungsgebühr und dürfte mit einem unbekannten Wasserverlust nicht geschröpft werden. Wenn die STW auch bei den Managementveträgen so hohe Maßstäbe ansetzen würden, könnten die Gebühren sofort gesenkt werden Fr. Bürgermeisterin.

hugo22
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Das klingt zwar gut ..... damit öffnest du aber Missbrauch Tür und Tor.

Die Bürger sollten über ihre Rechte besser informiert werden, eine Überprüfung derartiger Zähler ist bei einer Eichstelle möglich und schafft für alle Klarheit.

purrer
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Wasserzähler

Uns ist das voriges Jahr auch passiert. Wir bekamen eine Nachzahlung von über 1200 € und dachten auch gleich an einen Fehler der Stadtwerke, konnten uns diesen Mehrverbrauch in einem Zweipersonen-Haushalt nicht erklären . Eine genaue Überprüfung ergab dann aber, dass aus unserem Bewässerungsschlauch im Garten ungewollt über mehrere Monate Wasser ausgetreten ist. Bekamen daraufhin eine 30%ige Kulanz und haben in monatlichen Raten (Restbetrag 190€ jetzt im Mai) unsere Schulden abbezahlt. Stadtwerke-Mitarbeiter waren sehr verständnisvoll, aber wir mussten natürlich bezahlen.

hugo22
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...AGBs...

Auszug aus den AGBs:

.....Der Wasserzähler wird von der STW AG beigestellt, eingebaut und bleibt im Eigentum der STW AG. Die STW AG verpflichtet sich, entsprechend den Bestimmungen des Maß- und Eichgesetzes in der jeweils geltenden Fassung in den dort festgelegten Zeitabständen den Wasserzähler auf eigene Kosten auszuwechseln (derzeit alle fünf Jahre gemäß § 15 Z 5 Maß- und Eichgesetz).....

...Die Instandhaltung, der Austausch, die Entfernung oder andere Verrichtungen im Zusammenhang mit dem Wasserzähler werden von der STW AG selbst oder einem von ihr Beauftragten durchgeführt....

...?

Aristophanes
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Wenn die Arbeiterkammer ihre Bezeichnung nicht ändern will , und wirklich für die Arbeiter und Angestellten da ist, dann müßte sie für ihre Mitgleider Partei ergreifen und nicht scheinbar für die rot regierte Landeshauptstadt ?

Arbeiterkammer, finanziert doch den Betroffenen einen Musterprozeß gegen die Stadtwerke !

Generell kann ich beobachten, daß generell für vieles im Bereiche der öffentlichen Hand Geld da ist, nur für die eigenen Leute nicht ?

AXXNFXCCKFLNVD6T
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Wasserfrust

Dass das Wasser leider auch schnell und unbemerkt versickern kann (in großen Mengen!) ist klar. Dass jemand „böswillig“ einen neuen Wasserzähler mit einem dicken Verbrauch montiert, erinnert allerdings an ein Märchen...

hugo22
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Hmmmm....

....der Zähler liegt in der Eigentumsgrenze des Wasserversorgers, wie kann dann ein anderer "zuständig" sein,...

...hoffe hier wurde richtig recherchiert...

alexcarnica
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Überall die gleiche Abzocke

Ob in Villach oder in Klagenfurt.
Oder hat jemand schon mal auf seiner Abrechnung gesehen einmal nur die jährliche Indexanpassung ausgefallen wäre.
Aber dafür steckt man +70 000 Euro in eine Sichtbetonmatrize für einen Hochbehälter mitten im Wald. Ja wer hat der hat (Stadt Villach).
Inzwischen sind die Gemeinde die größten Preistreiber bei den Mieten.

gintonicmiteis
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Die Gemeinden sind nicht nur bei den Mieten die Preistreiber...

tausende überbezahlte aber unnötige Beamte müssen eben irgendwie finanziert werden.

VF1JB9X2K2OYW3EB
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Netzverlust von rund 1,5 MIO m Trinkwasser im Jahr?


Bei einem Wasserpreis von rund 2 Euro pro m zahlen die Klagenfurter Haushalet rund 2 MIO. Euro für den Wasserschwund - und niemand ist verantwortlich?

jo2802
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Akte Video vom 31.03.2015 anschauen.

ulrichsberg2
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Über 7 Millionen Wasserverlust - von einer Zählerablesung zur nächsten.

Ein so großer Wasserverlust, dass man mehrmals die ÖBB Unterführung Flughafenstraße füllen kann.
Schuldfrage nicht eindeutig geklärt, jedoch über 7.000.- dafür bezahlt.
Wie konnte das passieren ?
Fest steht:
Es wurde vom Wasserwek bzw. der Stadt, beim Bau der ÖBB Unterführung eine neue Wasserleitung zur Friedhofsgärtnerei gelegt und ein für uns unzugänglicher Wasserschacht mit der Wasseruhr gebaut.
Auch 20.000.- Euro musste von uns deshalb bezahlt werden, weil bei der Baugenehmigung für die Geschäftsumsiedlung, wegen fehlender Koordination mit der Stadtplanung, vom Wasserwerk/Stadt vergessen wurde, dass im Fundamentsbereich des Baues die Hauptwasserleitung der Stadt liegt.
Dass ist nur ein ganz kleiner Bereich mit dem man sich abplagen muss.
Friedhofsgärtnerei,
Hans Germ

ulrichsberg2
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Richtig - ergänzt:

Über 7 Millionen Liter Wasserverlust.

CuiBono
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Das Management der StW

und deren Philosophie ist nicht die eines gesetzlich privilegierten Nahversorgers, der verantwortungsvoll zu Gunsten seiner "Kunden" zu handeln hat.

Nein, das Selbstverständnis dieser Vorstandstruppe ist das eines erzkapitalistischen Unternehmens, das aufgrund seiner seltsamen Monopolstellung Gewinnmaximierung zu Lasten der großteils alternativlosen Bevölkerung betreibt.

Die damit fast risikolos (das größte Risiko liegt in internen Malversitäten) lukrierten Gewinne kann dann in sinnloser Selbstbeweihräucherung, grenzenlos überzogenen Managementvergütungen und der Beschäftigung von jeder Menge externen Gut-und Schlechtachtern und diversen "Beratern" verpulvert werden.

Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt!

Höchste Zeit, diesem größenwahnsinnigen Treiben ein Ende zu setzen und den Apparat wieder auf eine kontrollier- und steuerbare GmbH zu reduzieren.

V5C2I2GMHTAQ3L7K
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Der Kunde ist verantwortlich?

Zur Kontrolle, ja.
Das ordnungsgemäße Festhalten der Zählerstände beim Zählerwechsel jedoch...

archiv
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In Klagenfurt am Wörthersee ist die Trinkwasserversorgung "privatisiert" und somit gilt das Recht des Stärkeren - oder?


Das rund 1.500.000 m³ Trinkwasser im Jahr im Wassernetz der Stadt spurlos "versickern" ist hier auch zu erwähnen. - Aber für ca. 1,5 MIO. m³ "Netzverlust" ist niemand zuständig?

Frage: Wer bezahlt diesen "Wasserschwund" von rund 1.500.000 m³ im Jahr bzw. ist dafür verantwortlich?

Sand2
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Alle Klagenfurter mit Wasseranschluss

Sie glauben doch nicht, dass der "Wasserschwund" die Gehälter und Boni der Chefetage schmälern kann! Selbstverständlich zahlen die Kunden und nur die Kunden alle Kosten für den "Netzverlust".

georgXV
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Klagenfurter STW

"Gleichbehandlungsprinzip" - der größte Witz des Tages bei diesem Selbstbedienungsladen !!!
Abkassieren / Abzocken ist die Devise !!!

gintonicmiteis
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Farm der Tiere

"Alle Tiere sind gleich, nur manche gleicher..."

Man könnte fast meinen, George Orwell kannte damals bereits die Zustände von Klagenfurt.