Als Elisabeth Stadler zum ersten Mal Mama wurde, erfuhr sie von einem schwerkranken Baby in ihrem Umfeld. Das war für sie und ihren Mann Anlass, ihre Stammzellen beim Verein „Geben für Leben“ registrieren zu lassen. „Jeder sollte das tun“, sagt die 35-jährige Lehrerin aus Klagenfurt. Gesunde Stammzellen sind für viele Menschen das letzte Mittel im Kampf gegen Leukämie, seltene Blutkrankheiten oder Gendefekte. Wenn Chemotherapien und Bestrahlungen nicht helfen, wird eine Stammzellenspenderin oder ein -spender gesucht und hin und wieder gefunden. Oft ist es eine verzweifelte Suche – wie nach einer Nadel im Heuhaufen. „Die Chance, passende Stammzellen außerhalb der Familie zu finden, liegt im besten Fall bei 1:500.000“, sagt Julia Neugebauer, Sprecherin des Vereins „Geben für Leben“. Elisabeth Stadler war dieser „beste Fall“. Sie wurde gesucht und gefunden. „Und nun hat sie einem schwerkranken Mann aus den USA die Chance aufs Überleben geschenkt“, ist Neugebauer gerührt.