Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Neue Anlaufstelle für Burschen und Männer in Kärnten

Verein „ponto“ will durch kostenlose Einzel- und Gruppenberatungen von Burschen und Männern, gewaltpräventiven Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen sowie durch besondere Angebote für Väter Frieden und Gleichstellung in der Gesellschaft fördern.

Präsentierten den Verein „ponto“: Landesrätin Sara Schaar mit Dominique Pipal und Roland Jaritz (von links)
© Büro LR.in Schaar
Präsentierten den Verein „ponto“: Landesrätin Sara Schaar mit Dominique Pipal und Roland Jaritz (von links)

Im Rahmen einer Pressekonferenz wagte der 2022 gegründete Verein „ponto“ (Verein zur Förderung ganzheitlicher Burschen*- und Männer*arbeit) mit Sitz in Klagenfurt am Montag den Sprung in die Öffentlichkeit. Was die neue Anlaufstelle für Burschen und Männer in Kärnten bietet und welche Zukunftsperspektiven es gibt, präsentierten Gesellschaftslandesrätin Sara Schaar sowie Roland Jaritz und Dominique Pipal vom Verein „ponto“.

Verein „ponto“

„ponto“ bedeutet in der Weltsprache Esperanto Brücke. „ponto“ versteht sich als Brücke zwischen verschiedenen Formen von Männlichkeiten und bietet ganzheitliche, partizipative, gleichstellungsorientierte, intersektorale, präventive und vor allem friedensstiftende Burschen- und Männerarbeit.

Info und Kontakt: www.ponto.pro; info@ponto.pro; 0660/622 80 10

„Der Weg zu tatsächlicher Gleichstellung ist immer ein gemeinsamer Weg“, so Schaar. Über das Referat für Frauen und Gleichstellung wird die Arbeit des Vereins „ponto“ unterstützt. „Denn Frauenpolitik isoliert gibt es nicht, es ist immer Gesellschaftspolitik. Es geht darum, gemeinsam klassische Rollenbilder aufzubrechen und sinnvolle Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Denn Burschen- und Männerarbeit, die bereits in jungem Alter ansetzt, trage dazu bei, stereotype Geschlechterrollen aufzubrechen und Burschen und Männer aktiv in den Gleichstellungsprozess einzubinden.

Sucht, Risikoverhalten, Gewalt

Gesellschaftliche Erwartungen und Normen oder persönliche Unsicherheiten brechen auf viele Burschen und Männer herein. Die Reaktionen darauf sind oft Sucht, Risikoverhalten oder Gewalt. „In meiner persönlichen Arbeit mit Männern in unterschiedlichsten Beziehungen und Kontexten habe ich bemerkt, dass Männer zu wenig selbst spüren und reflektieren“, betont „ponto“-Mitbegründer Roland Jaritz.

Daher ist es das Kernanliegen von „ponto“, bei Burschen und Männern Reflexionsprozesse anzuregen. Dies gelingt durch kostenlose Einzel- und Gruppenberatungen von Burschen und Männern (on- und offline), durch gewaltpräventive Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen oder auch durch spezielle Angebote für Väter (z. B. Väterküche oder Väterwerkstatt). Der Fokus liegt auf präventiven Maßnahmen. „Wir bekommen Anfragen ohne Ende. Das zeigt uns, wie notwendig unsere Arbeit ist. Der Bedarf ist riesig“, so Jaritz.

Hilfe für Männer

Männernotruf. 0800/246 247
Männerinfo. 0800/400 777 für Männer in Krisen (rund um die Uhr)

Weitere aktuelle Themen