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MeeresschutzPalau verbietet als erster Staat korallenschädliche Sonnencremes

Der Pazifikstaat Palau hat als erstes Land der Welt bestimmte Sonnencremes verboten, um seine berühmten Korallenriffe zu schützen.

Palau will seine Korallen schützen
Palau will seine Korallen schützen © APA/AFP/William West
 

Der Pazifikstaat Palau hat als erstes Land der Welt bestimmte Sonnencremes verboten, um seine berühmten Korallenriffe zu schützen. "Wir müssen die Umwelt respektieren, denn die Umwelt ist der Ursprung des Lebens und ohne sie kann in Palau niemand überleben", sagte Präsident Tommy Remengesau.

Das Staatsoberhaupt verwies auf wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge Chemikalien aus Sonnenschutzmitteln schon in geringen Mengen die empfindlichen Korallen zum Absterben brächten. Die Einfuhr oder der Verkauf verbotener Sonnencremes wurde deswegen mit einer Geldstrafe von umgerechnet 890 Euro belegt. In Palau sind daher ab sofort zehn verschiedene Inhaltsstoffe in Sonnenschutzprodukten nicht mehr erlaubt. Dazu zählen etwa Oxybenzon, Octocrylen, Parabene und Triclosa.

Neues Meeresschutzgebiet

Darüber hinaus rief der Inselstaat eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt aus. Damit sind nun in 80 Prozent der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Insel unter anderem der Fischfang und der Rohstoffabbau verboten.

Der westpazifische Inselstaat Palau mit seinen 365 Inseln liegt zwischen Australien und Japan und ist ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders die Unterwasserwelt zieht viele Urlauber an. Nur etwa 20.000 Einwohner leben auf gerade einmal elf Inseln.

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