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Coronavirus2628 Neuinfektionen und 118 Todesfälle in Österreich

Die Patientenzahl an Österreichs Intensivstationen nahm leicht ab, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg erneut leicht.

© (c) AFP (JONATHAN NACKSTRAND)
 

118 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus sind am Dienstag registriert worden. Die Corona-Werte bleiben in Österreich weiterhin auf einem zu hohem Niveau: Die Sieben-Tages-Inzidenz ist wie gestern, Montag, wieder leicht gestiegen, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage liegt bei 220, weitere 2.628 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet.

Im Schnitt der vergangenen sieben Tagen waren es täglich 2.801 Neuinfektionen. Die Patientenanzahl in Spitälern stieg um 45 auf 3.524, während jene in den Intensivstationen um 21 auf 573 leicht zurück ging, so die Werte von Innen- und Gesundheitsministerium. Vor drei Wochen wurde der bisherige Höchststand an belegten Intensivbetten erreicht, 709 Covid-19-Patienten benötigten damals intensivmedizinische Behandlung.

In den vergangen sieben Tagen starben im Schnitt 92 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungen, die Zahl der Toten stieg in einer Woche um 646 auf 4.648 Personen. 3.576 Personen wurden als wieder genesen gemeldet, somit beträgt die Zahl der aktiv Infizierten aktuell 35.281 Personen. Seit Beginn der Pandemie wurden in Österreich 327.679 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Mittwoch mit 491 aus Niederösterreich gemeldet. 467 neue Fälle gab es in Oberösterreich, 397 in Salzburg und 326 in Wien. Es folgen die Steiermark (307) und Kärnten (301), Tirol vermeldete 217 Fälle, 82 Vorarlberg und 40 Neuinfektionen kamen aus dem Burgenland dazu.

Die Siebentages-Inzidenz steigt seit Montag wieder leicht an und steht derzeit bei 220, unter dem Österreich-Schnitt liegen Vorarlberg, Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Werte über 300 erreichen die zwei Bundesländer Kärnten und Salzburg mit 300 bzw. 304, sie weisen auch eine steigende Tendenz auf. Insgesamt wurden am Dienstag die Ergebnisse von knapp 21.000 PCR-Tests bekannt gegeben, der Anteil an positiven Testergebnissen im Sieben-Tage-Schnitt betrug rund zwölf Prozent.


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Kommentare (10)
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Limone2
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Das Land runterfahren

Die Regierung ist gefordert und bis Jänner das Land runterfahren - wie Deutschland. Die kurzen Einschränkungen bringen nichts!

rehlein
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Jedes Land, das einen harten lockdown hatte oder

grad beginnt, hat dafür mind. 3-4 Wochen anberaumt.

Nur Österreich glaubte, dass man in nicht mal 3 Wochen die Zahlen von zwischen 7000-9000 auf unter 1000 runterbekommen hätte - Utopie!

Ziel war die Entlastung in den Krankenhäusern.
Wie man an den täglichen Zahlen sehen kann, gehen diese Zahlen kaum runter, sondern bleiben auf fast gleich hohem Niveau.
Mit den zu frühen Öffnungen gehen wir geradewegs in die nächste Welle.

Man wollte bis Weihnachten erreichen, dass die ICU-Bettenbelegung auf ca. 300 runtergeht.

Nun sieht ein Blinder, dass das nicht funktioniert.

Wir brauchen aber dringend Entlastung in den Krankenhäusern!
Das, was wir jetzt haben, ist keine Entlastung, sondern nur ein minimaler Rückgang.

Deutschland begreift, dass die 7 Tagesinzidenz in Richtung 50 gehen muß, damit es zu keinem Zusammenbruch des Gesundheitssystems kommt, hat aber mehr ICU-Betten auf 100.000 Bewohner gerechnet.
Wir beginnen bei weit über 200 zu lockern....

Das geht nicht gut. In spätestens 3-4 Wochen haben wir wieder pumpvolle Intensivstationen - dass das Personal das nicht mehr lange durchhält ist sicher.

Bobby_01
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Ohje

Da sind man von den angepeilten 1000 Neuinfektionen weit weg!
Die krankenhazsbelegung, auch die der intensivpatienten ist im Steigen.
Also die Lockerung war wohl ein Schwachsinn.
Rasch Konsequenzen ziehen und umgehend alles schließen!

umo10
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Ich finde die Zahl der massentests nicht wieder

Mir kommt vor, dass dieser neuerliche schlechte Trend was mit den vielen Tests zu tun hat. Mal schaun wie die Woche endet

rehlein
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@uomo

Man hatte insgesamt ca. 4200 pos. Antigentests bei den Massentests gehabt, die dann aber noch mit PCR-Tests überprüft werden mußten.
Ich denke, dass ein Drittel davon falsch positiv waren, somit würden sich max. 3000 pos. Fälle seit Beginn der Massentests auf die Neuinfektionszahlen aufteilen.

Das kann also die gleichbleibend hohen Zahlen nicht erklären.

Fakt ist, dass der Ausgangssockel von durchschnittl. 8000 pos. Fällen pro Tag vor dem harten ld einfach zu hoch war - da kann man nicht erwarten dass in nicht mal 3 Wochen Zahlen unter 1000 zu erreichen sind.
Der ld hätte mind. 6 Wochen dauern müssen um auch nur in die Nähe von 1000 zu kommen.
Vollkommen sinnlos ein so kurzer lockdown, ausgehend von sehr hohen Zahlen, und dann noch vor Erreichen des Ziels wieder zu öffnen, und das noch dazu in der Vorweihnachtszeit, wenn die Kaufwut am größten ist, und zu den Feiertagen gefeiert wird- vollkommen egal was es für Verordnungen gibt - es wird privat nicht kontrolliert und geandet, also wird Herr und Frau Österreicher großteils mit vielen Familienmitgliedern Weihnachten feiern, und Silvester läßt man es krachen.
Wieder einmal hat man sich den wirtschaftlichen Interessen gebeugt, und auch jetzt raten Experten dazu über Weihnachten runter zu fahren - aber man will wieder abwarten was die Zahlen hergeben.
Das hatten wir ja schon, dass man zu lange wartet.
Anscheinend ist den Verantwortlichen nicht bewußt, dass in den Spitälern noch der Bär steppt.
Von 300 Int. Pat. träumen wir.

scionescio
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@Rehlein: +1

Es ist auch befremdlich, wie wenig das Thema in den Medien beachtet wird, wenn man die Aufregung im Sommer beachtet: damals Reisebeschränkungen wegen 100 Neuinfektionen am Tag, heute 100 Tote am Tag und alles wird gelockert und aufgesperrt - so wie es im Sommer nicht in erster Linie um die Gesundheit/Leben der Österreicher gegangen ist, stehen auch jetzt andere Aspekte ganz offensichtlich im Vordergrund - und die Messsage Control bauscht diesmal nicht auf (obwohl die Lage noch nie so schlimm war!) sondern versucht unter den Teppich zu kehren, damit das Missmanagement nicht so offensichtlich wird!

rehlein
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@scio

Ja, man will dzt. nicht sehen, dass die Situation schlimmer ist als je zuvor, denn jetzt haben wir nicht nur noch immer die Intensivstationen voll, sondern auch Höchstzahlen von Toten.

Von Entspannung ist in den Krankenhäusern weit und breit nichts zu sehen - eher das Gegenteil - es gibt kaum einen Abwärtstrend.
Von 700 auf etwas unter 600 ist nicht der Rede wert - und man tut so, als ob man die Katastrophe abgewendet hätte.

Ich bin wirklich ein ruhiger und zurückhaltender Mensch, aber unser ganzes Kollegium ist stinksauer und enttäuscht, weil der eigentliche Grund des lockdowns, eine Reduzierung der Intensivpatienten, überhaupt nicht abgewartet wurde.
Der harte ld hat geendet als die Intensivzahlen noch nahezu genauso hoch waren, wie zu Beginn des ld.
Und dann darauf zu hoffen, dass er noch nachwirkt, ist illusorisch, wenn man alles wieder aufmacht.

Allein unser Personalstand ist dzt. fast auf die Hälfte reduziert - es hat zwar niemand eine Covid-Infektion, aber fieberhafte Infekte, Magen-Darm-Virus, Bandscheibenvorfälle, und 2 Pfleger fallen nun mit einem burnout für mind. 3 Monate aus. Querbeet bei uns Ärzten und dem Pflegepersonal gibt es Krankenstände, und in anderen Häusern schaut es ähnlich aus.
Wir sind arbeiten unter Extremsituationen gewohnt, aber so ein lange Überlastungssituation kennen wir "Alten" nicht, die Jungen noch weniger, das gab es noch nie, und das hält man langfristig nicht durch.
Und es ist ja auch keine Reduzierung absehbar.
Was für eine Farce....

umo10
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Das wären dann 3000 additive positive Fälle

An 3 Tagen. Das sind 1000 pro Tag. Heute waren es insgesamt Lt neuwirth 2797 neue Fälle. 2797-1000=bald<1000

rehlein
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@uomo

Wie kommen Sie auf 3 Tage?
Die Massentests wurden seit Anfang Dezember gemacht.

Es waren weit mehr als 3 Testtage in ganz Österreich.
Also teilen sich diese etwa 3000 Fälle auf seit Anfang Dezember.
Deshalb macht das bei den täglichen pos. Fällen das Kraut nicht fett.

Und wir kommen absolut nicht in die Nähe von 1000 Fällen am Tag.

Sorry, mir wäre es auch anders lieber;)

selbstdenker70
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...

Ziel ist es, in dieser Woche die tägliche Zahl unter 1000 zu drücken. Das Ziel ist natürlich unerreichbar, und somit kann man den nächsten Lockdown über Weihnachten, bis Mitte Jänner, rechtfertigen.