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Unbehagen bei Datenschützern Handydaten zeigen der Regierung Mobilitätsströme an

Grazer Start-up führt für A1 Bewegungsanalysen durch. Diese reicht derlei an die Regierung weiter. Datenschützer reagieren mit Unbehagen.

© APA/HANS PUNZ
 

1. Warum werden jetzt Bewegungsdaten von Handybesitzern analysiert?
Mobilitätsanalysen ermöglichen es, über die Verortung von Handys Bewegungsströme zu erheben. A1 bietet diese Dienstleistung mit der Grazer Invenium, ein Spin-off der TU, an. Im Normalfall wird die Technologie auf Basis anonymisierter Daten eingesetzt, um etwa zu sehen, woher Touristen kommen und welche Sehenswürdigkeiten diese ansteuern. Invenium-Chef Michael Cik versichert, dass es durch diese Analysen nicht möglich sei, auf einzelne Personen zu schließen, man werte Daten in 20er-Gruppen aus.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (79)

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pescador
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Datenschützer reagieren mit Unbehagen

Vielleicht ist es noch unbehaglicher auf der Intensivstation mit Organversagen zu liegen.

Gedankenspiele
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Österreichische Regierung überwacht Bevölkerung mittels Handydaten.

Willkommen im China Europas- Österreich.

Ich hoffe das wird für Kurz und Co noch ein gerichtliches Nachspiel haben!
Das wäre ein gefährlicher Präzedenzfall wenn das durchgehen würde.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Nein, es ist keine Überwachung des Einzelnen, ich verstehe es eher wie eine Erhebung, ob sich die Österreicher an die Vorgaben auf Grund einer besonderen Situation verhalten.
Da die Daten anonym ausgewertet werden kann es keine Überwachung darstellen.

undhetz
43
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na servas, jetzt haben sie die grenze überschritten ...

weil, ab jetzt dürfen sie jedem nachspionieren - Wurscht was der Auslöser ist. Und das, weil ein SARS (x) unterwegs ist ... dieser Stamm ist schon seit Jahren ein weltweiter Begleiter der globalisierten Menschen.

nur weiter so - Denunziation 2.0 ist auf dem Weg!

über "Kurz" oder lang!

Foks
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Sehe ich auch so

Es kommt der Moment (in den nächsten 10 Jahren) wo die Menschen zwangsverpflichtet werden sich zur ihrem eigenen Wohl einen Chip einpflanzen zu lassen, damit man jederzeit sagen kann wer gesundheitlich dann im Falle des Falles zu hause bleiben muss.

MSsam
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Gar nicht nötig

In des Sozialen Netzwerken gibt ja ohnehin jeder alles bekannt...?

Mein Graz
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@Foks

Zu viele SF-Filme gesehen?

47er
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Wenn ich hier so manche kranken Kommentare lese,

wundert es mich nicht, dass eine rücksichtslos-egoistische Partei noch immer ihre Stammwähler hat. Vergnügen ohne Ende, bei jedem "Hundausläuten" dabei sein wollen, auf der ganzen Welt herumbummeln, w(d)arum hat sich denn der Virus so explosionsartig ausgebreitet. Jeder vernünftige Mensch sollte doch fähig sein, seine Bedürfnisse zumindest für etliche Tage zusammenschreiben zu können und dann gezielt einzukaufen. Zur Kontrolle - sind wir doch froh, nicht in China geboren zu sein, dort wirst alle x-Meter von einer Kamera verfolgt, eventuell mit weiteren persönlichen Folgen.

halelale
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Da hast du was nicht verstanden.

kT

Laser19
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Die Verkehrslage

In Google Maps funktioniert über die Handypositionen und Geschwindigkeiten. Niemand regt sich darüber auf, im Gegenteil viele nutzen es!

Gedankenspiele
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@Laser19

Dass sich "niemand" drüber aufregt stimmt definitiv nicht.
Die (zumeist konservativen, wirtschaftsfreundlichen) Regierungen sind hier leider viel zu lax.

Lodengrün
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Ist da

nicht ein Unterschied ob ich das benütze oder jemand meine Position ausmacht? Das man das Handy orten kann ist bekannt.

ChihuahuaWelpe56
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Die BR weiß damit

Wer (voller NamE, Adresse, Telefonummer), wo (über Triangulierung, bzw vermutlich schon über GPS Coordinaten wenn dies der Übertragungsstandart so vorsieht), wann ist und können das mit den gespeicherten Mobilfunkdaten abgleichen.

Wie wird dies getriggert? Sofern die Daten an der Meldestation aktuell sind, können diese bei einem Mobilfunkbetreiber abgefragt werden. Sollten sie nicht aktuell sein, dann kann eine „Unsichtbare SMS“ an das Handy gesendet werden. Beim Verbindungsaufbau kann dann über den Übertragungsstandart die Coordinate ausgelesen oder berechnet werden. Ob nun ein x-beliebiger Mobilfunkbetreiber (dh wo man nicht als Kunde registriert ist) auch machen kann, bin ich mir nicht sicher, aber da man bereits jetzt schon die Telefonnummer übertragen kann, also ein zentrales Register mit der IMEI, den Sim-Daten und der Telefonnummer vorherrscht, kann ich mir das gut vorstellen, dass das bereits geht.

Als Datenschutzbeauftragter frage ich mich jedoch, zu welchem Zweck sie das vor hat, denn nur um ein Bewegungsprofil, also das Feedback ob eine Maßnahme gewirkt hat, zu bekommen kann ich mir nicht vorstellen. Ausgangssperren und Überwachen: das kann man damit sehr toll dann halt auch überprüfen!

crawler
1
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Uns was soll man jetzt tun?

Sich einfach an die Vorgaben halten, oder das Handy wegwerfen?
Ich habe mich für ersteres entschieden da ich froh bin - sollte mir etwas passieren- dass man mich orten kann. Andererseits bin ich nicht so wichtig dass sich ein Mobilanbieter für meinen Standort interessieren würde.

ChihuahuaWelpe56
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„Ich hab nix zu verbergen“

„und wer was zu verbergen hat, ist böse.“ Nein, man ist nicht automatisch böse, wenn man sich nicht tracken lassen will

pietrok5
6
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Unnötige Aufregung !

Ich habe zum Beispiel in meinem Haushalt insgesamt 6 Verträge mit A1 - die laufen alle auf meinen Namen. Es kann also niemand feststellen, wo ich persönlich mich befinde. Für diejenigen die unter Verfolgungswahn leiden: Man kann sich noch immer im Ausland anonym Sim Karten kaufen ! Diejenigen die sich jetzt aufpudeln schicken wahrscheinlich selbst dauernd ihren Standort über snapchat, insta und co. ....

Planck
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Sie sind echt Datenschutzbeauftragter?

Dann sollten S' ja wissen, was Anonymisierung bedeutet, wie man anonymisiert und welche Richtlinien es dafür gibt. Und natürlich eine Ahnung haben von der Rechtslage, was die Weitergabe nicht anonymisierter Daten betrifft.
Aber vor allem sollten Sie wissen, dass das alles nicht notwendig ist.
Weil es nämlich nur um eine quantitative Abschätzung der allgemeinen Bevölkerungsbewegung zur qualitativen Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen geht.
That's it.

checker43
2
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Man

braucht nicht triangulieren, man weiß ja, bei welchem Sender wer aktiv war. Und ja, wenn jemand einen Virus herumverbreitet, obwohl er sich an die Ausgangsbeschränkung halten sollte, kann man seine Bewegung später auslesen. Und ihn nach Strich und Faden verklagen.

ChihuahuaWelpe56
2
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Wennst einen Sendemasten hast

kannst zumindest den Umkreis ausrechnen. Aber nicht die „exakte“ Position in Metern

Lodengrün
16
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Ich habe

dafür Verständnis aber Leuten wie Orban, Salvini, Kickl und co traue ich auch zu dies in anderen Angelegenheiten, und mit Namen zu nutzen. Wenn die Herren schon die MRK hinterfragen und per Erlass aushebeln wollen dann ist ALLES möglich.

markus_123
33
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Unglaublich was sich A1 da leistet

Leider ist das bei A1 schon seit 2009 gängige Praxis. So wird die Demokratie unter dem Vorwand der Sicherheit Schritt für Schritt ausgehöhlt. Nicht nur Bewegungsprofile werden von der Regierung gekauft, auch Gesichtsüberwachungssysteme wie "Clearview" werden ohne Beachtung des Datenschutzes gekauft und eingesetzt.
Zum A1 Fall: Die Einzige Möglichkeit sich dagegen zu währen ist die Kündigung des Vertrags. Alle Anderen der "nichts zu verbergen Fraktion" kann ich nur raten sich zu informieren und nachzudenken, bevor man Beiträge verfasst.

pietrok5
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@markus_123

Am besten Sie kündigen alle Ihre Verträge, dann haben Sie kein Internet mehr und uns bleiben Ihre Kommentare erspart.

Planck
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I versteh' Ihre Aufregung in dem Fall nicht.

Worum's geht, ist schlicht (Beispiel):
I sag', Leutln, i will wissen, wieviele Handys am Samstag VOR Einführung der Ausgangsbeschränkungen im Bereich Mariahilferstraße eingebucht waren.
Antwort: 12.000.
So Leutln, und jetzt will i wissen, wieviele waren's am Samstag darauf?
Antwort 1: 500. Super, die Leut' hamms begriffen.
Antwort 2: 18.500. Gratuliere, 90 Prozent der Leut' sind zu 100 Prozent Volltrottel, jetzt wird uns nix anderes übrigbleiben als mit Ausgangssperren zu arbeiten.

Verstehen S', was ich sagen will?

5d659df496fc130dbbac61f384859822
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@Planck

Genau das können Sie auch am Wasserverbrauch ablesen oder an den Pegeln in den Kanalästen der Stadt Wien. Was Sie in ihrer Arroganz übersehen ist, dass "Bewegungsprofile" abgegriffen werden. So etwas lässt sich im Ernstfall sehr schnell nutzen um ein geplantes Treffen definierter Gruppen von Menschen zu erkennen.

Mein Graz
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@Planck

Danke für diese Erklärung. Auch ich bin von falschen Voraussetzungen ausgegangen...

Ist eigentlich logisch, wenn man nur wissen will, wie viele Leute unterwegs sind. Und da vor einer Woche wahrscheinlich in etwa gleich viele bei Einsätzen oder bei der Arbeit waren ergibt das dann schon eine Gesamtübersicht.

Ich bin immer froh, wenn ich auf eigene Denkfehler stoße und dazu lernen kann!

ernesto0815
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Und da ist der Denkfehler

von den 18500 sind nicht alle Volltrotteln da in dieser Konstellation
natürlich auch Personal befindet das im Einsatz ist,
viele Menschen ( natürlich viele auch unnötigerweise ) zum Einkaufen in die Apotheke usw. gehen, manche mit dem Hund hinaus müssen, das sind Fälle die kann man mit diesen Input nicht pauschalieren.

Jeder ! Jeder !!! der nicht außer Haus muss soll daheim bleiben das ist vollkommen Richtig es gibt sicher eine Anzahl von Personen die einfach zu Dumm sind (hat man auch bei den Hamsterkäufen gesehen) aber es geht bei manchen nur durch Polizeipräsenz, Abmahnungen und nicht zu geringe Strafen .

 
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