Briten in Nöten"Es ist auch eine hausgemachte Krise durch Panikkäufe"

Tankstellen ohne Treibstoff in ihren Tanks, Supermärkte, die Kunden mit teils leeren Regalen empfangen: Christian Kesberg, der Delegierte der Wirtschaftskammer Österreich in London, spricht über "Luxusprobleme" und echte Nöte im Post-Brexit-Großbritannien.

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© AFP/Justin Tallis
 

Das Post-Brexit-Großbritannien steckt in relativen Nöten: Dieser Tage mehren sich Berichte über viele Tankstellen, die auf der Insel wegen fehlender Lkw-Fahrer mit wenig oder ganz ohne Treibstoff in ihren Tanks dastehen. Auch zu vereinzelten Übergriffen auf den Tankstellen ist es bereits gekommen.

Der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng lässt derzeit Soldaten umschulen, damit diese Tanklastwagen der Armee befüllen, fahren und entladen können: in Friedenszeiten ein einmaliger Schritt. Gleichzeitig betonte er, die Lage entspanne sich bereits. Auch der Verband Petrol Retailers Association (PRA) berichtete der BBC zufolge, es gebe Anzeichen, dass der Druck vom Wochenende nachlasse.

Zudem gibt es seit Wochen in den britischen Supermärkten teilweise leere Regale - und Berichte über Hamsterkäufe, die die Krise wesentlich befeuerten, mehren sich. 

Die Kleine Zeitung sprach mit Christian Kesberg, dem Wirtschaftsdelegierten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in London, über die aktuelle Lage in Großbritannien: