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InsiderParis nach Tötung von Lehrer vor Ausweisung von 231 Personen

Der Lehrer hatte Anfang Oktober Karikaturen des Propheten Mohammed im Unterricht gezeigt.

 

Nach der brutalen Ermordung des Lehrers Samuel Paty will Frankreich stärker gegen Radikalisierung vorgehen und die Sicherheit an Schulen verbessern. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich dafür ausgesprochen, sehr schnell konkrete Maßnahmen gegen radikalisierte Gruppen umzusetzen, wie es aus Élyséekreisen hieß. Am Sonntagabend hatte ein Verteidigungsrat unter Vorsitz von Macron mit mehreren Ministern und Antiterror-Staatsanwalt Jean-François Ricard getagt.

Ausweisung von 231 Extremisten

Frankreich bereitet nach dem Angriff Insidern zufolge die Ausweisung von 231 mutmaßlichen Extremisten vor. Innenminister Gerald Darmanin habe die örtlichen Behörden darum gebeten, die Ausweisungen anzuordnen, hieß es am Sonntag aus Polizeigewerkschaftskreisen. Von den 231 Personen seien 180 im Gefängnis, 51 sollten in den nächsten Stunden festgenommen werden. Vom Innenministerium war zunächst keine Bestätigung zu bekommen. Der Radiosender Europe 1 hatte zuvor über die geplanten Ausweisungen berichtet.

Messerattacke bei Paris: Lehrer enthauptet

Bluttat in Frankreich

In der Nähe von Paris ist am Freitag nach ersten Erkenntnissen ein Mann enthauptet worden.

(c) AFP (ABDULMONAM EASSA)

Lehrer enthauptet

(c) AFP (BERTRAND GUAY)

Bluttat in Frankreich

Nach der Tat am späten Nachmittag nahe einer Schule in Conflans-Sainte-Honorine wurde die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

(c) AFP (ABDULMONAM EASSA)

Bluttat in Frankreich

Der mutmaßliche, mit einer Stichwaffe bewaffnete Täter habe die nach einem Anruf hinzukommenden Polizisten in dem nordwestlich der französischen Hauptstadt gelegenen Ort bedroht und sei dann auf dem Gebiet der benachbarten Stadt Eragny von der Polizei erschossen worden.

(c) AFP (ABDULMONAM EASSA)

Lehrer enthauptet

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Bluttat in Frankreich

Ein Polizeisprecher teilte indes mit, dass es sich bei dem Opfer um einen Mittelschullehrer handeln soll.

(c) AP (Michel Euler)

Bluttat in Frankreich

Er soll Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt haben, hieß es aus Ermittlerkreisen. 

(c) AP (Michel Euler)

Bluttat in Frankreich

Der Täter wiederum soll vor dem Angriff "Gott ist groß" auf Arabisch gerufen haben, wie Augenzeugen berichteten.

(c) AP (Michel Euler)

Bluttat in Frankreich

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Bluttat in Frankreich

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Bluttat in Frankreich

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Bluttat in Frankreich

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Lehrer enthauptet

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Zehntausende waren am Sonntag in ganz Frankreich unter dem Motto "Je suis Samuel" oder "Je suis Prof" (dt. Ich bin Lehrer) auf die Straße gegangen, um für Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Der Lehrer hatte Anfang Oktober Karikaturen des Propheten Mohammed im Unterricht gezeigt. Anlass war die erneute Veröffentlichung der Karikaturen seitens des Satireblatts "Charlie Hebdo".

Vater mobilisierte gegen Lehrer

Daraufhin hatte der Vater einer Schülerin im Netz gegen den Lehrer mobilisiert und auch Daten wie die Adresse der Schule veröffentlicht. Die Schule und der 47-jährige Lehrer wurden daraufhin bedroht. Der Vater wurde nach dem mutmaßlichen Terrorakt in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft stellte zunächst keine Verbindung zwischen ihm und dem 18-jährigen Angreifer her, der nach der Tat von der Polizei erschossen wurde.

Regierungssprecher Gabriel Attal sagte dem Sender BFM TV, dass diejenigen, die sich an dieser öffentlichen Lynchjustiz beteiligt hätten, auch eine Verantwortung tragen würden. "Ich bin nicht das Justizsystem, ich bin nicht die Polizei, es laufen Ermittlungen, diese Menschen sind in Polizeigewahrsam, aber wir brauchen eine absolut beispielhafte Antwort in dieser Frage."

Online-Plattformen im Visier

Im Verteidigungsrat wurde laut Élyséekreisen außerdem beschlossen, die Überwachung von Online-Plattformen zu intensivieren, um bei Gewaltaufrufen schneller tätig werden zu können. Außerdem sollen radikale Vereinigungen identifiziert und ein geeigneter rechtlicher Rahmen zu deren Auflösung gefunden werden.

Macron hatte bereits Anfang Oktober in einer Rede angekündigt, stärker gegen Radikalisierung vorzugehen. Dabei hatte der Staatschef vor allem die Bildung in den Blick genommen - ein entsprechender Gesetzentwurf soll im Dezember vorgelegt werden. Macron kündigte etwa an, dass Fernunterricht von Kindern, die zu Hause bleiben, ab dem kommenden Sommer strikt eingegrenzt werden soll.

Ermittlungen laufen

Gleichzeitig gehen in Paris die Ermittlungen nach der brutalen Ermordung weiter. Mehrere Menschen befanden sich am Sonntag noch in Polizeigewahrsam. Der Angreifer mit russisch-tschetschenischer Herkunft hatte nach seiner Tat im Netz damit geprahlt und geschrieben, der Lehrer Paty habe den Propheten herabgesetzt.

In Frankreich wurde auch Kritik laut, dass nach den Drohungen gegen die Schule keine Schutzmaßnahmen getroffen wurden. "Jeder Lehrer in Frankreich muss unterstützt werden, wenn er sich in einer solchen Situation befindet", stellte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer klar.

Enthauptet

Der 47-jährige Geschichtslehrer Samuel Paty war am Freitagnachmittag in einem Pariser Vorort nahe seiner Schule von dem Attentäter mit einem Messer attackiert worden. Kurz darauf wurde seine Leiche entdeckt. Der Lehrer wies Verletzungen am Oberkörper auf und wurde enthauptet. Macron sprach von einem islamistisch motivierten Terrorakt. Das Land wird seit Jahren von islamistischen Terroranschlägen erschüttert, dabei starben mehr als 250 Menschen.

Kommentare (23)
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limbo17
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Das schlimme daran

ist das es immer noch Schwach Köpfe gibt die noch mehr von denen her holen möchten.

Sam125
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limbo17, ja leider gibt es noch immer solche,die immer mehr Migranten ins Land

lassen wollen,obwohl wir im vorigen Jahr am meisten Migranten der gesamten EU Asyl gewährten! Nämlich mehr Migranten pro 1 Mio Einwohner, wie die letzten 15 Staaten der gesamten EU zusammen aufgenommen haben!(Kl Zeitung vom 24.9. 2020)Außerdem dürften nur mehr befristete Aufenthaltstittel an Migranten vergeben werden,die man verlängern kann oder auch nicht!Und wenn Migranten straffällig werden,oder als radikale religiöse Fanatiker auffallen,wird der Aufenthalttitel einfach nicht mehr verlängert und die Migranten müssten unser Land verlassen!Somit wäre es auch mit dem unkontrollierbaren Familiennachzug auch vorbei,den jeder Migrant müsste sich ersteinmal selbst beweisen,ob er sich bei uns Integrieren kann,oder besser gesagt integrieren will! Und wirklich jeder Migrant wäre seines Glückes eigener Schmied! Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen,so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ!

logon 1
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Kurzfassung:

Je dümmer eine Regierung ist, desto mehr lässt sie sich von solchen Typen gefallen und vorführen, steht sich mit ihren schwerfälligen, unbeholfenen Gesetzen selbst im Wege und ihre Bürger müssen es büßen.
Einfache Abhilfe: Langzeithäfen und Entzug der Staatsbürgerschaft.
Die lernen nur-wenn überhaupt-durch schärfste Sanktionsdrohungen.

schadstoffarm
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Checker

Mit welcher sanktionsdrohung willst einen selbstmordattentäter beeindrucken?

petera
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Ganz so einfach ist das nicht, da beim

"harten" durchgreifen ja oft die Rechte jedes einzelnen Bürgers eingeschränkt werden (könnten).

Diese Tat ist abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen, aber man muss auch die Freiheitsrechte aller im Auge behalten.

zweigerl
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"Freiheitsrechte" für das unglaublichste Verbrechen?

"Freiheitsrechte aller" ist so eine gutgemeinte tödliche Formel, hinter der sich die abscheulichsten Terroristen mit ihren Anwälten verstecken. Darf mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, dass die Guilletonierung eines beamteten Pädagogen mit klarer didaktischer Zielsetzung im Sinne unserer liberaldemokratischen Gesellschaft durch einen ungebeten asylsuchenden islamfundamentalistischen Terroristenclan eines der unglaublichsten vorstellbaren Verbrechen darstellt? Man fasst sich bei diesen ewig relativierenden Schwätzern an den Kopf.

logon 1
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..was beim weichen..

..nicht durchgreifen herausgekommen ist, kann auf dem Friedhof besichtigt werden.

georgXV
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ENDLICH ...

scheint sich in der Sache etwas zu bewegen.
Ich hoffe sehr, daß diese Beschlüsse auch umgesetzt und die identifizierten Personen in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden (ganz egal, was da zur Zeit für Zustände herrschen) und sich NICHT irgendwelche Richter gegen diese Beschlüsse stellen / richten.

schadstoffarm
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da hat wer ein Problem mit Richtern

wie oft bist den schon eingefahren ?

stadtkater
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... oder

NGOs.

Mezgolits
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Karikaturen gezeigt

Vielen Dank - ich meine: Wozu? - Als Werbung? - Als Anti-Werbung? -
Wegen der Meinungsfreiheit? - Wegen der künstlerischen Freiheit? -
Für mich, bestätigen solche Taten - das klare Versagen der EU-Füh-
rung = solche Gewaltmenschen - in der EU anzusiedeln. Erfinder M.

reschal
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Nein

So einfach ist es nicht!!!

pescador
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Von den 231 Personen seien 180 im Gefängnis, 51 sollten in den nächsten Stunden festgenommen werden.

Immer wieder für mich unverständlich. Wenn man von Extremisten weiß und diese bekannt sind, warum reagiert man immr erst im Nachhinein? Ich kann es einfach nicht verstehen.

pescador
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.

Ich wäre sehr dankbar, wenn es mir der Rotstrichler erklären könnte.

schadstoffarm
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weil das sündigen in Gedanken

von Religionen sanktioniert wird, aber nicht vom Strafrecht.

Ichweissetwas
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sind selber schuld,

die Franzosen, sie wollten doch alle in ihrem Land haben....!

logon 1
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..nicht unbedingt,..

..viele kommen aus muslimischen Kolonien.

fred4711
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das volk sicher nicht.

aber zuständige Behörden lasssen Zuwanderung solcher Leute zu....also wie im richtigen Leben, also bei uns

stadtkater
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Auf einmal

geht das?

JK1976
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Ginge bei uns genauso..

Nur der Wille muss da sein.

Baerli6
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Ausweisen!

Da haben wir aber noch einige wie die M.a.u.r.e.r, und die wollen alle bei uns haben, sogar als Beamte in Wien!

stadtkater
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Auch vor der Regierungsbeteiligung der Grünen

ist das nie gegangen, es hat immer geheißen, dass die Herkunftsländer diese Personen nicht zurücknehmen, dass die Personen dort um ihr Leben fürchten müssen bzw. dass man inländische Staatsbürgerschaften nicht aberkennen kann, falls keine Doppelstaatsbürgerschaft vorliegt.

logon 1
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..was mit einem Schwerverbrecher..

..im Herkunftsland passiert, interessiert die wenigsten, höchstens die realitätsferne EU.
Wichtig ist, dass er die Einheimischen nicht mehr gefährdet.