Elektrischer MotorsportHier steht Porsches Zukunft – nicht nur auf der Rennstrecke

Porsche zeigt eine neue Form des Rennsports, natürlich elektrisch: Mission R soll in aller Bescheidenheit den Kundenrennsport revolutionieren – technische Details und Ideen werden auch in die Serienfertigung finden. Der erste Überblick.

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Der Mission R wird Einfluss nehmen auf künftige E-Sportwagen von Porsche © PORSCHE
 

Da steht er also. Weltpremiere, große Show. Dabei ist das kein Serienporsche, kein Massenprodukt. Aber die Idee des Autos, Designmerkmale und die Batterietechnik: All das macht den Mission R zum Technologieträger und Schauobjekt von Porsches Zukunft.

Die Designer haben ganze Arbeit geleistet, klassische Mittelmotor-Proportionen in einen elektrisch angetriebenen Sportwagen transformiert. Das Heck ist relativ hart abgeschnitten, der Misson R schaut kompakt aus, der im Rennsport vorgeschriebene Käfig ist in die Dachkonstruktion integriert. So konnte man Mission R niedrig halten, und je windschlüpfriger ein E-Auto ist, desto länger hält die Batterie durch.

Dimensionen? Der Porsche Mission R ist 4326 Millimeter lang (etwas kürzer als die aktuelle Cayman-Baureihe), 1990 Millimetern breit und 1190 Millimetern flach.

Nachhaltiges, zeitloses Design ist es, was den Mission R auszeichnet – das erklärt Porsche. Details wie der Schriftzug „Porsche“, der ins hintere, inzwischen typische, Leuchtband integriert ist, fallen auf. Außerdem sind Naturfaser-verstärkte Kunststoffe im Einsatz (Diffusor, Seitenschweller, Sitz etc.), als Basis dienen Flachsfasern aus der Landwirtschaft.

Foto © PORSCHE

Setzt man sich ins Auto, fühlt man sich wie einem Kokon: Alle Anzeigen sind auf der Sichtachse des Fahrers angeordnet, zwei Displays befinden sich auf der Lenksäule. Der Sitz kann auch für den Rennsimulator genützt werden, über ein Touchdisplay können biometrische Daten des Fahrers abgerufen werden.

Hauptintention ist es freilich, den künftigen Kundensport von der Verbrenner-Droge wegzubekommen. Mit dem Konzept Mission R werden 30 bis 40 Minuten Fahrleistung elektrisch möglich sein, das entspricht den aktuellen Anforderungen bei den Markenpokalrennen. Das Zeitfenster ist abhängig vom Streckenprofil.

Foto © PORSCHE

Technisch werden Hauptkomponenten – wie neuartige Batteriezellen etc. – erst entwickelt. Soviel gibt Porsche bisher preis: Der im Qualifying-Modus knapp 1100 PS starke Allradler beschleunigt in weniger als 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: über 300 km/h. Auf der Rennstrecke erreicht der Elektrobolide die gleiche Rundenzeit-Performance wie der aktuelle Porsche 911 GT3 Cup.“

E-Motoren und Batteriezellen werden mit Öldirektkühlung arbeiten, die konstante Leistung des Mission R soll bei  500 kW (680 PS) liegen. Die E-Motoren? An der Vorderachse arbeitet eine E-Maschine mit bis zu 320 kW (435 PS), am Heck mit maximal 480 kW (653 PS). Inklusive: 900-Volt-System, Laden bis zu 340 kW.

Der Rennspaß wird mindestens rund 350.000 Euro kosten – laut ersten Schätzungen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Ragnar Lodbrok
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wieder ein Fahrzeug,

daß die Welt nicht braucht.... kein Normalverdiener wird sich das leisten können...

Stratusin
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Es gibt aber auch Leute mit Kohle,

und die wollen ihre Freizeit nicht im Dacia verbringen. Kann man vielleicht nachvollziehen.