Gute FrageGeht von einem E-Auto eine höhere Brandgefahr aus?

Ein Blick in die Statistik verrät, dass von E-Autos keine größere Bandgefahr ausgeht als von Pkw mit fossilem Antrieb. Allerdings ist das Löschen mit deutlich mehr Aufwand verbunden.

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© mhp/stock.adobe.com (Mario Hoesel)
 

Immer wieder sieht man sie - vor allem in sozialen, aber auch in klassischen Medien: Bilder von spektakulär brennenden Elektroautos. So nimmt es nicht wunder, dass sich potenzielle Käufer über dieses Thema Gedanken machen.

Eine aktuelle Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) unter 1000 Österreicherinnen und Österreichern zeigt, dass sich mehr als ein Drittel (35 Prozent) große Sorgen wegen möglicher Schäden durch Brände machen. Und auch wenn über zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) die hohen Anschaffungskosten und die geringe Reichweite als Argumente gegen den Kauf eines E-Autos anführen, nennt immerhin ein Fünftel (22 Prozent) auch die Angst vor einem Autobrand als Beweggrund.

Das bedeutet, dass das Risiko deutlich höher eingeschätzt wird, als es statistisch betrachtet ist: „Mit der wachsenden Anzahl dieser alternativ angetriebenen Fahrzeuge häufen sich auch Berichte über fahrzeugtechnisch bedingte Vorfälle", sagt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. Aber: "Die statistischen Daten reflektieren keine größere Brandgefahr bei E-Autos als bei Pkw mit fossilem Antrieb.“

Was für jede Art von Pkw unabhängig vom Antrieb gelte, sei eine generelle Erhöhung der "Brandlast": Autos würden immer größer und schwerer, mehr Kunststoffe und andere synthetische Materialien verbaut, weshalb Brände heutzutage generell heftiger ausfallen.

Kommt es allerdings zu einem Brand bei einem E-Auto, ist der Löschvorgang deutlich komplexer als bei herkömmlichen Pkw: Einerseits hat eine brennende Hochvoltbatterie ein sehr hohes elektrisches Potenzial, andererseits kann sie durch chemische Reaktionen giftige und brennbare Gase sowie giftige und korrosive Flüssigkeiten abgeben. Zudem besteht neben akuter Explosionsgefahr auch die Gefahr der verzögerten Wiederentzündung.

Zudem kann ein brennender Akku extreme Temperaturen erreichen: Deshalb muss bei der Brandbekämpfung Wasser in das Innere der Hochvoltbatterie eingebracht werden, um den Akku zu kühlen und den Brandherd zu ersticken. Erreicht das Löschwasser das Batterieinnere nicht, muss die Batterie von außen gekühlt werden. Beim Brand eines E-Autos ist daher mit erhöhtem Bedarf an Löschmitteln und längerer Löschzeit zu rechnen. 

Kommentare (14)
umo10
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Es ist hoch an der Zeit

Kein Erdöl mehr zu verbrennen! Irgendwann geht es aus. Es gibt soviel wertvolle Produkte aus Kunststoff, die nicht wegzudenken sind. Hört auf es einfach nur unwiederbringlich zu verbrennen. Unsere Enkelkinder werden uns dankbar sein

SoundofThunder
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🤔

Wenn das Fail Save nicht funktioniert wird’s brenzlig.

scionescio
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Für Lion Akkus gibt es wegen der großen Brandgefahr eigene Transportbestimmungen

… aber sobald sie in ein BEV eingebaut werden, sind sie per Definition dann plötzlich ganz harmlos - die Verdummungskampagnen der BEV Lobby werden immer lächerlicher.

Sobald die erste Katastrophe durch einen Brand eines BEVs in einer Tiefgarage (da kommt kein Speziallöschzug mit riesigem Kühlcontainer, um darin das ganze Auto zu versenken, hinein) eingetreten ist, werden BEVs mit Sicherheit dort nicht mehr parken dürfen- auch jetzt gibt es schon aus gutem Grund in deutschen Städten Einfahrverbote für BEVs in Tiefgaragen.
In Australien hat kürzlich eine Stromspeicheranlage von Tesla aus Lion Akkus mehr als 3 Tage gebrannt und war unlöschbar bis sie komplett ausgebrannt war - wegen der Giftgase durfte die Bevölkerung die Wohnungen nicht verlassen…

Ähnlich wie bei der Atomkraft wird hier von geldgierigen Lobbys der (CO2)Teufel mit dem (Akku Sicherheits- und Sondermüll Problem) Beelzebub ausgetrieben- und naive/ahnungslose Politiker spielen brav mit!

melahide
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Ja

Da kann man immer leicht Panik verbreiten. Bald werden keine Verbrenner mehr in Tiefgaragen fahren dürfen. Wegen der giftigen Dämpfe die sie beim Fahren ausstoßen! Und fangen wir gar nicht erst mit Wasserstoff an. Wenn ein voller Wasserstoffbus hoch geht, dann findet man halb Graz unter einer neuen Adresse … also, was bleibt? Radfahren …

scionescio
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@Hilderl: Ich habe dir ja gesagt, dass du dich bei Themen .,,

… wo du ahnungslos bist und nur Unverstandenes nachplapperst, besser zurückhalten solltest!

Selbst die Hindenburg ist nicht explodiert, sondern verbrannt und die Menschen sind nicht durch eine (nicht stattgefundene) Explosion gestorben oder gar verbrannt, sondern ums Leben gekommen, weil sie aus 50m Höhe abgesprungen sind - ich kenne keinen Bus, der such nur annähernd so hoch ist.

melahide
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@zionnienchen

Das hab ich dir auch schon gesagt und du hältst dich nicht dran ..:

Carlo62
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Ein Wasserstofftank könnte bersten…

…(aufgrund des hohen Druckes) aber nicht explodieren. Wasserstoff ist nur explosionsfähig in einem H2-Luftgemisch mit einem H2 Anteil größer 4%vol und 77%vol. Darunter ist zu wenig H2 vorhanden, darüber zu wenig O2. Deshalb ist auch die Hindenburg nicht explodiert, sondern abgebrannt. Die meisten Wasserstoffexplosionen ereignen sich übrigens in Batterieladestationen von Bleibatterien.

melahide
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Deshalb ist auch

von NEL aufgrund eines Montagefehlers der Tank nicht explodiert, weil … wie sie schrieben … geht ja nicht. Jo :..

Carlo62
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@mela

Scio hat schon recht, Du hast echt keine Ahnung davon, worüber Du postest. Beim Brand in der H2 Tankstelle in Norwegen kam es aufgrund eines Brandes zu H2-Austritt und in der Folge zu Explosionen. Ein H2-Tank eines Brennstoffzellenautos kann nicht explodieren.

joektn
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Hm

Stimmt Handys uns Laptops brennen ja auch permanent ab…. *ironie off* Über 95% aller Akkus weltweit sind nicht in Autos verbaut und das funktioniert. Übrigens - Verbrenner heißen ja nicht umsonst so…

Carlo62
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@joe

Nicht alles das hinkt, ist ein Vergleich! Ein Akku in einem Tablet oder Mobiltelefon besteht aus einer Zelle mit 3,6V, sonst könnte man nicht mit der Spannung aus einem USB-Port (5V) laden. In einem Pedelec sind schon mindestens 10 Zellen in Serie und mehrere solcher Stränge parallel geschaltet. Wenn da das BMS nicht richtig arbeitet, wird es schon gefährlich. Bei einem BEV sind dann bis zu 200 Zellen in Serie und sehr viele solcher Stränge parallel geschaltet. Außerdem sind die Lade- und Entladeströme bei BEV ungleich höher als bei Handheldgeräten. Und gerade die hohen Ströme sind für die Erwärmung im Inneren des Akkus verantwortlich. Ab ca. 75 Grad besteht die Gefahr des „thermal runaway“, also des thermischen Durchgehens der Zellen. Dieser kritische Punkt ist dann nicht mehr umkehrbar.

scionescio
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@Carlo: Deine reine Beschreibung von Fakten…

… hat schon wieder einen BEV Fanboy zu einer negativen Bewertung veranlasst.
Die wollen auf Biegen und Brechen in ihrer Scheinwelt leben und verweigern konsequent alles außerhalb ihrer Blase - die würden auch die Gravitation abstreiten und sich dann gegenseitig darin bestärken, dass die Schwerkraft für sie nicht gilt … da ist wirklich Hopfen und Malz verloren!

scionescio
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@Kärntensepperl: im Tesla stecken 500kg an Akkus …

… wie viel Gramm hat ein Handyakku ?
Wo glaubst du, wird ein Brand heißer, heftiger und länger sein?
Wie wirkt sich das auf die Gefährlichkeit aus?
Was lässt sich leichter löschen?

Dämmert es?

Stratusin
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Jo!

😄😄😄😄😄🤪🤪