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Der Angriff aus der Dose Diese chinesischen Elektroautos stehen am Start

Sie kommen, sie kommen nicht, sie kommen vielleicht. Doch jetzt machen die Chinesen tatsächlich Ernst und legen mit ihren Elektroautos in Europa los.

© Montage: Adobe Stock
 

Den Anfang machten vor 40 Jahren die Japaner, dann folgten die Koreaner und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Chinesen Europa und den Rest der Welt mit ihren Autos fluten würden. Doch fast zwei Jahrzehnte lang blieb es bei Gerüchten und nebulösen Ankündigungen, sieht man von einigen patscherten Versuchen mit klapprigen Modellen ab, die in einem Desaster endeten. Noch heute erinnert man sich an die Bilder eines verheerenden Crashtests, als der China-Geländewagen Jiangling Landwind zerbröselte wie ein mürbes Lebkuchenhaus.

Kommentare (8)
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melahide
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Von der

regionalen Schiene her denke ich, es macht wenig Sinn chinesische E-Autos die zb in China gefertigt werden hier zu verkaufen. Autoproduktion sollte dort erfolgen, wo es verkauft und gefahren wird. Leider wird es aber zur Mode, Dinge irgendwo billig zu produzieren und das ganze dann zu verschiffen. Transporte müssen einfach teurer werden damit vermehrt regional produziert wird.

Aber das „Prinzip“ kennen wir ja. Erdöl wird ja auch um die halbe Welt verschifft - richtet dort vor Ort bei der Förderung, auf dem Transportweg als Schweröl, und hier durch die Verbrennung große Schäden an!

scionescio
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@Meli: Transporte generell zu verteuern, nur damit heimische Produkte überteuert angeboten werden können, ist wenig sinnvoll ...

... die heimischen Produzenten sollten eher durch Qualität überzeugen und schon wegen der fehlenden Transportkosten in ihrer Kalkulation mehr als wettbewerbsfähig sein.
Da es sehr viele Produkte gibt, die regional gar nicht angeboten werden, wäre eine willkürliche Verteuerung nur eine zusätzliche Belastung für alle Konsumenten.

melahide
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@scini

Seh ich halt nicht so. Ein „überteuertes“ Anbieten der regional erzeugten Produkte bedeutet halt auch, dass jemand nachweinen ortsüblichen Satz bezahlt wird ... Sie kritisieren ja weiter unten selbst, dass in China produzierte und hier gekauft Autos Arbeitsplätze in China subventionieren, während wir hier 580.000 Arbeitslose haben....

Wenn ich hier Unwelt- und Sozialstandards einhalte und der in China nicht und der deshalb billiger produziert, kann der Staat lenkend einschreiten. Wenn der Transport um den halben Erdball billiger ist als es hier zu produzieren, soll der Staat auch eingreifen

Das zb heimische Schweine mit Soja aus Argentinien gefüttert werden und dann nach China exportiert werden ... muss auch nicht sein!

scionescio
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@Meli: "Ein „überteuertes“ Anbieten der regional erzeugten Produkte bedeutet halt auch, dass jemand nachweinen ortsüblichen Satz bezahlt wird ..."

... mit welcher Begründung soll ich den "ortsüblichen" Satz bezahlen, wenn woanders die gleiche Qualität zu fairen Bedingungen wegen besserer Rahmendedingungen (Klima, Boden, Rohstoffe, etc.) preiswerter produziert werden kann?
In China herrschen in der Produktion keine fairen Bedingungen (zB Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeiter)

"Wenn der Transport um den halben Erdball billiger ist als es hier zu produzieren, soll der Staat auch eingreifen"
Mit welcher Begründund soll der Transport willkürlich verteuert werden?

"Das zb heimische Schweine mit Soja aus Argentinien gefüttert werden und dann nach China exportiert werden ... muss auch nicht sein! "

Sehe ich auch so - vor allem weil wir uns mit dem Soja zusätzlich CO2 importieren und die Schweineberge noch mit Steuern subventioniert werden müssen, damit sie überhaupt verkaufbar sind.

melahide
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@scini

Die Frage ist halt was WIR als Gesellschaft wollen: Vermutlich billige Ware? Gut. Dann muss ich sie importieren. Wenn ich viel importiere wandern vermutlich Arbeitsplätze ab. Weniger Steuern. Weniger Wertschöpfung. Weniger Wohlstand.
Ich kann auch das Niveau der Arbeitsbedingungen im Inland verschlechtern. Das die Arbeit billiger wird und somit auch die Produkte. Dann hat der Kunde zwar was davon, der Arbeiter nicht. Weniger Steuern, weniger Wohlstand.

Natürlich braucht es eine gewisse Import-Quote, weil nicht alles hier produziert werden kann. Aber gerade beim E-Auto: das man es in Europa nicht schafft, einen „Stromspeicher“ zu erzeugen bzw. man ein US-Unternehmen braucht das in Europa eine Batteriefabrik aufzieht ... wo ist Europa technologisch und bei der „Selbstversorgung“? Ich kann nicht alles in China bauen lassen und mich dann wundern, dass es hier immer weniger Arbeit gibt ... wobei China daran nicht schuld ist ... die sind nur Symptom in einem blöden System

Patriot
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Derzeit ist ein E-Auto noch uninteressant.

Viel zu teuer in der Anschaffung.
Wiederverkaufswert mehr als ungewiss.
Reichweite, speziell im Winter und auf der Autobahn, mehr als mau.
Miese Landestationeninfrastruktur.
Zum Teil horrende Preise bei den öffentlich zugänglichen Ladesäulen.
Batterieentsorgung total ungewiss.
Halbwegs umweltverträglich nur mit grünem Strom und den gibt's nicht überall.

scionescio
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Wir subventionieren mit unseren Steuergeldern die Arbeitsplätze in China ...

... während in Österreich über 500.000 Menschen ohne Arbeit sind, bauen die Chinesen Kohlekraftwerke und Atommeiler, damit sie genug Energie haben, um eAutos zu produzieren, die nicht nur in der Herstellung (Akkuproduktion) ziemlich gleich viel CO2 wie herkömmliche Fahrzeuge produzieren, sondern im realen Fahrbetrieb mit einem realen Strommix noch zusätzlich für die Erzeugung von CO2 verantwortlich sind und um die halbe Welt verschifft werden müssen.
Spannend wird es bei den Ersatzteilen werden: wie man bei Tesla sieht, kann es zwischen Wochen und Monaten dauern, bis die Ersatzteile gefertigt und um die halbe Welt transportiert werden.

DergeerderteSteirer
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Deine Argumente haben schon seine Richtigkeit @scionescio, ...................

jedoch lass bitte mal die Tesla-"Krax'n" aus dem Spiel, du machst ja schon jedesmal wennst dieses Produkt erwähnst indirekte Werbung .................. ;-)
Jeder gut informierte Interessent oder auch Freak weiß zu gut das die Tesla-"Krax'n" das gelbe vom Ei fehlt, vorallem was die Service und Reparaturmöglichkeiten betrifft, es gibt was E-Fahrzeuge betrifft bessere Produkte welche effizienter und auch erschwinglicher sind !!