Der Angriff aus der Dose Diese chinesischen Elektroautos stehen am Start

Sie kommen, sie kommen nicht, sie kommen vielleicht. Doch jetzt machen die Chinesen tatsächlich Ernst und legen mit ihren Elektroautos in Europa los.

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© Montage: Adobe Stock
 

Den Anfang machten vor 40 Jahren die Japaner, dann folgten die Koreaner und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Chinesen Europa und den Rest der Welt mit ihren Autos fluten würden. Doch fast zwei Jahrzehnte lang blieb es bei Gerüchten und nebulösen Ankündigungen, sieht man von einigen patscherten Versuchen mit klapprigen Modellen ab, die in einem Desaster endeten. Noch heute erinnert man sich an die Bilder eines verheerenden Crashtests, als der China-Geländewagen Jiangling Landwind zerbröselte wie ein mürbes Lebkuchenhaus.

Im Reich der Mitte zog man die Lehren daraus. Eine Konsequenz war, dass sich die Chinesen nur noch auf den Heimmarkt und zunehmend auf das staatlich verordnete Elektroauto konzentrierten. Und klar war auch: Ein globaler Angriff würde nicht mehr mit einem Verbrenner, sondern ausschließlich über die Dose erfolgen. Denn auch wenn alle von Tesla reden, nimmt China seit Jahren eine Führungsrolle bei der E-Mobilität ein und verfügt über die beste Batterietechnologie und die wesentlichen Akkuhersteller.

Das rollt auf uns zu: Die wichtigsten neuen Autos 2021

Neben einer Modellpflege für die Limousine Giulia und das SUV Stelvio stehen die Zeichen 2021 auf Tonale (Bild): Die Studie des Kompakt-SUV hatte Alfa Romeo bereits 2020 gezeigt. Der Tonale soll auf der Plattform des Jeep Renegade stehen und damit auch als Plug-in-Hybrid kommen.

ALFA ROMEO

Verbrennerseitig kommen heuer der RS 3 und die Coupé-Version von Audis mittelgroßen SUV Q5 neu aus Ingolstadt. Auf Seiten der Elektroautos wird der viersitzige e-tron GT (Bild) seinen Einstand geben.

AUDI

Mehr Breitenwirkung dürfte das neue, vollelektrische Kompakt-SUV Audi Q4 e-tron entwickeln. Auch davon wird es eine Coupé-Variante namens Sportback geben.

AUDI

Ende 2021 bringt BMW mit dem SUV iX das erste Modell, das auf der neuen Elektroplattform basiert. Mit einem Brutto-Energiegehalt von mehr als 100 kWh soll dessen Akku eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus einfahren. 

BMW

Ebenfalls soll der Startschuss für BMWs viertüriges Coupé i4 fallen. Dessen Elektromotor kann eine Leistung von bis zu 390 kW (530 PS) abspulen und lässt den GT in rund vier Sekunden von 0 auf Tempo 100 sprinten. 

BMW

Abgesehen von den beiden neuen Elektroautos treten der neue BMW M3 und M4 (Bild) sowie das 2er Coupé in den Dienst, zudem sind die Neuauflagen des Vans 2er Active Tourer und auch ein neues SUV-Flaggschiff angekündigt - der BMW X8, eine Coupé-Variante des X7.

BMW

Der neue Citroën C4 mutiert zum Crossover, der als Benziner, Diesel und Stromer zu haben sein wird. Der Stromableger wird unter dem Namen ë-C4 firmieren und hat eine maximale Leistung von 100 kW (136 PS) und einen Aktionsradius von bis zu 350 Kilometern, gemessen nach dem WLTP-Zyklus.

CITROEN

Die Zeit, in der Renaults Diskont-Tochter Dacia die alte Technik auftragen musste, ist endgültig vorbei. Vielmehr steht der neue Sandero wie auch der neue Clio auf der modularen CMF-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi. Hier lesen Sie den ersten Test.

DACIA

Dacia hat das Tuch von seinem ersten Elektroauto namens Spring Electric gezogen, das um weniger als 15.000 Euro an die Steckdose gehen soll.

DACIA

Ford bringt sein Elektro-SUV Mustang Mach-E im Sommer 2021. Zwei Batterieversionen und zwei Antriebe (Heck/Allrad) stehen zur Wahl. Zudem ist ein zweites, kleineres Elektro-SUV angekündigt. Außerdem verpasst Ford seinen Vans S-Max und Galaxy Hybridantriebe. 

FORD

Mit diesem Prototypen hat Honda einen Ausblick auf die nunmehr elfte Generation des Civic gegeben, der in diesem Jahr präsentiert werden soll.

HONDA

Hyundai bringt den neuen Tucson gleich in mehreren Hybridvarianten und als Diesel. Seinen Vorgänger überragt er um 20 Millimeter in der Länge, 15 in der Breite und 10 beim Radstand (4500/1865/1650 mm L/B/H, 2680 mm). Zudem hat das Elektro-SUV Kona eine Facelift bekommen und das größte SUV Santa Fe startet als Plug-in-Hybrid.

HYUNDAI

Angekündigt ist ein neuer Crossover namens Hyundai Bayon, der in der ersten Jahreshälfte 2021 startet. Er wird sich also unter den bestehenden Modellen Kona, Tucson, Santa Fe und dem Wasserstoffstromer Nexo einordnen.

HYUNDAI

Unter der neuen Stromer-Submarke Ioniq will Hyundai bis 2024 drei neue Elektroautos auf den Markt bringen. Das erste neue Elektroauto wird ein mittelgroßes SUV-Coupé. Es hört auf den Namen Ioniq 5.

HYUNDAI

Bei Jaguar steht die Modellpflege des XF ins Haus, genauso wie die Plug-in-Hybrid-Varianten der SUV E- und F-Pace. Und dann könnte es mit der Ablöse des Flaggschiffs XJ tatsächlich etwas werden.

JLR

Die vierte Generation des Kia Sorento ist 4,81 Meter lang und das erste Modell, das auf der neuen, mittelgroßen Plattform der Koreaner basiert- Es startet auch als Plug-in-Hybrid. Zudem haben die Koreaner für den Herbst ein weiteres Elektroauto angekündigt.

KIA

Mazdas erstes Elektroauto, der MX-30 (Bild), bekommt einen Range-Extender, das SUV CX-5 bekommt ein Facelift. Angekündigt sind außerdem die Neuauflagen des Mazda6 und des CX-7.

MAZDA

Mit dem EQA (Bild) bringt Mercedes ein elektrisches Pendant zum SUV GLA. Die Reichweite soll bei rund 400 Kilometern liegen. Auch der Stromer EQB soll im kommenden Jahr präsentiert werden.

DAIMLER

Ein paar Klassen darüber machen sich mit dem EQE und dem EQS (Bild) die Strom-Versionen von E- und S-Klasse bereit, um an die Steckdose zu gehen.

DAIMLER

Auch bei den konventionellen Modellen tut sich so einiges: Die Neuauflage der Mercedes C-Klasse in allen Varianten und des SL sind angesagt, genauso wie der neue Citan, jetzt T-Klasse (Bild) genannt. Der soll auch elektrisch an den Start gehen.

DAIMLER

Das SUV-Coupé Nissan Ariya steht auf der neuen Elektroplattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und wird in nicht weniger als fünf Varianten zu haben sein.

NISSAN

Die nunmehr dritte Generation des Nissan Qashqai scharrt ebenfalls in den Startlöchern. Er wird in mehreren Hybrid-Varianten zu haben sein, aber nicht mehr als Diesel.

NISSAN

Wie im PSA-Konzern derzeit üblich, wird es den neuen Opel Mokka (Bild) sowohl rein elektrisch als auch mit Benziner und Diesel geben. Außerdem werden in diesem Jahr das Facelift der SUV Crossland und Grandland sowie der ganz neue Astra an den Start gehen.

OPEL

Peugeot hat seinen SUV 3008 (Bild) und 5008 einem Facelift unterzogen, wichtigste Neuheit 2021 wird aber die Neuauflage des Kompakten 308 sein.

PEUGEOT

Volvos elektrische Tochtermarke Polestar startet mit dem neuen Kompaktmodell mit dem recht pragmatischen Namen 2 den Frontalangriff auf Tesla. Zudem soll 2021 der Polestar 3 präsentiert werden.

POLESTAR

Aus der Studie Mission E Cross Turismo (Bild) soll 2021 die "Kombi-Version" des Porsche Taycan werden.

PORSCHE

Die dritte Generation des Renault Kangoo (Bild) kommt im Frühjahr 2021 zu den Händlern. Und mittelfristig auch wieder elektrisch. Unter dem Kangoo stößt der Express zur Sippe.

RENAULT

Renault bringt mit dem Arkana sein erstes SUV-Coupé nach Österreich. Mit 4,57 Metern Länge reiht sich der Arkana zwischen Kadjar und Koleos ein. Marktstart ist im ersten Halbjahr 2021. 

RENAULT

Mit dem Showcar Mégane eVision gibt Renault einen schon  recht konkreten Ausblick darauf, was sich bei den Franzosen in Sachen Stromern ab 2021 in der Kompaktklasse tun wird.

RENAULT

Seat holt das mit Abstand kleinste Modell der Marke vor den Vorhang: den Minimó. Die verwegene Kreuzung aus Auto und Motorrad ist ein elektrischer Zweisitzer und hat eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern. 

SEAT

Bei Skoda kommt mit dem Enyaq (Bild) das erste Elektromodell, das auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten des Volkswagenkonzerns basiert. Erwartet wird auch die Neuauflage des Skoda Fabia.

SKODA

2021 soll Teslas Model Y in Europa auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um ein Kompakt-SUV, das technisch auf dem Model 3 basiert.

 

 

TESLA

Subaru und Toyota haben gemeinsam eine Elektroplattform entwickelt, auf der 2021 die ersten Modelle anrollen. Und die sind mittelgroße SUV. Während Toyota jetzt einen schemenhaften Teaser veröffentlicht hat, ist Subaru schon einen Schritt weiter und hat den Namen seines SUV bereits verraten: Evoltis.

TOYOTA

Toyotas neues SUV im Kleinformat Yaris Cross, kommt 2021 und – wie sollte es bei den Japanern auch anders sein – auch als Hybrid auf den Markt.

TOYOTA

Auf eine Länge von knapp fünf Metern erstreckt sich die elegante Neuauflage der Wasserstoff-Limousine Toyota Mirai. Der Hecktriebler soll es auf Reichweiten von bis zu 650 Kilometern bringen.

TOYOTA

2021 bringt Toyota das siebensitzige SUV Highlander (Bild) in Europa auf den Markt. Mit Hybridantrieb. Diesel? Fehlanzeige. Und: Das Sportcoupé GT86 soll einen Nachfolger bekommen, der auch wieder als Subaru antritt.

TOYOTA

Volkswagen hat den ID.4 (Bild), das erste vollelektrische SUV der Marke, präsentiert. Er startet in verschiedenen Batterievarianten mit Reichweiten von bis zu 500 Kilometern. Auch das SUV-Coupé ID.5 soll 2021 an die Steckdose gehen.

VOLKSWAGEN

Bei den Modellen mit konventionellen Antrieben steht die Neuauflage des VW Bus, also der T7, ins Haus sowie die Coupé-Variante des SUV T-Cross. Zudem startet der überarbeitete Arteon inklusive neuer Variante als Shooting Brake.

VOLKSWAGEN
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Mit dem globalen Eintritt in das Zeitalter der Elektromobilität sehen die Chinesen nun ihre Zeit gekommen. Die ersten Schritte der Offensive auf europäischem Boden sollen heuer erfolgen. Den Feldzug starten will man vorzugsweise in Norwegen, wo Elektroautos wegen der großzügigen Förderungen am meisten boomen. Mehr als ein halbes Dutzend chinesischer Autobauer stehen jedenfalls in den Startlöchern: etwa Aiways, Nio, Byton, JAC, Great Wall, die Geely-Tochter Lynk & Co, aber ebenso der größte chinesische E-Auto-Anbieter BYD.

Zulassungen Jänner bis Oktober 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 718 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 33,5 Prozent.

BMW

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 878 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Minus von 1,3 Prozent ein.

KIA

Platz 8

912 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 235,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 1129 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 112,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 1278 Exemplare des neuen, elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1572 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 1988 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 2181 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 2678 Verkäufe. Das macht ein Plus von 492,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 3149 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 56,4 Prozent.

TESLA
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Auf dem Speiseplan stehen freilich die großen europäischen Märkte wie Deutschland und Frankreich. Aber auch Österreich, wo die im Besitz der chinesischen Saic-Gruppe stehende, einst britische Marke MG schon seit dem Vorjahr mit einem Elektro-SUV ihr Glück versucht. Seit 1. Jänner wird MG unter dem Dach der von Denzel gegründeten Asia Car Import Austria GmbH verkauft.

Dort hält der für die China-Sparte zuständige Vorstand Hansjörg Mayr Ausschau nach weiteren Marken: "Wir reden mit Great Wall und BYD“, bestätigt der Denzel-Manager, der an die chinesischen Stromer glaubt: "Unser MG hat fünf Sterne im NCAP-Crashtest, dazu gibt es sieben Jahre Garantie auf Auto und Batterie.“

„Die Elektroautos, die kommen, sind keine Billigautos, sondern auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb, vor allem technologisch im Bereich der Batterie“, erklärt Mayr weiter. Mit JAC wird bereits eine weitere China-Marke in Österreich angeboten. Generalimporteur für das Fahrzeug, ein Elektro-SUV, ist Raiffeisen Lagerhaus.

Die Wettbewerbsfähigkeit stellt auch Magna-Europa- und -China-Präsident Günther Apfalter nicht infrage. „Noch haben die Chinesen einen Exotenstatus, aber die Produkte sind zunehmend ernsthaft.“ Nicht zuletzt durch das Know-how ihrer westlichen Joint-Venture-Partner, das sich die Chinesen zunutze machten. So hat Magna für die Baic-Gruppe ein Elektroauto entwickelt und fertigt den Wagen unter der Marke Arcfox für den Heimmarkt auch in Zhenjiang.

Das Elektro-SUV namens Alpha-T von Arcfox Foto © ARCFOX

Schon wird diskutiert, ob das Elektro-SUV namens Alpha-T auch in Europa angeboten werden soll. „Der Wagen würde auch hier bestehen, da bin ich mir sicher“, so Apfalter, der den Elektroautos aus China eine gute Chance gibt. Es wird eine Frage des Vertriebs sein, ich rechne spätestens 2025 stark mit ihnen.“

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melahide
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Von der

regionalen Schiene her denke ich, es macht wenig Sinn chinesische E-Autos die zb in China gefertigt werden hier zu verkaufen. Autoproduktion sollte dort erfolgen, wo es verkauft und gefahren wird. Leider wird es aber zur Mode, Dinge irgendwo billig zu produzieren und das ganze dann zu verschiffen. Transporte müssen einfach teurer werden damit vermehrt regional produziert wird.

Aber das „Prinzip“ kennen wir ja. Erdöl wird ja auch um die halbe Welt verschifft - richtet dort vor Ort bei der Förderung, auf dem Transportweg als Schweröl, und hier durch die Verbrennung große Schäden an!

scionescio
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@Meli: Transporte generell zu verteuern, nur damit heimische Produkte überteuert angeboten werden können, ist wenig sinnvoll ...

... die heimischen Produzenten sollten eher durch Qualität überzeugen und schon wegen der fehlenden Transportkosten in ihrer Kalkulation mehr als wettbewerbsfähig sein.
Da es sehr viele Produkte gibt, die regional gar nicht angeboten werden, wäre eine willkürliche Verteuerung nur eine zusätzliche Belastung für alle Konsumenten.

melahide
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@scini

Seh ich halt nicht so. Ein „überteuertes“ Anbieten der regional erzeugten Produkte bedeutet halt auch, dass jemand nachweinen ortsüblichen Satz bezahlt wird ... Sie kritisieren ja weiter unten selbst, dass in China produzierte und hier gekauft Autos Arbeitsplätze in China subventionieren, während wir hier 580.000 Arbeitslose haben....

Wenn ich hier Unwelt- und Sozialstandards einhalte und der in China nicht und der deshalb billiger produziert, kann der Staat lenkend einschreiten. Wenn der Transport um den halben Erdball billiger ist als es hier zu produzieren, soll der Staat auch eingreifen

Das zb heimische Schweine mit Soja aus Argentinien gefüttert werden und dann nach China exportiert werden ... muss auch nicht sein!

scionescio
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@Meli: "Ein „überteuertes“ Anbieten der regional erzeugten Produkte bedeutet halt auch, dass jemand nachweinen ortsüblichen Satz bezahlt wird ..."

... mit welcher Begründung soll ich den "ortsüblichen" Satz bezahlen, wenn woanders die gleiche Qualität zu fairen Bedingungen wegen besserer Rahmendedingungen (Klima, Boden, Rohstoffe, etc.) preiswerter produziert werden kann?
In China herrschen in der Produktion keine fairen Bedingungen (zB Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeiter)

"Wenn der Transport um den halben Erdball billiger ist als es hier zu produzieren, soll der Staat auch eingreifen"
Mit welcher Begründund soll der Transport willkürlich verteuert werden?

"Das zb heimische Schweine mit Soja aus Argentinien gefüttert werden und dann nach China exportiert werden ... muss auch nicht sein! "

Sehe ich auch so - vor allem weil wir uns mit dem Soja zusätzlich CO2 importieren und die Schweineberge noch mit Steuern subventioniert werden müssen, damit sie überhaupt verkaufbar sind.

melahide
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@scini

Die Frage ist halt was WIR als Gesellschaft wollen: Vermutlich billige Ware? Gut. Dann muss ich sie importieren. Wenn ich viel importiere wandern vermutlich Arbeitsplätze ab. Weniger Steuern. Weniger Wertschöpfung. Weniger Wohlstand.
Ich kann auch das Niveau der Arbeitsbedingungen im Inland verschlechtern. Das die Arbeit billiger wird und somit auch die Produkte. Dann hat der Kunde zwar was davon, der Arbeiter nicht. Weniger Steuern, weniger Wohlstand.

Natürlich braucht es eine gewisse Import-Quote, weil nicht alles hier produziert werden kann. Aber gerade beim E-Auto: das man es in Europa nicht schafft, einen „Stromspeicher“ zu erzeugen bzw. man ein US-Unternehmen braucht das in Europa eine Batteriefabrik aufzieht ... wo ist Europa technologisch und bei der „Selbstversorgung“? Ich kann nicht alles in China bauen lassen und mich dann wundern, dass es hier immer weniger Arbeit gibt ... wobei China daran nicht schuld ist ... die sind nur Symptom in einem blöden System

Patriot
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Derzeit ist ein E-Auto noch uninteressant.

Viel zu teuer in der Anschaffung.
Wiederverkaufswert mehr als ungewiss.
Reichweite, speziell im Winter und auf der Autobahn, mehr als mau.
Miese Landestationeninfrastruktur.
Zum Teil horrende Preise bei den öffentlich zugänglichen Ladesäulen.
Batterieentsorgung total ungewiss.
Halbwegs umweltverträglich nur mit grünem Strom und den gibt's nicht überall.

scionescio
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Wir subventionieren mit unseren Steuergeldern die Arbeitsplätze in China ...

... während in Österreich über 500.000 Menschen ohne Arbeit sind, bauen die Chinesen Kohlekraftwerke und Atommeiler, damit sie genug Energie haben, um eAutos zu produzieren, die nicht nur in der Herstellung (Akkuproduktion) ziemlich gleich viel CO2 wie herkömmliche Fahrzeuge produzieren, sondern im realen Fahrbetrieb mit einem realen Strommix noch zusätzlich für die Erzeugung von CO2 verantwortlich sind und um die halbe Welt verschifft werden müssen.
Spannend wird es bei den Ersatzteilen werden: wie man bei Tesla sieht, kann es zwischen Wochen und Monaten dauern, bis die Ersatzteile gefertigt und um die halbe Welt transportiert werden.

DergeerderteSteirer
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Deine Argumente haben schon seine Richtigkeit @scionescio, ...................

jedoch lass bitte mal die Tesla-"Krax'n" aus dem Spiel, du machst ja schon jedesmal wennst dieses Produkt erwähnst indirekte Werbung .................. ;-)
Jeder gut informierte Interessent oder auch Freak weiß zu gut das die Tesla-"Krax'n" das gelbe vom Ei fehlt, vorallem was die Service und Reparaturmöglichkeiten betrifft, es gibt was E-Fahrzeuge betrifft bessere Produkte welche effizienter und auch erschwinglicher sind !!