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Mittelkärnten mit bescheidenen Nächtigungszahlen im Sommer

Die Nächtigungszahlen für die Sommermonate Mai bis August wurden veröffentlicht. Die Bezirke St. Veit und Feldkirchen schneiden mäßig ab.

Eine Drohnenaufnahme eines Hotels bei Nacht.
© KK/ABH Landhotel Knappenberg
Das Landhotel Knappenberg sorgte in Hüttenberg für ein großes Plus
Andreas Hoi
Teamleiter Regionalredaktion St. Veit und Feldkirchen

Vor Kurzem hat das Land Kärnten die Nächtigungszahlen für die Sommermonate von Mai bis August veröffentlicht. Die Bezirke St. Veit und Feldkirchen schnitten dabei erneut mäßig ab. 623.240 Übernachtungen gab es in diesem Zeitraum in Feldkirchen, deutlich darunter liegt St. Veit mit 185.305 Nächtigungen. In absoluten Zahlen konnte nur der Bezirk Wolfsberg (126.866) weniger verzeichnen als St. Veit, Feldkirchen liegt kärntenweit im unteren Mittelfeld.

Nächtigungen nach Bezirken (Mai bis August)

  1. Spittal: 2,24 Millionen.
  2. Villach-Land: 1,33 Millionen.
  3. Klagenfurt-Land: 845.091.
  4. Völkermarkt: 840.752.
  5. Hermagor: 758.533.
  6. Villach Stadt: 663.177.
  7. Feldkirchen: 623.240.
  8. Klagenfurt Stadt: 301.176.
  9. St. Veit: 185.305.
  10. Wolfsberg: 126.866.

Genauer auf die Gemeindezahlen geblickt, fällt vor allem Hüttenberg ins Auge. Die beschauliche Kommune mit etwa 1200 Einwohnerinnen und Einwohnern kann sich über ein Plus von 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr freuen, das sind insgesamt 2485 Übernachtungen. Der Grund ist einfach genannt: „Das wiedereröffnete Landhotel Knappenberg (vormals Jufa-Hotel, Anm. d. Red.)“, weiß Bürgermeister Josef Ofner (FPÖ).

Verschiedene Kooperationen, unter anderem mit dem Klippitztörl und der Gemeinde selbst, sollen dabei helfen, künftig mehr Gäste nach Hüttenberg zu locken. Ofner setzt touristisch auch auf das Musikzentrum in Knappenberg, das zwar aktuell noch von der Kommune betrieben wird, aber: „Die Nutzungsvereinbarung mit dem Land läuft Ende des Jahres aus.“ Über eine Weiterführung werde verhandelt. „Das Land möchte einen Pachtvertrag, wir können allerdings keine Pacht zahlen. Wenn es zusperren müsste, wäre das ein Nachteil für die gesamte Region, für alle Musikschaffenden und natürlich auch für das Landhotel.“ Der Gemeindechef bleibt aber optimistisch, dass es schlussendlich zu einer Einigung kommen wird. Die mit Abstand nächtigungsstärkste Gemeinde in St. Veit ist übrigens Althofen mit 78.289 Übernachtungen, die Bezirksstadt St. Veit verzeichnete etwas mehr als 15.000.

Nächtigungen Bezirk St. Veit

  • Althofen: 78.289.
  • Brückl: 1523.
  • Deutsch-Griffen: 2839.
  • Eberstein: 4473.
  • Frauenstein: 4436.
  • Friesach: 3978.
  • Glödnitz: 6514.
  • Gurk: 8884.
  • Guttaring: 2421.
  • Hüttenberg: 2485.
  • Klein St. Paul: 3059.
  • Liebenfels: 12.319.
  • Metnitz: 4578.
  • Mölbling: 650.
  • St. Georgen am Längsee: 29.655.
  • St. Veit: 15.012.
  • Straßburg: 2732.

Anmerkung: Kappel am Krappfeld, Micheldorf und Weitensfeld werden in der Statistik nicht geführt.

Steigerungen in Gnesau und Albeck

Das größte prozentuale Plus in Feldkirchen geht auf das Konto von Gnesau. 11.830 Nächtigungen sorgen für eine Steigerung von 27,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Wir haben einige gute Betriebe, die für diese Zahlen verantwortlich sind“, betont Bürgermeister Erich Stampfer (ÖVP) und nennt dabei unter anderem das Hotel-Restaurant Wunder sowie einige bäuerliche Betriebe, die Urlaub am Bauernhof anbieten. „Die Nähe zum Nockgebiet hilft natürlich auch.“ Touristisch konzentriere sich die Gemeinde vor allem auf Wanderungen. „Diese werden sehr gut angenommen“, meint Stampfer.

Ebenfalls über ein sattes Plus von 17,4 Prozent auf 13.735 Übernachtungen darf sich Albeck freuen. Ähnlich wie in Hüttenberg spielt auch hier die Wiedereröffnung eines Hotelbetriebs eine große Rolle. Das Jufa-Hotel auf der Hochrindl öffnete Ende 2025 wieder seine Pforten. „Das zeigt, wie wichtig das Haus für uns als Gemeinde und für die Hochrindl als Tourismusort ist“, sagt Bürgermeister Wilfried Mödritscher (ÖVP). Auch Privathäuser, die auf der Hochrindl vermietet werden, würden sich positiv auf die Statistik auswirken.

Nächtigungen Bezirk Feldkirchen

  • Albeck: 13.735.
  • Feldkirchen: 78.894.
  • Glanegg: 4533.
  • Gnesau: 11.830.
  • Himmelberg: 7075.
  • Ossiach: 204.636.
  • Reichenau: 75.475.
  • St. Urban: 17.511.
  • Steindorf am Ossiacher See: 202.123.
  • Steuerberg: 7428.

Touristisch positioniert man sich vor allem als Wanderort. „Wir werden im Frühjahr gemeinsam mit der Gemeinde Deutsch-Griffen als österreichisches Wanderdorf zertifiziert. Das passt perfekt für uns als kleines Ausflugsziel, wir wollen es in Zukunft weiterentwickeln und ausbauen.“

Die großen Nächtigungsbringer in Feldkirchen sind wenig überraschend wieder die beiden Seegemeinden Ossiach mit 204.636 und Steindorf mit 202.123 Übernachtungen. Die Stadt Feldkirchen zählte ihrerseits 78.894 Nächtigungen.