Land Steiermark startet nach dem Aus für LIG eine Immo-Reform
Im Land wird das Immo-Management nun in einer Abteilung gebündelt, die zu den Ressorts von Landeshauptmann Kunasek (FPÖ) zählt.

Immobilien mit einer Nettogeschoßfläche von rund 580.000 Quadratmetern – mehr als 80 Fußballfelder – nennt das Land Steiermark sein Eigen. Darunter sind Baujuwele in Graz wie das Landhaus, die Burg, das Palais Attems oder die Alte Universität, auch viele Schlösser, die als Schulen oder Internate verwendet werden, die Amtsgebäude des Landes samt der Bezirkshauptmannschaften und vieles mehr. Wie berichtet, will das Land sich ja für die Budgetkonsolidierung auch von einigen Objekten trennen: etwa dem Palais Attems oder dem Schloss Halbenrain.
Nach rund 25 Jahren wandert das Portfolio von der aufgelösten Landesimmobilliengesellschaft (LIG) retour in die Landesverwaltung. Als die Immobilien an die Landestochter LIG veräußert worden sind, hat diese für den Ankauf Kredite aufgenommen und Kapital ins Landesbudget gespült. Diese Darlehen sind nicht im Maastricht-Ergebnis des Landes schlagend geworden. Das Land hat so Kredite ausgelagert und Steuervorteile lukriert. Beide Vorteile sind Geschichte, damit auch die LIG.
Immobilien des Landes sind bald „Chefsache“
Im Land hat man nun eine Abteilungsreform angestoßen, um das Immo-Management aus einer Hand zu gewährleisten. Es wird alles in der Abteilung für Landesimmobilien und Zentrale Dienste umbenannten „Zweier“ gebündelt. Die Zuständigkeit für die „Immobilienverwaltung Land Steiermark“ (die frühere LIG) wandert von der „Abteilung 4 Finanzen“ dorthin. Das Referat Landeshochbau wird aus der Abteilung 16 (bisher im Ressort von Landesrätin Claudia Holzer) in die Zweier verlegt. Die 16er steht fortan nur noch für „Mobilität und Infrastruktur“. Das Immo-Management ressortiert nun bei Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ). Er und Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) unterstreichen, diese Lösung stehe für Bürokratieabbau, klare Strukturen und Effizienz.