14 Millionen Euro: Bagger rollen für Kärntner Bildungscampus
Am 20. Oktober erfolgte der Spatenstich für den neuen Bildungscampus Brückl. 14 Millionen Euro und drei Jahre Bauzeit sollen Volksschule, Hauptschule und Kindergarten vereinen.

Es ist Dienstag, der 20. Oktober. Ein kühler Herbstmorgen, doch die Stimmung in der Marktgemeinde Brückl könnte nicht besser sein. Vor der Mittelschule befinden sich bereits mehrere Erdhügel. Die Transformation von der Mittelschule Brückl zum Bildungscampus Brückl hat begonnen.
Was bekommt man nun also für 14 Millionen Euro? „Den Zubau eines Kindergartens, die Sanierung des Bestandsgebäudes und die Adaptierung für Mittel- und Volksschule. Ebenfalls wird ein zweiter Turnsaal errichtet“, fasst Franz Pirolt, Vorsitzender des Schulgemeindeverbandes St. Veit, zusammen. Man rechnet momentan mit einer Bauzeit von drei Jahren und somit visiert man eine Fertigstellung 2029 an. „Es ist ein Bauwerk, das in die Zukunft greift und für mehrere Generationen wesentlich sein wird.“

Für eine flüssige Abwicklung und kürzere Wege wird das gesamte Vorhaben direkt vom Schulgemeindeverband abgewickelt. „Alles kann aus einer Hand gesteuert werden und wird selbstverständlich transparent erfolgen“, sagt Pirolt und verspricht, dass der Schulgemeindeverband alles tun wird, damit die Kosten eingehalten werden können.
Alles für die Schüler
Schulqualitätsmanagerin Jovita Trummer von der Bildungsdirektion freut der Bauauftakt ganz besonders, da sie seinerzeit selber in Brückl in die Schule ging. „Als ehemalige Schülerin weiß ich, wie lange das Haus bereits so gestanden ist und wie viele Höhen und Tiefen es gesehen hat.“ Wichtig war ihr, dass die Schulleitung immer wieder Ideen einbringen konnte, um das bestmögliche Ergebnis für die Schüler zu schaffen.
Als ehemalige Schülerin weiß ich, wie lange das Haus bereits so gestanden ist und wie viele Höhen und Tiefen es gesehen hat.
— Jovita Trummer, Schulqualitätsmanagerin
Landtagspräsident Andreas Scherwitzl (SPÖ) bezeichnet den Campus als „Leuchtturm für die gesamte Region“. Mit Änderung des Schulgesetzes wurden auch die Schulsprengel aufgehoben. „Dadurch werden auch bestimmt vermehrt Kinder aus Magdalensberg zum Bildungscampus kommen“, sagt Scherwitzl, der auch Magdalensbergs Bürgermeister ist. „Unsere Kinder sind das wertvollste Gut, das wir haben, und letzten Endes geht es doch darum, den jungen Familien Qualität zu bieten.“

Gemeindechef Harald Tellian (Liste „Wir für Alle“) freut sich sichtlich über den Baustart: „Heute schreiben wir Geschichte. Nach vielen Diskussionen können wir nun beste Lernbedingungen und eine Top-Infrastruktur schaffen.“ Der Bildungscampus sei als „moderner zentraler Ort“ in Brückl zu sehen.
Bei dem Spatenstich anwesend waren ebenfalls Bezirkshauptfrau und Geschäftsführerin des Schulgemeindeverbands St. Veit, Claudia Egger, Althofens Bürgermeister Walter Zemrosser (Liste für Alle), Klein St. Pauls Bürgermeisterin Gabriele Dörflinger (SPÖ), beide Brückler Vizebürgermeister Robert Cech (SPÖ) und Wolfgang Schober (Liste „Wir für Alle“) sowie weitere Vertreter aus Bildung und Politik.