Osttiroler Baufirma schießt in die Höhe wie ihre Bauwerke
Christian Mariachers Firma „Machbau“ aus Lienz hat innerhalb von zwei Jahren einen Senkrechtstart in der Branche hingelegt und große Aufträge an Land gezogen.

Der Bau des neuen Möbelix in Lienz, der Wiederaufbau des Abfallwirtschaftszentrums Rossbacher nach dem verheerenden Brand in Nußdorf-Debant, ein Wohnbau in Virgen, die Fernwärme in Obertilliach, Abfaltersbach und Kals: Auf etlichen Bauzäunen in Osttirol sticht Passanten derzeit ein Schild ins Auge. Jenes der Firma „Machbau“, die sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht hat und ebenso in die Höhe schießt wie ihre Bauwerke.
„Bis auf Tunnelbau machen wir eigentlich alles“, sagt Miriam Mariacher, Prokuristin, Personalmanagerin und Marketingchefin der erst vor zwei Jahren gegründeten Firma mit Sitz in Lienz. Ihr Mann Christian Mariacher ist Bauingenieur und war zuvor schon bei einem Baukonzern tätig, der sich allerdings aus Osttirol und Oberkärnten zurückgezogen hat. Daraufhin habe er sich entschieden, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Dank seines guten persönlichen Rufs in der Branche konnte er einen gewissen Vertrauensvorschuss nutzen, noch ausstehende Projekte seiner ehemaligen Firma übernehmen und fertigstellen und dadurch auch Arbeitsplätze seiner damaligen Kollegen in der Region erhalten. „Das war für uns eine große Verantwortung, die wir aber gerne angenommen haben und wir sind dankbar, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Mut und das Vertrauen hatten, diesen Schritt mit uns zu gehen“, betont Miriam Mariacher, die die Gründung von Anfang an unterstütze.

Einem zum Großteil also bereits bestehenden, eingespielten Team mit anfangs 13 Mitarbeitern wurde mit „Machbau“ somit ein neuer Anstrich verpasst. Knapp zwei Jahre später ist die Belegschaft bereits auf 53 angewachsen – unter anderem wegen der großen Aufträge, die die Osttiroler Firma mit ihrem breiten Fundament an Leistungsbereichen an Land zieht. Dieses reicht von Wohn- und Industriebau, über Abbruchtätigkeiten, Erd-, Leitungs- und Straßenbau bis hin zu Steinschlichtungen und Recycling, also die umweltgerechte Aufbereitung und Wiederverwertung von Baurestmassen.
Kundennutzen steht an erster Stelle
„Uns ist es extrem wichtig, schnell, qualitativ hochwertig und transparent zu arbeiten. Wir setzen alles daran, vorgegebene Termine einzuhalten. Es macht für einen Kunden viel aus, ob er eine Halle einen Monat früher oder später in Betrieb nehmen kann. Wir wollen mit unseren Mitarbeitern coole Projekte machen, Großes schaffen und haben oft auch einen anderen Zugang zu den Projekten. Wir denken um die Ecke. Bei uns liegt der Fokus nicht auf dem Umsatz, sondern auf dem größtmöglichen Kundennutzen und das kommt gut an“, liefert Miriam Mariacher weitere Gründe für das schnelle Wachstum.

Eine Firma, die anpackt und tut, das heben der Hashtag „MACHma“, mit dem der Betrieb in Sozialen Medien agiert, wie auch der Firmenname „Machbau“ hervor, obwohl dieser eigentlich ein Hinweis auf die Anfangsbuchstaben des Namens des Gründers „Mariacher Christian“ sein sollte. „Aber er passt auch in dieser Hinsicht ganz gut zu uns“, sagt Miriam Mariacher, die weitere Standorte künftig nicht ausschließt. „Derzeit liegt unser Fokus zwar auf Osttirol, aber wir haben große Ziele. Wir wollen das Smartphone der Baubranche werden.“ In der Region soll in Zukunft also an „Machbau“ kein Weg vorbeiführen. Derzeit arbeite man daran, die richtigen Leute in Bezug auf Daten, Prozesse und Technologie zusammenzubringen um künftige Herausforderungen bestmöglich stemmen zu können. Mariacher: „Es gibt nur einen Weg und der ist nach vorn.“