Ostbahn-Elektrifizierung: Rodungen in Laßnitzhöhe geplant
Für die Elektrifizierungsarbeiten der Ostbahnstrecke muss auch Wald beim Bahnhof Laßnitzhöhe weichen. Er soll sich aber nur um ein kleines Stück handeln.
Im Bereich des Bahnhofs Laßnitzhöhe sollen Waldflächen gerodet werden. Das geht aus einem Edikt hervor, das auf evi.gv.at und auch in der Kleinen Zeitung vom 19. Oktober veröffentlicht wurde: Die ÖBB-Infrastruktur AG hat einen Antrag auf Erteilung der forstrechtlichen Rodungsbewilligung für vorübergehende und dauernde Rodungen von Waldflächen im Bereich des Bahnhofs Laßnitzhöhe gestellt.
Hintergrund ist die laufende Elektrifizierung der Steirischen Ostbahn zwischen Graz und Gleisdorf bzw. der ungarischen Staatsgrenze bei Mogersdorf. Notwendig sollen die Rodungen für vier Baumaßnahmen sein: Einerseits die Elektrifizierung der bestehenden Gleise – diese werden mit einer Oberleitung ausgestattet, zweitens die Errichtung eines Schaltgerüstes, drittens der Neubau der Gleise 1 und 2 auf einer Länge von rund 300 Metern, viertens ein zusätzliches Abgestellgleis.
Rodungen: Waldflächen sind überschaubar
Um großflächige Rodungen handle es sich aber nicht, heißt es aus der Bezirksforstinspektion Graz-Umgebung. Es gehe lediglich um wenige Quadratmeter, wovon der Großteil auch wieder aufgeforstet wird („temporäre Rodung“). Ab dem heutigen Montag (19. Oktober) bis zum 30. November kann man die Unterlagen im Gemeindeamt Laßnitzhöhe und im Verkehrsministerium in Wien (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, BMIMI) einsehen und beim Ministerium schriftliche Einwendungen erheben.
Die Hauptarbeiten für das insgesamt 358 Millionen teure Elektrifizierungsprojekt der ÖBB haben heuer im Abschnitt Graz-Ostbahnhof bis Authal begonnen. Die S-Bahn-Haltestelle Raaba wurde etwa bereits zum Nahverkehrsknoten umgebaut.
Laßnitztunnel: Anspruchsvollster Abschnitt
Eine der technisch anspruchsvollsten Arbeiten des Gesamtprojekts betrifft die Aufweitung des rund 530 Meter langen Laßnitztunnels, übrigens der einzige auf der gesamten Strecke. Der Tunnel bietet derzeit nicht genügend Platz für die erforderlichen Anlagen.