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Was bedeutet die Zahl 161 auf FPÖ-Plakaten in Villach?

Unbekannte haben Wahlplakate von FPÖ-Spitzenkandidat Erwin Baumann beschmiert. Was hinter dem Zahlencode steckt und welche Strafen dafür drohen.

Ein Wahlplakat mit einem Mann im Anzug links neben ihm steht: „Auf ihn kann Villach bauen“
© KLZ/Klaus Steiner
Die Zahl „161“ steht für die Abkürzung „Antifaschistische Aktion“ und wurde auf Plakaten von Stadtrat Erwin Baumann (FPÖ) geschmiert
Klaus Steiner
Regionalbüro Villach

Der Wahlkampf für die Gemeinderatswahl in Villach im Februar 2027 hat noch nicht richtig begonnen, da gibt es bereits erste Plakatbeschmierungen. Betroffen sind Plakate von Stadtrat Erwin Baumann, der als FPÖ-Spitzenkandidat ins Rennen geht. Mit dem Slogan „Auf ihn kann Villach bauen“ wirbt Baumann bereits um Stimmen. Auf einzelnen Plakaten, etwa in der Nähe des AMS Villach, wurde nun die Zahl „161“ gekritzelt.

Was auf den ersten Blick wie eine beliebige Zahlenkombination aussieht, hat einen politischen Hintergrund. Die Ziffern stehen für die Buchstaben AFA, die Abkürzung für „Antifaschistische Aktion“. Dabei wird jeder Buchstabe durch seine Position im Alphabet ersetzt: A ist der erste, F der sechste Buchstabe. Der Zahlencode wird in der linken und antifaschistischen Szene verwendet, um eine Haltung gegen Faschismus, Rechtsextremismus und Rassismus auszudrücken. Die Zahl „161“ ist für sich genommen aber kein verbotenes Symbol. „Es ist für mich sehr verwunderlich, dass es solche Schmierereien noch gibt. Ich dachte, solche Zeiten wären vorbei“, sagt Baumann auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Er überlegt des Weiteren, die Sache anzuzeigen.

Beschmierungen werden als Sachbeschädigung geahndet

Denn unabhängig von der politischen Botschaft können solche Beschmierungen strafrechtliche Folgen haben. In Österreich fällt das Beschädigen oder Verunstalten fremden Eigentums grundsätzlich unter den Tatbestand der Sachbeschädigung. Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten vor. Bei schwerer Sachbeschädigung können höhere Strafen drohen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wahlplakate der FPÖ in Villach Ziel solcher Aktionen wurden. Bereits im Nationalratswahlkampf 2024 wurden in Maria Gail Plakate des damaligen FPÖ-Spitzenkandidaten Herbert Kickl verunstaltet. Unbekannte hatten den Schriftzug „Rassismus ist keine Meinung“ auf die Plakate geschrieben und Kickls Konterfei mit einem aufgemalten Bart versehen.