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Präsident Christian Jauk: „Sturm fördert die Stadt Graz“

Nach dem Sponsoren-Ausstieg der Stadt bekräftigt der Sturm-Boss, dass sich der Verein von seiner Heimatstadt im Stich gelassen fühlt.

© GEPA
Christian Jauk findet deutliche Worte

Eigentlich sollten Trips zu Europa-League-Reisen, speziell gegen Kontrahenten aus namhaften Ligen, eine Belohnung für das sportlich Erreichte darstellen und somit unter die Kategorie Genussreise fallen. Sturms Ausflug nach Bournemouth wurde jedoch von der Ankündigung der Stadt Graz überschattet, ihr Sponsoring bei den „Blackies“ genauso zu beenden wie beim GAK und den 99ers.

Sturm protestierte, indem man in England beim Einmarsch der beiden Mannschaften das Wort „Graz“ auf den Shirts der Spieler überklebte. Nach der Partie fand Präsident Christian Jauk deutliche Worte: „Die Heimatstadt hat uns im Stich gelassen.“

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Das Wort Graz war beim Einmarsch auf den Platz abgeklebt

Vor allem einer nach der Bekanntgabe dieser Entscheidung der Stadt immer wieder kolportierten Annahme wollte das Vereinsoberhaupt entgegentreten: „Nicht die Stadt fördert Sturm Graz, sondern Sturm Graz fördert die Stadt. Wir zahlen deutlich mehr ein, als wir bekommen.“

Der Vergleich, was in anderen Bundesländern und anderen Städten an Unterstützung bereitgestellt werde, fällt laut Jauk unerfreulich aus: „Scheinbar ist ein Kind in Graz deutlich weniger wert als ein Kind in Wien, Linz oder Salzburg, und das tut weh, weil es um junge Menschen geht. Es geht nicht um den Profisport. Der Profisport ermöglicht den Breitensport.“

Junge Menschen brauchen Vorbilder und die Vorbilder schaffen wir.

— Christian Jauk

Sturm tourt seit Jahren durch Europa und vertritt dabei auch die Stadt Graz. Zudem sprechen gerade internationale Erfolge die Jugend an. „Junge Menschen brauchen Vorbilder und die Vorbilder schaffen wir“, so Jauk, der klarstellt: „Wir sind ein Grazer Verein. Darauf sind wir stolz. Da sind wir her, und wir werden auch in Zukunft alles tun, um Graz würdig zu vertreten.“

Wobei diese Aufgabe nun nicht gerade einfacher wird. Denn die klare Botschaft der Stadt sei: „Wir wollen den Fußball auf Spitzenlevel in Graz nicht mehr haben.“