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Mehr als 9.000 bestätigte Ebola-Fälle im Kongo

Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 9.000 gestiegen. Entsprechende Daten hat die Regierung des zentralafrikanischen Landes am Dienstag veröffentlicht. Dem jüngsten Lagebericht des kongolesischen Instituts für öffentliche Gesundheit zufolge liegt die Zahl der Fälle bei 9.066 und die der Todesopfer bei 4.381. Der Ausbruch des Bundibugyo-Stammes des Virus war im Mai erklärt worden.

Er hat sich zur größten Ebola-Epidemie mit den meisten Todesfällen in der Geschichte des Kongo entwickelt und den schweren Ausbruch von 2018 bis 2020 bereits übertroffen. Für den derzeitigen Virus-Stamm gibt es keine zugelassenen Impfstoffe und Behandlungen. Helfer versuchen, die Verbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen.

Weltweit wird der Ausbruch nur von der westafrikanischen Epidemie der Jahre 2014 bis 2016 übertroffen. Damals infizierten sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 28.600 Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Mehr als 11.000 der Betroffenen starben.

Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat auch andere Länder in Mitleidenschaft gezogen. Vergangene Woche bestätigte Kenia seinen ersten eingeschleppten Fall. Dabei handelte es sich um einen kenianischen Staatsbürger, der vom Kongo über Uganda gereist und in Nairobi gestorben war. Uganda selbst hatte zu Beginn des Jahres 20 Fälle und zwei Todesfälle gemeldet, wurde aber im August für Ebola-frei erklärt.