Quellen sind trocken, nun ist Oberzeiringer Trinkwasser auch noch verunreinigt
Bei Routineuntersuchung wurde festgestellt, dass das Trinkwasser in Oberzeiring verunreinigt ist. Der Ort kämpft seit Monaten mit Wasserknappheit.
„Achtung - Achtung“ informiert am Dienstag die im Bezirk Murtal liegende Marktgemeinde Pölstal. Bei einer Routineuntersuchung des Trinkwassers sei festgestellt worden, dass „die Trinkwasserqualität für den menschlichen Gebrauch derzeit nicht geeignet“ sei. Betroffen sind alle Haushalte, die am örtlichen Wasserleitungsnetz Oberzeiring (Marktgemeinde Pölstal) angeschlossen sind.
Die Ursache soll von Experten rasch angeklärt werden. „Das Wasser darf nur noch nach dreiminütigem Abkochen zum Genuss verwendet werden.“ Duschen ist weiterhin möglich. Die Maßnahme wurde aufgrund eines Vorberichts nach der Trinkwasseruntersuchung gesetzt, der erhöhte Werte aufgewiesen hat. Um welche Art der Verunreinigung es sich handelt, ist noch nicht bekannt. Der endgültige Prüfbericht wird demnächst, heute oder morgen (14. Oktober), erwartet.
Nicht ausgeschlossen ist ein Zusammenhang mit den trockenen Quellen. 18 sind es insgesamt, Wasser rinnt nur wenig. Bereits im Frühjahr ist dem Kurort das Wasser ausgegangen (wir berichteten). Über den gesamten Winter hatte man damals keine nennenswerten Niederschläge mehr verzeichnet, besonders mangelte es an Schnee.
Lieferungen von außen
Es braucht somit seit dem Frühjahr 2026 Lieferungen von außen, um die Wasserversorgung aufrechterhalten zu können. „Einmal mehr und einmal weniger. Aber grundsätzlich benötigt Oberzeiring seit rund einem halben Jahr zugeliefertes Wasser“, erklärt der Pölstaler Bürgermeister Ewald Haingartner. Das Wasser kommt aus Möderbrugg, das ebenfalls in der Marktgemeinde Pölstal liegt, es wird direkt in den Hochbehälter gepumpt.
Das soll natürlich nicht dauerhaft so bleiben. Neue Quellen wurden bereits gesucht und gefunden. Konkret steht aber noch nicht fest, wie das Problem langfristig gelöst werden soll.