Neues oststeirisches Festival öffnet Türen für Kunst und Zukunft
„Nicht jammern, sondern tun“: Gleisdorfer Arbeitsgemeinschaft ruft neues Kunstfestival ins Leben. Interessierte Künstler können sich noch bis Ende Oktober bewerben.

Wie steht es um die Kultur in Gleisdorf? Seit Jahresbeginn fährt die Stadtgemeinde Gleisdorf ja einen strengen Sparkurs. Auch der Kulturbereich ist betroffen. Während für den Kulturkeller neue Lösungen gesucht werden, hat sich auch die Kunst- und Kulturszene auf neue Beine gestellt. „Es hilft nichts zu jammern, wir müssen ins Tun kommen“, sagt Ewald Ulrich bestimmt.
Er ist Sprecher der im April gegründeten Arbeitsgemeinschaft (Arge) Kulturpakt. Die neue Plattform ist eine Nachfolgegruppierung des bisher von der Stadt geförderten Kulturpakts Gleisdorf.
In den vergangenen sechs Monaten wurden Künstler, Interessierte aus Wirtschaft und Tourismus sowie Vertreter von Gemeinden zur Mitarbeit eingeladen. Mittlerweile zählt die Arge 30 Mitglieder.
Neue Ausstellungsräume sind entstanden, etwa die Unit Gallery im Gleisdorfer Unitcenter. Gemeinsam mit dem Spiegelgitterhaus, der K. und K. Poststation und den Feistritzwerken bieten sich damit neue Möglichkeiten für Ausstellungen im privaten Rahmen „.Angesichts knapper öffentlicher Mittel werde die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kultur immer wichtiger“, meint Karl Bauer, stellvertretender Arge-Sprecher und Kulturreferent der Stadt Gleisdorf. „Aufgrund der Lage sehe ich mich ja eher als Kulturbaustellen-Referent“, findet er.
Neues Festival geplant
Neu sei auch der Kooperationsgedanke, um Kunst in der Region sichtbar zu machen. Intensiv tüftelt die Arge darum an einem neuen Festival. „Es soll vier Tage lang im April an verschiedenen Orten in der Oststeiermark stattfinden“, verrät Ulrich. Dazu werden noch Kunstschaffenede sowie Projekte gesucht.
Aprilfestival 2027
Termin: 22. bis 25. April 2027, stattfinden soll es an unterschiedlichen Orten in der Oststeiermark
Thema: Future Open – Open Future
Wer kann teilnehmen? Künstlerinnen und Künstler, Kulturinitiativen, Kollektive, Vereine, Studierende und kreative Menschen aller Generationen und Disziplinen.
Bewerben kann man sich bis 31. Oktober mit einer kurzen Projektbeschreibung, Informationen zur eigenen Person oder zum Team sowie, wenn vorhanden, Bildmaterial oder Links zu bisherigen Arbeiten an info@argekulturpakt.at
Weitere Infos: www.argekulturpakt.at
Unter dem Titel „Future Open – Open Future“ sind alle künstlerischen Disziplinen willkommen – von bildender Kunst, Theater und Tanz über Literatur und Film bis zu Fotografie, Performance und Installationen. Besonders erwünscht seien junge Künstlerinnen und Künstler. Auch Vereine, Initiativen, Kollektive und Schulen können sich beteiligen.
Zukunft im Blick
Das Festival soll Fragen zur Zukunft aufgreifen. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen bieten dabei vielfältige Perspektiven. „Kunst kann hier Räume öffnen, noch bevor Politik, Wissenschaft oder Wirtschaft Antworten gefunden haben“, sagt Ulrich.
Künstler und Interessierte können ihre Projekte noch bis 31. Oktober einreichen (Infos siehe Factbox). Eine unabhängige Fachjury kuratiert aus den Einreichungen ein vielfältiges Festivalprogramm.