Lilihills Hotel-Grundstück beim Flughafen wird zwangsversteigert
Ein 50-Millionen-Euro-teures Hotelprojekt am Flughafen Klagenfurt wurde nie umgesetzt. Nun soll das dafür vorgesehene Grundstück zwangsversteigert werden.
Eine verwilderte Wiese nördlich der Klagenfurter Flughafenstraße steht vor der Zwangsversteigerung. Das Grundstück liegt direkt gegenüber dem Airport, ist mehr als 4000 Quadratmeter groß und soll nun für mindestens 41.500 Euro den Besitzer wechseln. Dabei hatte die Eigentümerin, die Lilihill-Gruppe, einst Pläne für das Areal: Wie der zuständige Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ) erklärt, hätte dort ein Hotel entstehen sollen.
Auf ein erstes Gespräch folgte jedoch keine Anregung auf Widmungsänderung. „Die Stadtplanung hätte dem aber ohnehin nicht zugestimmt. Es ist nicht der richtige Standort für ein Hotel, zudem war das Vorhaben nicht mit dem Tourismus abgestimmt“, sagt Rabitsch. Weitere Details seien der Stadt nicht bekannt.
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Pläne für „Avitel“ nie umgesetzt
Allerdings gibt es Parallelen zu einem anderen Lilihill-Projekt: Im Sommer 2019 präsentierte die Unternehmensgruppe, die damals Mehrheitseigentümerin des Airports war, Pläne für eine „Aviation City“ samt Messezentrum. Geplant war auch das Airport- und Messehotel „Avitel“ mit rund 250 Zimmern und 90 Arbeitsplätzen. Eine internationale Hotelgruppe sollte es betreiben. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro. Umgesetzt wurde das „Avitel“ am Ende bekanntlich ebenso wenig wie die gesamte Aviation City.

2023 zogen Land und Stadt die Notbremse und holten sich ihre Anteile am Flughafen zurück. Spätestens ab da ging es mit der Lilihill-Gruppe und ihrem Alleineigentümer Franz Peter Orasch bergab. Im September wurde über die zentrale Holdinggesellschaft ein Insolvenzverfahren eröffnet. Auch die für 18. November angesetzte Zwangsversteigerung der Wiese ist ein Symptom dieser Entwicklung.