Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

E-Autos überholen Diesel und Benziner in Österreich

Die Neuzulassungen zeigen einen klaren Trend zum Elektroauto. Großer Verlierer im Jahresvergleich sind die Diesel-Hybride, gefolgt von den Verbrennern.

E-Auto
© Imago

Im September wurden mehr reine Elektroautos neu zugelassen als Diesel und Benziner zusammen. Großer Verlierer im Jahresvergleich waren die Diesel-Hybride. Insgesamt kamen 28.968 Pkw neu auf den Markt, ein Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Benzinern gab es mit 6.727 Stück einen Rückgang um 12,1 Prozent, bei Diesel waren es mit 1.833 Fahrzeugen um 28,2 Prozent weniger. Reine E-Autos erreichten mit 9.723 Stück ein Plus von 80,6 Prozent.

Benzin-Hybride wurden im September 9.917 neu zugelassen (plus 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr), bei Diesel-Hybriden wurden lediglich 718 abgesetzt, ein Rückgang um 38,2 Prozent. Womit Diesel- und Benzin-Verbrenner auf eine Absatzzahl von 8.610 Autos (minus 16,2 Prozent) kamen, während alternativ betriebene Pkw 20.358 Neuzulassungen (plus 31,6 Prozent) verzeichneten, geht aus den aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervor.

Motorrad-Boom

Insgesamt gab es im September 37.510 Kfz-Neuzulassungen, ein Anstieg gegenüber dem September des Vorjahres von 9,5 Prozent. Einen kräftigen Zulassungszuwachs gab es bei Motorrädern der Klasse L3e mit 15,2 Prozent auf 2.723 Neuzulassungen, bei der Klasse L1e (50ccm-Moped) lag das Plus bei 24,8 Prozent auf 972 Fahrzeuge.

Differenziert zeigen sich die Neuzulassungen bei Lkw. In der kleinen Klasse bis 3,5 Tonnen wurde ein Minus von 14,8 Prozent registriert, bei den schweren Sattelzugmaschinen von minus 11,7 Prozent. Besser lief es bei den Bauern, bei neu zugelassenen Traktoren gab es einen Anstieg um 7,2 Prozent auf 580 Zugmaschinen. Schwer gebeutelt wurden die Wohnmobil-Verkäufer. Hier lag der Rückgang im Jahresvergleich bei 36,7 Prozent auf 81 Camper.

Markt auf E-Autos wächst am schnellsten

Über das bisherige Jahr 2026 betrachtet zeigt sich ein Plus bei den Kfz-Neuzulassungen von 11,8 Prozent auf 329.109 Fahrzeuge. Bei den Pkw gab es von Jänner bis September 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 12,1 Prozent auf 241.108 Pkw. Wobei die reinen Verbrenner auf 79.957 Fahrzeuge kamen, ein Minus von 7,5 Prozent. Alternativ betriebene Pkw wurden 161.151-mal neu zugelassen, ein Anstieg um 25,3 Prozent.

Die gefragtesten Pkw-Marken in den ersten drei Quartalen 2026 waren VW, gefolgt von Konzernschwester Skoda und BMW. Bei den Neuzulassungen von rein elektrisch betriebenen Pkw waren die beliebtesten Marken BMW vor Skoda, Tesla und BYD. Beachtlich ist das Wachstum beim chinesischen Anbieter BYD, hier lag das Zulassungsplus bei 68,2 Prozent, wenn auch von niedrigem Niveau ausgehend.

Spannend ist ein Blick auf die Tageszulassungen der Händler, womit die Verkaufsstatistiken geschönt werden. Dabei handelt es sich de facto um Neuwagen, die als Marketinginstrument für einen Tag zugelassen wurden. Während es im Mai und Juni einen kräftigen Anstieg gegeben hat, bremsten sich die Verkäufer im Juli und insbesondere im August kräftig ein. Von Jänner bis August betrachtet haben vor allen Dingen VW, Toyota, Nissan und Peugeot auf Tageszulassungen gesetzt.