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Grazer Musikszene trauert um Music-House-Chef Peter Tschaudi

Der langjährige Chef des Grazer Kultlokals Music-House, Peter Tschaudi, ist nach schwerer Krankheit verstorben. Die Bestattung findet am Samstag im kleinen Kreis statt.

© Privat, KLZ/Sabine Hoffmann
Peter Tschaudi (1958–2026), langjähriger Betreiber des Music-House in Graz, ist verstorben
Nina Müller
Bundesland Steiermark | Graz

„Du warst ein wichtiger Teil meines Erwachsenwerdens“, heißt es in einem Eintrag im Kondolenzbuch. Oder: „(Ihr) habt nicht nur mein Erwachsenwerden und meinen Musikgeschmack geprägt, sondern auch meinen Charakter.“ Getrauert wird um Peter Tschaudi, der mit dem Music-House in der Grazer Mondscheingasse einen enorm wichtigen Ort für die Grazer Musikszene geschaffen hat. Letzte Woche ist Tschaudi nach langer schwerer Krankheit verstorben.

„Er war ein richtiger Freigeist“, erinnert sich sein Sohn Simon Storz, der das Lokal die letzten acht Jahre lang mit seinem Vater gemeinsam geführt hat – bis 2024, als es in neue Hände kam. Tschaudi hatte einen bunten Lebenslauf, reiste in seinen frühen Zwanzigern quer durch Europa und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. Zurück in Graz kellnerte er im legendären „Triangel“ – das auch ein Vorbild für sein eigenes Lokal wurde.

Lokal wird in seinem Sinne weiterbetrieben

Nachdem er zwischendurch eine Squash- und Tennisanlage in Mariatrost betrieben hatte, ging er 1994 zurück in die Gastronomie und übernahm das Kellerlokal in der Mondscheingasse, das zuvor ein bekanntes Jazzlokal mit dem Namen „Jazz“ war. Das „Music-House“ wurde bald zu einer wichtigen Auftrittsmöglichkeit für Punk- und Hardcorebands. Und nach anfänglichen Anrainerproblemen, auch wegen auf der Straße ausgetragenen Konflikten mit dem Publikum des „East Side“ gegenüber, immer mehr zum Kultlokal der Szene.

Das soll es auch unter neuer Führung bleiben: „Wir betreiben das Lokal auf jeden Fall in seinem Sinne weiter“, sagt Lukas Ledoldis, mittlerweile alleiniger Geschäftsführer des Music-House, der auch einen Gedenkabend für Tschaudi im Lokal andenkt. Die Bestattung findet am Samstag im kleinen Kreis statt. Tschaudi hinterlässt einen Sohn und eine Tochter sowie seine langjährige Lebensgefährtin.

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© Klz / Nicolas Galani