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Gestohlener Morgenstern-Hubschrauber im Internet "gefunden“

Thomas Morgensterns gestohlener Heli bleibt verschwunden. Im Netz ist er dafür umso präsenter und liefert reichlich Stoff für Scherz-Postings. Doch nicht jeder kann darüber lachen.

Wo steckt Robinson R44?
© Julian Lajtai; Tmh Helicopter GmbH/Julian Lajtai
Wo steckt Robinson R44?

Bis zuletzt hatte Ex-Skisprungprofi und Unternehmer Thomas Morgenstern gehofft, dass sich da nur jemand einen Scherz mit ihm erlaubt. Doch die „Verstehen Sie Spaß???“-Kameras suchte der Kärntner vergeblich. Der Hubschrauber, der einem Salzburger Gastronom gehört und mit dem Morgenstern Sightseeing-Flüge und Personentransporte anbietet, ist weg. Gestohlen in der Nacht zum Montag aus einem Hangar am Flugplatz in Mauterndorf (Lungau). Mittlerweile taucht das Fluggerät, dessen Neuwert zwischen 700.000 und 800.000 Euro liegen soll, im Internet dafür umso häufiger auf – als willkommene Vorlage für diverse Scherz-Postings.

So bietet das oberösterreichische Backunternehmen „Resch & Frisch“ jetzt neuerdings Express-Hauszustellungen an. „Haben wir zufällig bei uns im Lager gefunden. Keine Ahnung, von wo der her ist“, schreibt man auf Facebook mit einem Augenzwinkern unter ein Foto des Hubschraubers. Dieser wurde von der KI kurzerhand „umlackiert“ und mit dem eigenen Firmenlogo versehen. „Braucht ihr einen Landeplatz oder werft ihr das Gebäck ab?“, scherzt eine Kundin in den Kommentaren.

„Neuer Tour-Hubschrauber“

Auch der Kärntner Kultbauer und Kabarettist Petutschnig Hons, bürgerlich Wolfgang Feistritzer, hat den Heli für sich entdeckt. In einem Social-Media-Posting präsentiert er sich als stolzer Besitzer des Fluggeräts. „Dank meines neuen Tour-Hubschraubers bin ich jetzt noch schneller bei meinen Auftritten. Hab ihn quasi in ana Nocht und Nebelaktion günstig erworben“, scherzt er. Aber nicht jeder kann darüber lachen. „Gar nicht witzig“, befindet ein User. Ein anderer sieht die Sache hingegen entspannter und fragt: „Kannst du mich mal kurz abholen?“

Ein Wachauer Marillenunternehmer tat es dem Petutschnig Hons gleich und postete ein KI-Foto, wie der Morgenstern-Hubschrauber jetzt als Erntemaschine eingesetzt wird. Und damit nicht genug der Scherze: Auch mehrere Verkaufsinserate finden sich mittlerweile im Internet. Sie sind natürlich alle Fake, der echte Hubschrauber, der zuletzt über Kroatien geortet wurde, bleibt verschollen.

Die Tagespresse

Der kuriose Diebstahl ist natürlich auch ein gefundenes Fressen für das Satiremagazin „Die Tagespresse“. Man setzte bereits kurz nach dem Verschwinden des Helis in dieser Woche Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in ein Cockpit und titelte: „War sehr günstig: Bundesheer präsentiert neuen Hubschrauber vom Typ Morgenstern.“

Einmal mehr bewahrheitet sich dadurch wohl der Spruch: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.