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Heikle Personalien: Straßenamtschef Fischer muss verlängert werden

Verlängerung von Thomas Fischer steht an und der Chefsessel bei Wohnen Graz muss neu besetzt werden. Hearing ist gelaufen, Entscheidung noch offen.

Thomas Fischer leitet seit 2016 das Straßenamt in Graz
© Stadt Graz/Fischer
Thomas Fischer leitet seit 2016 das Straßenamt in Graz
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

Seit 2016 leitet Thomas Fischer das Grazer Straßenamt, jetzt läuft sein Funktionsvertrag Ende Oktober aus. Bis dahin muss die Frage beantwortet sein: Wird er verlängert und damit unbefristet gestellt oder nicht? Nach den Regeln der Koalition brauchen Abteilungsvorstände nach fünf und zehn Jahren ein Weiterbestellungsgutachten, das ihnen grünes Licht für die Verlängerung gibt.

In der Vergangenheit fiel nur eines negativ aus: jenes für den damaligen Branddirektor Klaus Baumgartner. Er leitet mittlerweile die Justizanstalt Jakomini. Alle anderen Abteilungsleiter hat die Koalition verlängert, auch wenn die Posten in der Regel unter Schwarz-Blau oder noch früher besetzt wurden.

Weiterbestellungskommission für Thomas Fischer

Das ist auch bei Thomas Fischer der Fall. Er kam 2016 unter dem damaligen Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio (FPÖ) ins Amt, hatte dann Elke Kahr (KPÖ) als politisches Gegenüber und seit 2021 Judith Schwentner (Grüne). Den beiden wird nachgesagt, manchmal unterschiedliche Zugänge zu Projekten und Ideen zu haben, wenngleich Konflikte bislang nie nach außen gedrungen sind.

Offiziell wird im Rathaus darauf verwiesen, dass das Weiterbestellungsgutachten gerade erstellt wird. In diesem Prozess gibt das Büro Schwentner genauso eine Stellungnahme ab wie etwa die Stadtbaudirektion und andere. Es gibt aber eine eigene Weiterbestellungskommission, die das Gutachten verfasst, bestehend aus dem Magistratsdirektor, dem Chef des Personalamtes und dem Vorsitzenden des Zentralausschusses der Bediensteten. Sie haben „den Erfolg der bisherigen Funktionsausübung sowohl in fachlicher als auch in innerdienstlicher Hinsicht zu beurteilen“ und eine Empfehlung abzugeben. Die Entscheidung liegt letztlich beim Gemeinderat.

42 Bewerber für Chefposten bei „Wohnen Graz“

Heikle Personalie, Teil zwei: Die Leitung von Wohnen Graz, das durch die finanzielle Schieflage massiv unter Druck steht, wird nach dem Abgang von Gerhard Uhlmann neu vergeben. 42 Leute hatten sich beworben, Sabine Hinteregger, die den Eigenbetrieb interimistisch leitet, war nicht dabei. Sieben Personen waren vergangene Woche beim Hearing, eine Entscheidung soll kommende Woche fallen.

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